Torsten Krutsch

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Torsten Krutsch (* 31. August 1943 in Kuttenberg) ist ein deutscher Maler und Grafiker.

Leben[Bearbeiten]

Krutsch begann während der Schulausbildung als Autodidakt zu malen. Von 1971 bis 1973 absolvierte er eine Offsetdruckerlehre in der Stadt Lauterbach. Seine erste Ausstellung hatte er anlässlich der 750-Jahrfeier in der hessischen Stadt Grünberg im Juni 1972.

Von 1974 bis 1976 absolvierte er das Laubach-Kolleg in Laubach und erreichte die Allgemeine Hochschulreife. In diesen Jahren belegte er den „Leistungskurs Kunst“ unter der Leitung der Kunstdozentin Frau Ursula Vaidja. Im August 1976 wurden zum Abschluss der Ausbildung die Bilder von Frau Vaidja und Krutsch in einer gemeinsamen Ausstellung gezeigt.

Von 1977 bis 1984 studierte er an der TH Darmstadt Drucktechnik, Grafik, Design und Buchkunst und schloss es mit dem Ersten Staatsexamen ab. Von 1984 bis 1986 absolvierte er an der Peter-Behrens-Schule in Darmstadt das Zweite Staatsexamen und wurde zum Studienrat ernannt. Als Studienrat lehrte er an der gewerblichen Berufsakademie Heidenheim in den Bereichen „Drucktechnik“ und „Neue Kommunikationstechnik“ und war als Dozent in der Lehrerfortbildung tätig. Als Abteilungsleiter für innovative Drucktechnik organisierte er in der Berufsakademie das Forum Satz-Repro-Druck. Er konnte innerhalb des Forums führende Herstellern der graphischen Industrie wie Heidelberger Druckmaschinen AG, manroland, Matrix Vision GmbH, AGFA, Kodak und andere zur Umsetzung des Desktop-Publishing gewinnen. Er trat auf Einladung der Hersteller bei Industriemessen als Gastdozent auf. Während dieser Zeit hatte er Personalausstellungen innerhalb Deutschlands.

1999 zog er mit seiner Familie nach Italien. In Castiglione della Pescaia in der Toskana widmete er sich ausschließlich dem künstlerischen Schaffen. Die Thematik der ersten Schaffensperiode bis 2007 war den toskanesischen Landschaften (Paesaggi) insbesondere der Maremma gewidmet.

Ab 2008 begann er mit der Umsetzung zeitgenössischer Themen. Die Bilder wurden 2009 unter dem Motto: „Questa e la Vita“ (So ist das Leben), in der Galerie „La Telaccia“ in Turin ausgestellt. M. Mali, Kunstkritiker aus Turin stellt den Künstler und sein Werk folgendermaßen dar:„…Das bestimmende Element in den Ausführungen des Künstlers Krutsch ist ohne Frage die Emotion zwischen der künstlerischen Umsetzung seiner Ideen, der Farben, seiner fantasievollen Formen, der Darstellungen von Gemütszuständen und der im Gesamtwerk handelnden „Geschöpfe“. So kreiert er seine eigene „malerische Welt“ , die er selbst als ‚Kaleidoskopie‘ bezeichnet. Ein Kaleidoskop kennt man normalerweise als Kinderspielzeug, bei dem Farben und Formen mit Hilfe von optischen Spiegelungen und Brechungen zu neuen, reizvollen Mustern angeordnet werden. Der typische flächige Stil des Malers, der keine Schattierungen, Verwischungen und Übergänge, sondern nur nebeneinander gesetzte einfarbige Flächen kennt erinnert ein wenig an „Malen nach Zahlen“. Der Künstler selbst führt seine Technik auf den Einfluss farbiger Mosaike in Kirchenfenstern zurück ….“ (Auszug).

2006 begann er mit der Metamorphose von Bild und Musik, angeregt auch durch seinen Schwager, den Jazz-Saxoponisten Lee Konitz.

Von 2010 an entwickelte er das Projekt: „Liedermaler interpretiert Liedermacher- Krutsch, Wecker, Wader-In aller Deutlichkeit“. 28 Lieder der ihm nahestehenden Liedermacher Konstantin Wecker und Hannes Wader wurden als „Krutschs Hörbilder“ umgesetzt.

2012 startete er sein Projekt: „Mama Blues e suoi bimbi“ (Mama Blues und ihre Kinder), bestehend aus 15 Bildern. Aus diesem Projekt wurde das Bild „Wild Cat Blues“ auf der XXXI Premio Firenze ausgezeichnet.

Krutsch arbeitet und lebt in Marina di Grosseto, Toskana , Italien.

Auszeichnungen[Bearbeiten]

  • 2013 Florenz, Preisträger des Wettbewerbs : XXXI Premio Firenze, Centro Culturale Firenze-Europa 'Mario Conti

Ausstellungen (Auswahl)[Bearbeiten]

  • 2002 Castiglione della Pescaia, (Italien) Palazzo nuovo municipio di Castiglione della Pescaia, „La mostra colletiva dei pittori castiglionesi“ (Kollektivausstellung)
  • 2006 Castiglione della Pescaia, (Italien) Palazzo nuovo municipio di Castiglione della Pescaia
  • 2007 Castiglione della Pescaia, (Italien) PEO BAR
  • 2007 Castiglione della Pescaia, (Italien) Palazzo nuovo municipio di Castiglione della Pescaia
  • 2009 Turin, Galerie „La Telaccia“
  • 2009 Reggio nell’Emilia (Italien), Kunstmesse „Immagina ARTE in fiera“
  • 2010 San Remo (Italien), San Remo Sotto L’Arte, Palazzo Palafiori
  • 2010 Grosseto (Toskana), Centro Dokumentazione Comune Grosseto, Arti Visive
  • 2012 Grosseto (Toskana), Centro sociale della Fondazione il Sole
  • 2013 Teilnahme am Wettbewerb der „XXXI Premio Firenze“ des Centro Culturale Firenze-Europa ‘Mario Conti’
  • 2014 Florenz, Palazzo Bastogi; Ausstellung der Preisträger der „XXXI Premio Firenze“

Literatur (Auswahl)[Bearbeiten]

  • M. Mali, Kritik zur Ausstellung von T. Krutsch in Questa e la Vita in: Corriere dell’Arte vom 22. März 2009.
  • Katrin Wegener: Ich male, weil ich ein Bild hab. in: Wall Street International vom Mai 2012.
  • Pistolesi: Artisti della Maremma. ISBN 978-88-6039-300-5.
  • Roland Rottenfußer: Der Liedermaler.

Weblinks[Bearbeiten]


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