Tridelity

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Die Tridelity AG ist ein deutsches Unternehmen, das sich auf die Entwicklung und Herstellung von brillenlosen 3D-Displays (autostereoskopischen Displays) spezialisiert hat. Die Fertigung der Geräte erfolgt in St. Georgen in Baden-Württemberg, wo sich auch der Hauptsitz der Firma befindet. Zwei weitere Vertriebsgesellschaften bedienen in Tampa, USA, den amerikanischen und in Santa Rita do Sapucai, Brasilien, den südamerikanischen Markt.

Tridelity AG
Rechtsform AG
Gründung 2006
Sitz St. Georgen, DeutschlandDeutschland Deutschland
Leitung Michael Russo, Marco Lopes, Johannes Sigwart
Branche 3D-Displays
Website http://www.tridelity.com/

Inhaltsverzeichnis

Unternehmensgeschichte[Bearbeiten]

Die Geschäftsführer Michael Russo, Marco Lopes und Johannes Sigwart gründeten 2006 in St. Georgen im Schwarzwald die Tridelity Display Solutions GmbH, wo das Unternehmen bis heute seinen Hauptsitz hat. Hier hat sich das Trio zum Ziel gesetzt, Displays zu entwickeln, die in der Lage sind, dreidimensionale Inhalte ohne Hilfsmittel wie Shutter- oder Anaglyph-Brillen („Rot-Grün-Brillen“) darzustellen. Kern-Knowhow des Unternehmens sind damals wie heute die Abstimmung der verschiedenen Komponenten aufeinander, die Entwicklung der spezifischen Komponenten sowie die reibungslose softwaretechnische Anbindung der Monitore an die verschiedenen Steuerungs- und Content-Schnittstellen. Innerhalb kurzer Zeit wurden zwei weitere Vertriebsgesellschaften in den USA und Brasilien eröffnet, um auch den internationalen Markt mit der innovativen Technologie zu bedienen. Ende 2010 wurde das Unternehmen in eine Aktiengesellschaft umfirmiert und in Tridelity AG umbenannt.

Technologischer Hintergrund[Bearbeiten]

Tridelity verwendet für die brillenlose 3D-Darstellung das „Parallax-Barriere“ –Verfahren. Hier werden mehrere Bilder gleichzeitig projiziert, welche mittels eines speziellen Filters, der sogenannten „Parallax-Barriere“, das menschliche Auge leicht versetzt erreichen. Diesen Filter kann man sich als eine Art Maske mit Schrägstreifen vorstellen, die vor dem Display angebracht ist: Das Licht der einzelnen Pixel wird in verschiedene Richtungen abgelenkt. Um diesen Effekt umzusetzen, muss der darzustellende Bildinhalt zuerst aus mehreren, leicht zueinander versetzten Positionen in Einzelbildern aufgenommen werden. Auf einem speziellen LC-Display werden dann alle Einzelbilder gleichzeitig wiedergegeben, wobei diese einem bestimmten Muster entsprechend ineinander verschachtelt sind (Multiplexverfahren). Das ausgestrahlte Bild wird dann wieder durch das Filterelement, der Parallax-Barriere, getrennt, und erscheint dem Betrachter so dreidimensional. Je nach Anwendungsgebiet wird diese Technologie entweder in SingleView –oder MultiView-Displays verarbeitet, um entweder eine bestmögliche Bildauflösung oder einen größtmöglichen Betrachtungswinkel zu gewährleisten.

Auszeichnungen und Forschungsaufträge[Bearbeiten]

Am 26. November 2009 erhielt das Unternehmen die Anerkennung im Rahmen des Innovationspreises des Landes Baden-Württemberg „Dr.-Rudolf-Eberle-Preis 2009“. Seit nunmehr 25 Jahren zeichnet der Preis Unternehmen aus Industrie und Handwerk aus, die herausragende technische Innovationen erfolgreich umgesetzt haben. Daraufhin wurden auch bildungsfördernde Einrichtungen auf das Unternehmen aufmerksam, woraufhin das Schwarzwälder Unternehmen darum gebeten wurde, sein Knowhow am Verbundsforschungsprojekt „Entwicklung von Systemen und Methoden zur effektiven Erstellung und Bearbeitung stereoskopischer Inhalte“ der Filmakademie Baden-Württemberg mit ein zu bringen, um neue Kenntnisse in diesem Sektor zu gewinnen.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]