Verlag Rolf A. Burkart

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Der Verlag Rolf A. Burkart ist ein deutscher Verlag mit ehemals Sitz in Berlin.

Geschichte[Bearbeiten]

Aus „Tabula Rasa“, dem „Literaturalmanach wider den korsettierten Geist“, ging 1982 das „Atelier/Edition ad absurdum“ hervor, eine Galerie, Druckgrafikwerkstatt und Edition "für bibliophile Ästhetik". Als um 1985 immer mehr Offsetproduktionen in höherer Auflage dazukamen und die Galerie geschlossen wurde, firmierte der Ein-Mann-Betrieb (mit vielen fleißigen Helfern) um in Verlag Rolf A. Burkart. Zu diesem Zeitpunkt gab es schon eine frankophile Ausrichtung. Neben einer Werkfolge des Gruppe 47 Mitbegründers Walter Hilsbecher (* 1917 Frankfurt/M.) erschien 1985 der erste Band in deutscher Übersetzung, der auf 16 Bände angelegten Werkausgabe des französischen Symbolisten und Surrealisten Saint-Pol-Roux (1861–1940), herausgegeben von Joachim Schultz & Rolf A. Burkart. Bis 2002 erschienen acht Bände der Werkausgabe und fanden große Resonanz in Presse und Rundfunk. Paradoxerweise schlug sich das nicht in Verkaufszahlen nieder. 1989 erhob das Berliner Finanzgericht den Vorwurf der "Liebhaberei" und erkannte "im Namen des Deutschen Volkes" per Gerichtsbeschluss dem Verleger den Gewerbestatus ab (1991). Seitdem wird der Verlag nur noch aus Passion betrieben. Ab 1994 kamen die originalgraphische Künstlerzeitschrift "artischocke" mit 1 bis 2 Ausgaben pro Jahr, Pressendrucke und ein Grafikkalender hinzu. Zusammenarbeit mit der "Edition Maldoror/Berlin" und der "Herzattacke/Berlin", sowie dem "Kleinen Plakatmuseum" in Bayreuth.

Autoren[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]