Urs Pauli

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Urs Pauli (* 1959 ) ist ein ehemaliger Schweizer Kommunalbeamter, der von 1. Juni 2008 bis 22. Mai 2017 die de:Entsorgung + Recycling Zürich leitete, welche auch das de:Klärwerk Werdhölzli betreibt.

Inhaltsverzeichnis

Klärschlamm[Bearbeiten]

  • 1996 wurde offenbar, dass de:Klärschlamm, der auf die Felder ausgebracht worden war, zu hohe Schwermetallkonzentrationen enthielt. Das Entsorgen von schwermetallhaltigen Flüssigkeiten über ein kommunales Abwassersystem ist ein unverzichtbarer Wettbewerbsvorteil.
  • 1996 wurde das Skandalisieren des Zürcher Klärschlammdebakel zum Anlaß genommen, den früheren ABB-Manager Gottfried Neuhold ( * Juni 1946 in Wien) als Direktor der ERZ einzustellen. [A 1]
  • Verwaltungen sollten fit für den Wettbewerb gemacht, Monopolbetriebe ausgelagert werden.
  • Eine Erhöhung der Entsorgungsgebühren wurde mit einem angestrebten Privatisieren der Stadtzürcher Entsorgungsunternehmen orchestriert.
  • 1998 wurde die de:Erdgas Ostschweiz basierend auf einem Referendum in eine Aktiengesellschaft umgewandelt.
  • Im Juni 2000 scheiterte der Stadtrat aber beim Versuch, auch das de:Elektrizitätswerk der Stadt Zürich (ewz) auszulagern.
  • Als 2002 de:Martin Waser von de:Kathrin Martelli das Amt der Vorsteherin des Tiefbau- und Entsorgungsdepartements übernahm, war klar, dass das von Neuhold angestrebte Privatisieren des ERZ politisch nicht durchsetzbar wäre.

Werdegang[Bearbeiten]

  • 1997 wurde Urs Pauli bei der Stadtentwässerung Zürich als Leiter des Finanz- und Rechnungswesens eingestellt.
  • 1999 wurde Urs Pauli zum Vizedirektor der ERZ ernannt. [1]
  • Urs Pauli wurde von de:Martin Waser protegiert und war eine dominante Persönlichkeit.
  • Vor seinem Wechsel vom Tiefbau- und Entsorgungsdepartement in das Sozialdepartement schickte Stadtrat de:Martin Waser Gottfried Neuhold als «Consultant» in den Ruhestand.
  • Am 1. Juni 2008 wurde Urs Pauli Dienstchef des ERZ. [2][3][4]

ARA Opfikon Vorflut Glatt[Bearbeiten]

47.4223124633998.5683350708799 1949 ging für die Abwasserreinigung der nördlichen Berner Stadtkreise 11 und 12 das Klärwerk Glatt in de:Opfikon in Betrieb. Die Vorflut war die de:Glatt (Rhein). Dieses wurde 2001 geschlossen – das Abwasser wird seither durch einen 5,3 Kilometer langen Stollen zum Klärwerk Werdhölzli geleitet. Unter der Regie von Urs Pauli war ein Absetzbecken mit Badewasser gefüllt und ein de:Großer Emu gehalten. Zur Zeit wird ein Teil der Anlage als Kinderspielplatz genutzt. [5][A 2]

Anmerkungen[Bearbeiten]

  1. Gottfried Neuhold (* 1946 in Wien) Dipl. Ing. Elektrotechnik . Zu 1969-1996) bei BBC/ABB Engineering, wo er verantwortlich war für Inbetriebsetzung, Verkauf, Entwicklung von Anlagen, Produkten und leittechnischen Systemen in Kraftwerken. [1]
  2. Auch Paulis Parkplätze weg Die Affäre um den ehemaligen ERZ-Direktor Urs Pauli zieht sich bis nach Opfikon. In der stillgelegten Kläranlage soll er vier sehr günstige Parkplätze gemietet haben. 2001 hat Entsorgung und Recycling Zürich seine sanierungsbedürftige Kläranlage «Glatt» in Opfikon stillgelegt; seither läuft das städtische Ab- wasser durch einen Tunnel unter dem de:Käferberg hindurch in die ausgebaute Kläranlage Werdhölzli. Auf einem Teil der Anlage, die auf Opfiker Boden steht, befindet sich heute der «Spielraum», ein grosser Spielplatz mit Klettergeräten, Teich und Floss; einige Hallen beherbergen historische Fahrzeuge des ERZ. Zur Hauptsache aber betreibt Entsorgung und Recycling Zürich in den ehemaligen Kommandoräumen und sogar den Silos ein Seminarzentrum. Ferner stehen auf dem umzäunten Gelände auch 13 ältere Garagenboxen. Darin hatte der ehemalige ERZ-Direktor Urs Pauli vier Parkplätze für private Zwecke gemietet. Diese MögLichkeit steht auch anderen Angestellten offen. Pikant ist aber, dass der kürzlich Freigestellte dafür gemäss einer Mitteilung der Stadt Zürich je 240 Franken im Jahr gezahlt haben soll. Diesen günstigen Preis konnte er als Direktor von ERZ selbst festlegen. Der Mietvertrag sei ihm auf Ende 2017 gekündigt worden, teilte das Zürcher Tiefbau- und Entsorgungsdepartement mit. Pauli war wegen ungetreuer Amtsführung, unter anderem wegen eines privat genutzten Dienstfahrzeuges, im Mai freigestellt worden. (rs.) Opfikon/Glattbrugg, Schaffhauserstrasse 76 8. Juni 2017, [2] [https://www.stadt-zuerich.ch/hbd/de/index/ueber_das_departement/medien/medienmitteilungen/2022/maerz/220316c.html

Einzelnachweise[Bearbeiten]