V-Finger-Technik

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Die V-Finger-Technik ist eine von Frauen angewendete Methode, beim Wasserlassen die Schamlippen und –behaarung, sowie - selbstverständlich - ihre Kleidung, trocken zu halten.

Vorgehensweise[Bearbeiten]

Dazu werden entweder Zeigefinger und Mittelfinger oder Mittelfinger und Ringfinger (vornehmlich der linken Hand) in den oberen Bereich der Schamspalte gedrückt und dann v-förmig auseinandergespreizt. Dadurch kommt ein gebündelter und ungehemmter Harnstrahl aus der etwas geöffneten Spalte, der durch Drücken rechts oder links neben der Harnröhrenmündung sowie durch Ziehen an der Vulva steuerbar ist.

Neben der Beeinflussbarkeit des Harnstrahls hat die Methode den Vorteil, dass weder die Unterwäsche mit Urinresten verschmutzt noch ein Nachwischen mit Papier erforderlich wird. Selbst wenn Toilettenpapier zur Verfügung steht, ist die V-Finger-Technik hygienischer als abzuwischen, da die Haut gar nicht erst mit Urin in Berührung kommt.

Die V-Finger-Technik ist sowohl im Sitzen auf der Toilette als auch in der Skifahrerstellung anwendbar. Im letztgenannten Fall wird die Gefahr, den Rand des Toilettentopfes zu bespritzen, durch ihre Anwendung erheblich gemindert.

Viele Frauen empfinden jedoch Ekel davor, ihre Genitalien mit den Fingern zu berühren oder den letzten Tropfen Urin in die Hose zu bekommen. Andere haben die Befürchtung, an den Händen könnten sich Bakterien befinden, die in die Harnröhre gelangen und eine Blasenentzündung hervorrufen könnten.

Geschlechterwissenschaftlicher Kontext[Bearbeiten]

Mit viel Übung und Beherrschung der Beckenbodenmuskulatur ist es Frauen damit sogar möglich, im aufrechten Stehen zu urinieren.

Die Seite Stand2Pee[1] zeigt das ganze Thema Frauen Pinkeln im Stehen seriös aber mit heiterem Design. Sie entstand im Rahmen einer Diplom-Arbeit. [2]

Die V-Finger-Technik ist unter Frauen bzw. Mädchen nicht unumstritten, wie eine Diskussion auf bravo.de[3] zeigt. Wann sich die V-Finger-Technik als Kulturtechnik in der westlichen Welt durchsetzen wird bleibt noch offen.

Definitiv ist die Körperhaltung beim urinieren nicht durch das Geschlecht bzw. körperlich sondern durch Geschlechterrolle, d.h. Tradierung bedingt. [4]

Siehe auch[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. http://www.stand2pee.de
  2. Die Design Diplomarbeit von Daniela Lengers Fachhochschule Münster erhielt eine Auszeichnung vom Art Directors Club Deutschland beim ADC Nachwuchs Wettbewerb 2002
  3. http://community.bravo.de/boards/viewtopic.php?t=297119&sid=ca46d2432f9b9ea4c39137e440b60ab3&PHPSESSID=268938f81e51e7e8e0852e4eb9b7b424
  4. Web-Site "Im Sitzen pinkeln"
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