Turnerschaft Armino-Hercynia Hannover

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Turnerschaft Armino-Hercynia

Wappen Zirkel
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Basisdaten
Hochschulort: Hannover
Hochschule/n: Leibniz Universität Hannover
Gründung: 29. November 1873
Korporationsverband: Marburger Konvent
Farbenstatus: farbentragend
Farben:
Fuchsenfarben:
Mütze: Tahmuetz.gif
Stellung zur Mensur: fakultativ schlagend
Wahlspruch: Treue, Mut, Ehr - gut Waffen und Wehr!
Website: www.armino-hercynia.de

Die Turnerschaft Armino-Hercynia im Marburger Konvent zu Hannover ist eine Studentenverbindung an der Leibniz Universität Hannover. Die Turnerschaft ist fakultativ schlagend und farbentragend und wurde am 29. November 1873 in Hannover gegründet.

Prinzipien[Bearbeiten]

Die Turnerschaft Armino-Hercynia verfolgt das Studienprinzip, das von jedem Mitglied einen Hochschulabschluss verlangt um die Mitgliedschaft nicht zu verlieren. Sie vertritt das Toleranzprinzip, nach dem Herkunft, Religion und politische Einstellung bei der Aufnahme neuer Mitglieder keine besondere Rolle spielen. Als Turnerschaft liegt ihr besonderes Augenmerk auf der sportlichen Betätigung der Aktiven.

Geschichte[Bearbeiten]

1873 wurde die Hercynia als schwarze Verbindung an der Technischen Hochschule in Hannover gegründet. 1877 fusionierte sie mit der Verbindung Arminia zur Armino-Hercynia, wobei die Farben schwarz-rot-gold von der Arminia übernommen, jedoch nicht nach außen getragen wurden. Armino-Hercynia wird 1882 zu einer schlagenden Verbindung und führt schwere und leichte Waffen ein. Bereits im WS 1897/98 führt die Aktivitas eine wöchentliche Turnstunde ein, und als Konsequenz setzt 1912 Armino-Hercynia Farben auf und tritt als Turnerschaft dem Vertreter-Convent der Turnerschaften an deutschen Hochschulen (VC) bei. Während des Ersten Weltkrieges ruht der Aktivenbetrieb da der überwiegende Teil der Mitglieder zum Kriegsdienst einberufen werden. Bereits kurz nach der Wiedereröffnung des Aktivenbetriebes 1918 erwirbt die Altherrenschaft eines eigenen Verbindungshauses in der Gerberstraße. 1925 engagiert sich Armino-Hercynia bei der Mitbegründung der Danziger Turnerschaft Deutschritter, deren Mitglieder sie später nach Verbot und Vertreibung aus Danzig 1955 aufnimmt. 1935 muss die Turnerschaft im Zuge der Gleichschaltung suspendieren und kann erst nach ende des Zweiten Weltkrieges 1949 den Aktivenbetrieb wieder aufnehmen. Als ehemalige VC-Turnerschaft tritt sie 1951 dem Coburger Convent (CC) bei und kann 1955 ein neues Haus in der Wilhelmshavener Straße einweihen. Im Zuge interner Diskussionen als Folge der 68er-Bewegung gibt Armino-Hercynia die Pflichtmensur auf und wird fakultativ schlagend. Daher erfolgt 1971 auch der Austritt aus dem CC und die Mitbegründung des Marburger Konventes.

Siehe auch[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Michael Doeberl et al. (Hrsg.): Das akademische Deutschland. Band 2: Die deutschen Hochschulen und ihre akademischen Bürger. C. A. Weller, Berlin 1931. S. 840.
  • Chronik der Turnerschaft Armino-Hercynia Hannover 1873–1923, Hannover 1927
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