User Interface Design (Unternehmen)

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User Interface Design
Logo UID.jpg
Rechtsform GmbH
Gründung 1998
Sitz Ludwigsburg, Deutschland
Leitung Claus Görner, Franz Koller
Mitarbeiter 100 (2013)
Branche Dienstleistung
Website www.uid.com

Die User Interface Design GmbH (UID) ist ein Dienstleistungs- und Beratungsunternehmen für Bedienoberflächen von interaktiven Produkten. 2007, 2008, 2010, 2011 sowie 2012 wurde das Unternehmen beim Branchenreport Usability des Berufsverbands German UPA mit deutlichem Abstand als bekanntestes Usability-Unternehmen in Deutschland ausgezeichnet[1]. Für die Bereiche Automobilindustrie, Konsumgüterindustrie, Unternehmenssoftware, Medizintechnik, Industrie und Webanwendung gestaltet UID interaktive Produkte benutzungsfreundlich - mit über 100 Mitarbeitern aus den Bereichen Gebrauchstauglichkeit (Produkt), User Experience, Psychologie, Softwaretechnik und Design.

Geschichte[Bearbeiten]

1997 wurde UID Deutschland als Tochterfirma der schwedischen Firma User Interface Design AB in Ludwigsburg gegründet. 1998 fand die Umwandlung von UID Deutschland in die eigenständige User Interface Design GmbH statt. Die beiden Gründer Claus Görner und Franz Koller sind seit der Firmengründung 1998 als geschäftsführende Gesellschafter tätig. 2005 gründete das Unternehmen die International UX Partners (IUXP, damals International Usability Partners), ein Forschungsnetzwerk mit Partnern aus der ganzen Welt.

Neben dem Hauptsitz in Ludwigsburg eröffnete UID weitere Geschäftsstellen an den Standorten München (2000), Mannheim (2006), Dortmund (2008) und Berlin (2012).

Seit der Gründung hat UID mehrere Preise gewonnen. Dazu zählen der iF communication design award in den Kategorien digital media (2006, dreifach), der Best Session Award auf der Konferenz Mensch und Computer (2003 und 2007), der Industriepreis (2008), der internationale Multi-Touch Wettbewerb Touch First Developer Challenge von Microsoft (2009)[2] sowie der Preis Dienstleister des Jahres (2010). 2007, 2008, 2010, 2011 sowie 2012 führte UID den Branchenreport Usability der German UPA als bekanntestes Usability-Unternehmen in Deutschland an[1].

Leistungsspektrum[Bearbeiten]

Die User Interface Design GmbH berücksichtigt die nutzerorientierte Gestaltung. Das Spektrum reicht von neuen Technologien wie Multitouch über Software für Banken und Versicherungen oder Maschinensteuerungen bis zu Assistenzsystemen für selbstbestimmtes Wohnen im Alter.

Produkte[Bearbeiten]

Der Service Medical Safety Design[Bearbeiten]

Normenkonforme Medizinprodukte müssen einen Usability Engineering Process und Risk Management Process durchlaufen. Mit dem Service Medical Safety Design begleitet UID mit dem Kooperationspartner Jörg Stockhardt Consulting & more Hersteller von der ersten Produktidee bis zur Vorlage des Usability Engineering File und des Risk Management File bei der Prüfstelle.

AttrakDiff[Bearbeiten]

Die empfundene Attraktivität eines Produktes rückt bei Usability-Untersuchungen mehr und mehr in den Vordergrund. Mit dem AttrakDiff hat UID ein Evaluationsverfahren entwickelt, mit dem sowohl die wahrgenommene pragmatische, als auch die hedonische Qualität und die Attraktivität eines interaktiven Produktes erfasst werden kann. Das Online-Instrument AttrakDiff misst, wie attraktiv Nutzer ein Produkt empfinden. So lässt sich leicht ermitteln, ob Optimierungsbedarf hinsichtlich der User Experience besteht.

Forschungsprojekte mit UID[Bearbeiten]

Um das Wissen im Bereich Mensch-Technik-Interaktion voranzutreiben, beteiligt sich UID an Forschungskonsortien und pflegt Kooperationen mit Entwicklungseinrichtungen. Die Forschungsschwerpunkte sind Ambient Assisted Living und Natural User Interfaces.

CCE (2009-2012)[Bearbeiten]

UID entwickelte mit Partnern einen Prototypen für ein standardisierte technische Plattform für Assistenzsysteme. Sie soll dementiell erkrankten Menschen ein selbständiges Wohnen erleichtern (gefördert durch die Europäische Union und das Bundesministerium für Bildung und Forschung, Fördernummer: 16SV3817).

IMPACT (2010-2013)[Bearbeiten]

Das Projektteam entwickelt eine Plattform für Information, Austausch und Beteiligung im politischen Umfeld. Ziel ist die Modellierung und Visualisierung politischer Meinung, indem Argumente und Interessen kompakt und transparent dargestellt werden (gefördert durch die Europäische Union, Fördernummer: ICT-2009.7.3, Fördernummer: 247228).

inDAgo (seit 2011)[Bearbeiten]

In dem Projekt entwickelt UID mit Partnern ein technisches Gerät, das Menschen trotz körperlicher Einschränkungen eine selbständige Mobilität ermöglicht. Dieses gibt vor allem älteren Menschen neue Freiräume, da sie trotz eingeschränkten Sehens, Hörens und Gehens sicher und barrierelos von zuhause an ihr Ziel gelangen (gefördert vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (Fördernummer: 16SV5716).

SCRIPT (seit 2011)[Bearbeiten]

Ziel des Projekts ist die Entwicklung von Assistenzsystemen, die Schlaganfall-Patienten bei der Rehabilitation unterstützen. Neben einem Reha-Roboter entstehen unter anderem auch motivierende Reha-Spiele (gefördert durch die Europäische Union, EU ICT Call 7 FP7-ICT-2011-7; Fördernummer: 288698).

VAALID (2007-2011)[Bearbeiten]

UID gestaltete und testete mit sieben internationalen Partnern eine Entwicklungsumgebung für AAL-Lösungen. Sie erlaubt es, AAL-Lösungen auf dem PC zu modellieren und diese noch vor deren Umsetzung mittels Virtueller Realität zu testen (gefördert durch die Europäische Union, FP7/2007-2013; Fördernummer: 224309).

v2me (2010-2013)[Bearbeiten]

Das Projekt V2me verbindet die reale Lebenswelt älterer Bürger mit Elementen virtueller sozialer Netzwerke. Übergeordnetes Ziel ist es, die Lebensfreude der Mitglieder des Netzwerks zu fördern und diese besser in die Gesellschaft zu integrieren (gefördert durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung, Fördernummer: 16SV4000).

WiMi-Care (2008-2011)[Bearbeiten]

Gemeinsam mit Projektpartnern wie dem Frauenhofer IPA entwickelte und testete UID zwei Serviceroboter, die optimal auf die Bedürfnisse und den Alltag des Personals und der Bewohner von Pflegeheimen abgestimmt sind. Die Serviceroboter sollen Pflegekräfte bei Routinetätigkeiten wie dem Wäschetransport unterstützen (gefördert durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung, Fördernummer: 01FC08024-27).

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

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