Triathlon Nonstop Köln

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Triathlon Nonstop Köln e.V.
NONSTOP-Logo ab 1993, Copyright W.H. Reichel.jpg
Zweck: Triathlonverein
Vorsitz: Hermann Jung
Gründungsdatum: 27. November 1983
Mitgliederzahl: 25
Sitz: Köln
Website: www.nonstop-koeln.de

Triathlon Nonstop Köln ist ein Triathlonverein in Köln.

Geschichte[Bearbeiten]

Triathlon Nonstop Köln wurde am 27. November 1983 in Köln-Mülheim auf Initiative von Wilfried Reichel (ehemaliger Marathonläufer des THC Brühl e.V. (1968-1978)) ins Leben gerufen. Die Gründungsmitglieder waren: Herlinde Kohnen, Gaby Pack, Sabine Zasche, Andreas Pack, Heiner Debbe, Thomas Wippenbeck, Stefan Welter und Wilfried Hermann Reichel. Der Vereinsname wird von Andreas Pack in Anlehnung an den ersten Passus der Vereinssattzung -  : „…die drei Sportarten…nonstop ohne Unterbrechung…wettkampfmäßig auszuführen…“ - vorgeschlagen, nachdem Vorschläge wie „1. Advent Köln“, „Flotter Otter Köln“, „Kamikaze Köln“ etc. verworfen worden waren. Im ersten Jahr übernimmt Heiner Debbe (ältestes Gründungsmitglied) den Vorsitz, Wilfried Reichel wird Vize und Geschäftsführer in Personalunion und Andreas Pack wird Schatzmeister. Der Verein wurde am 26. Januar 1984 als erster Kölner Triathlonverein unter der Vereinsregister-Nummer 43 VR 8688 beim Amtsgericht Köln als gemeinnütziger Verein eingetragen und entwickelte sich bis 1989 zu Europas größtem eigenständigen Triathlonclub mit 279 Mitgliedern.

1983[Bearbeiten]

Nonstop-Logo 1983-1993

Die Geschichte des Vereins reicht zurück bis zur Teilnahme von zwei Teams der Discothek „Das Ding“ am 2. Gerolsteiner Triathlon 1983, dem Heimatverein von Klaus Klaeren (1. Deutscher Triathlomeister 1984). Der Belegschaft der ältesten Diskothek Kölns, die im April 1968 im "Kwatier Latäng", dem Studentenviertel am Zülpicher Platz von Harald Riemer und Dieter Wedell eröffnet wurde, gehörte zu dieser Zeit neben anderen erfolgreichen Langstrecken- und Marathon-Läufern auch Wolf-Dieter Poschmann an, der später seine Karriere im Aktuellen Sportstudio des ZDF fortsetzte. Seine Kommentare wie "Dreimal Null is Null bliev Null.." in Anlehnung an das bekannte Lied der Bläck Fööss "En d´r Kayjass Nr. 0" und der Zuspruch von DING-Stammgast Klaus Klaeren als Student der Deutschen Sporthochschule Köln sorgten für den entsprechenden Ehrgeiz der Triathlon-Novizen.

Anlässlich des 2. Gerolsteiner-Triathlons im Sommer 1983 starteten zwei „Ding“-Mannschaften. Team I: Harald Beitat, Andreas Pack, Bernd Kinzer, Wilfried Reichel; Team II: Thomas Wippenbeck, Michael Liebenow, Stefan Welter, Heiner Debbe. Diese Teilnahme und der gemeinsame Start beim "Großen Preis von Deutschland"-Triathlon in Koblenz (Urheber Günter Kissler) fünf Wochen später war für die Mehrzahl der Teammitglieder die grundlegende Motivation für die Gründung des Nonstop Ende des Jahres 1983. W.H. Reichel (ehemals Student der Fachrichtungen Architektur und Keramik-Design) entwirft dem Club das charakteristische NONSTOP-Logo.

Im September 1984 folgte Julie Moss einer Nonstop-Einladung von W.H. Reichel zum Köln-Triathlon, wo sie eine Woche nach ihrem zweiten Platz in Nizza hinter Colleen Cannon beim Cup de Cologne-Kurztriathlon auch gewinnen konnte. Die tagesgleich vom WDR (Westdeutscher Rundfunk Köln) ausgestrahlte Zusammenfassung des Rennens und dem Sieg von Julie Moss im Hier und Heute-Vorabendprogramm des 15. September 1984 führten im Nachfeld zu einem deutlichen Anstieg der NONSTOP-Mitgliederzahlen.

1984-1986[Bearbeiten]

Nonstop
Nonstop
Nonstop Jahreskalender 1994
Nonstop Jahreskalender 1995
Plastik "Ruhender Verkehr", bedeckt mit Plane, die von Thomas Baumgärtel mit Bananen besprüht wurde anlässlich des Radrennens "Rund um Köln"

Die Mitgliederschaft des Nonstop vergrößerte sich zwischen 1984-1986 auf 137 Club-Mitglieder, da sich die Nonstop-Geschäftsstelle im Dauerlauf-Shop in der Kölner Südstadt (Köln-Altstadt-Süd, auch "Vringsveedel" genannt)Nähe der katholischen Pfarrkirche St. Severin (Köln) befand, wo Nonstop-Vorsitzender W.H. Reichel als DAUERLAUF-Geschäftsführer einen täglichen Clubservice anbieten konnte. W.H. Reichel übernimmt ab Gründung des Nonstop auch die PR und das Marketing für den Club, da er als ehemaliger Langstreckenläufer des THC-Brühl e.V. (1968-1978 unter seinem Marathontrainer Walter Simons und Helfer des „10 KM-Schlossparklauf Brühl“) entsprechende Vereinserfahrung vorweisen kann. Wilfried Reichel und Willi Hamann vom Polizeisport-Verein Köln e.V. konzipierten 1984 den "10 KM-Severinslauf" (auch „Vringsveedel-Lauf" genannt), den W.H. Reichel fünf mal bis 1988 organisierte. Bei der Premiere 1984 wurde W.H. Reichel durch den Dauerlauf-Mitarbeiter Klaus Klaeren (1. Deutscher Triathlonmeister und 1. Triathlon-Europameister 1984) als Orga-Chef auf Grund eines Trainings-Radunfalls vertreten. Dieser „Dauerlauf im Severinsviertel“ wurde durch die jährliche Mithilfe der Nonstop-Mitgliederschaft und deren Familienangehörigen nebst Freunden 1984-1988 ein überregionaler Erfolg und fand 2010 zum 26. Mal statt.

Am 19. Juli 1984 wurde Klaus Klaeren zwei Wochen nach seinem deutschen Titelgewinn in Durham/GB 1. Triathlon-Europameister bei den 1. inoffiziellen Triathlon-Europameisterschaften über die Langdistanz und belegte mit Gerd Uhren, Regina Schwarz und Wilfried Reichel den zweiten Platz in der Nationen-Mannschaftswertung.

1985-1989[Bearbeiten]

Die Sponsorschaft des Sportartikelherstellers Adidas (1985-1989) und der weiteren Basis-Sponsoren Selkirk-Edelstahlschornsteine, Dauerlauf, Wander Sport, Aquaman, Gyro, Speedo, Scott USA, Polar-Kardio und Sport Flock West, die allesamt von W.H. Reichel vermittelt wurden, ließen den Nonstop bis Ende 1989 auf 279 Mitglieder anwachsen. Der Nonstop Köln war dadurch von 1989 bis 1991 der größte Triathlon-Club Europas. Die bekanntesten Nonstop-Mitglieder als aktive Triathleten zu dieser Zeit waren: Mark Allen (Ehrenmitglied), Julie Moss (Ehrenmitglied), Alexandra Kremer (Triathlon-Europameisterin 1985 und Deutsche Triathlonmeisterin 1985 und 1986), Astrid Benöhr (vielfache Mehrfach-Ultra-Triathlon-Weltrekordlerin), Karl-Heinz Morath (Sieger des Triathlon des Neiges in Grenoble 1985 gegen Mark Allen), Otto Hoter, Thomas Wehner, Elke Oetermann, Heide Schlösser, Sven Riedesel, Guido Geis, Sonja Mero, Ralf Dommermuth, Jörg Klocke, Jutta Schulte, Niels Nagel, Klaus Riemke, Sue Turner, Ulrike Wefers, Petra Sander und der International renommierte Sozialautor Günter Wallraff.

Neben der alljährlichen Teilnahme 1984-1991 am legendären Triathlon International de Nice (Ironman France), der inoffiziellen Profi-Weltmeisterschaft in Nizza über 4 km Schwimmen, 120 km Radfahren und 30 km Laufen und am Internationalen Triathlon Avignon (Südfrankreich) mit jeweils einem Dutzend Nonstop-Aktiven machten erfolgreiche Platzierungen bei sämtlichen Deutschen-, Europa- und HAWAII-Triathlonmeisterschaften zwischen 1984 und 1990 den Club Nonstop Köln International bekannt.

Nach 1989[Bearbeiten]

Nach Ablauf der Adidas-Sponsorschaft Ende 1989 und Verlegung der Nonstop-Geschäftsstelle in den neuen Triathlon-Shop Non Plus Ultra (von diesem Zeitpunkt an auch der Basis-Sponsor des Nonstop) vom Nonstop-Vorsitzenden Wilfried Hermann Reichel verringerte sich die Mitgliederschaft des Nonstop kontinuierlich bis zu einer festen Basis von ca. 120 Nonstop-Mitgliedern. Aus dem Nonstop Köln entstehen durch diese Austritte zwei eigenständige Kölner Triathlonvereine: 1990 das "Tri-Team 90 e.V" und 1991 der "Tri-Connection e.V". Durch diese Neugründungen und den drei bereits etablierten Vereinen "Triathlon-Team Uni Köln e.V.", "Trident Köln e.V.", "Triathlon Nonstop Köln e.V." und den dreizehn weiteren Triathlon-Abteilungen alteingesessener Kölner Einzelsportvereine wird Köln zur Triathlon-Hochburg in Europa.

Non plus ultra führte mit dem Nonstop von 1992-1995 elf überregional beworbene Ausdauersport-Veranstaltungen in Köln durch: 4-mal den 10 km-Lauf um den Aachener Weiher/Köln um das Museum für Ostasiatische Kunst(1992-1995), 4-mal die Duathlon-Stadtmeisterschaften Köln am Fühlinger See (1992-1995, 1992 und 1993 auch Qualifikation für die Westdeutschen Duathlon-Meisterschaften)und dreimal die Triathlon-Stadtmeisterschaften Köln am Fühlinger See (1993-1995).

1990 war Non plus ultra erster deutscher Gastgeber für Triathlon-Weltmeister und Nonstop-Ehrenmitglieder Mark Allen und Ehefrau Julie Moss im Rahmen einer Aktion Sorgenkind (Aktion Mensch) im Non plus ultra in Köln.Anlässlich dieses Köln-Besuches wurden Mark Allen und Julie Moss im Historischen Rathaus der Stadt Köln vom Kölner Bürgermeister empfangen und trugen sich in das Goldene Gästebuch der Stadt Köln ein.

Ebenfalls sponserte Non plus ultra den Club mit jährlichen Werbemaßnahmen in Sportjournalen, Kalender-Centerfolds und auf Groß-Displays, in denen die Nonstop-Mitgliederschaft vor wechselnden Köln-Panoramen thematisch-zeitrelvant überregionale Werbung für den Triathlonsport realisierte. Elf der Nonstop – Non plus ultra -Groß-Displays wurden Ende 1996 dem Historischen Archiv der Stadt Köln gestiftet. Neun weitere Displays wurden Anfang 2008 dem Verein für Kölner Sportgeschichte gestiftet.[1] Zu diesem zweiten Display-Konvolut an den Verein für Kölner Sportgeschichte gehören auch vier FAIR GEHT VOR-DIN A 0-Displays mit den bekannten Sportlern Jürgen Zäck, Sonja Krolik, Heike Henkel und Ehemann Rainer Henkel, der 1991 der prominenteste NONSTOP-Zugang war.

Anlässlich des Radrennklassikers Rund um Köln pedallierten 1991-1995 jeweils 22 Nonstop-Triathleten überregional-werbewirksam auf 4 Radrollen auf der Plastik Ruhender Verkehr von Wolf Vostell im Start-Zielbereich des Radrennens am Kölner Rudolfplatz. Diese von Non plus ultra konzipierte, alljährliche Werbeaktion für die Sportart Triathlon wurde 1993 durch die Zusammenarbeit mit dem Bananensprayer Thomas Baumgärtel künstlerisch bereichert, indem Thomas Baumgärtel eine gelbe, 60 qm-große Plane mit 3.333 Graffiti-Bananen besprühte, welche während des Rennens als Schutz über die Plastik drapiert und 1996 dem Fundus des Historischen Archivs der Stadt Köln zusammen mit den Groß-Displays unter Bestands-Nr. 1545 gestiftet wurde. Diese Hommage an die liebste Frucht der Triathleten bei Training und Wettkampf karikiert ambivalent die landläufige Meinung "...Triathlon ist voll Banane und eine Sportart für Grenzgänger und Bekloppte..." und findet anlässlich des 10. Nonstop-Gründungs-Jubiläumsphotos 1993 mit drei Tonnen Bananenfrüchten auf der Kölner Hohenzollernbrücke seinen analogen Vorläufer (Aufnahme vom September 1992).

Am 31. März 1996 beendete der 1. Kölner Triathlon-Spezialist Non plus ultra seine Geschäftstätigkeit. Seitdem besitzt der Verein keinen Basissponsor und keine laufende Geschäftsstelle mehr.

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

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