Thumbtack Jack

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Alexander Bedranowsky
Daten
Ringname(n) Thumbtack Jack
Lil' Illicit
Assassin Invisibilus
Organisation Westside Xtreme Wrestling
Körpergröße 178 cm
Kampfgewicht 82 kg
Geburt 21. Juli 1985
Gräfelfing, DeutschlandDeutschland Deutschland
Wohnsitz Passau, Deutschland
Trainiert von Big Sick Ben, Chris The Bambikiller, HATE, SigMasta Rappo, Thomas Blade
Debüt 4. August 2001
Ruhestand 2. Oktober 2010

Alexander Bedranowsky (* 21. Juli 1985 in Gräfelfing), auch bekannt unter seinem Ringnamen Thumbtack Jack (dt: Reißzwecken-Jack), ist ein ehemaliger deutscher Wrestler. Der 1,78 Meter große Bedranowsky wog während seiner aktiven Zeit 82 kg und war vor allem im Hardcore Wrestling tätig.

Biografie[Bearbeiten]

Bedranowsky traf im Alter von 15 Jahren den Wrestlingcoach Thomas „Blade“ Weber und debütierte als Sechzehnjähriger im Wrestling. Obwohl er zu diesem Zeitpunkt noch Schüler an einem Gymnasium war,[1] etablierte er sich als Hardcore-Wrestler und war vor allem in den deutschen Ligen „German Stampede Wrestling“ (GSW) und „Westside Xtreme Wrestling“ (wXw) aktiv.[2] Dort entwickelte Bedranowsky auch sein psychopathisches alter ego „Thumbtack Jack“ (dt: Reißzwecken-Jack), dessen Signaturwaffe Spritzen sind. Laut eigener Aussagen wurde dieser Gimmick vom Splatter-Horrorfilm Saw II und „einige[n bei ihm] real existierende[n] Charakterzüge[n]... die auf die Spitze getrieben sind“ inspiriert.[1] Mit dieser Aufmachung rang er mehrere Jahr erfolgreich in der deutschen Hardcore-Wrestling-Szene und war vor allem in Hardcore Matches gegen seinen Freund „HATE“ (Peter Wiechers) oder „Mad Cow“ (Sander Rijnders) zu finden. Er fehdete erst mit „Steve Douglas“ (Steffen Leichsenring) und „Alex Pain“ (Alexander Pohl), bevor er mit ihnen ein Team bildete.

2006 erlitt Bedranowsky einen Kreuzbandriss und war fast ein Jahr außer Gefecht. Im Jahr 2008 wagte er den Sprung ins amerikanische Hardcore-Wrestling und war dort in den Ligen „IWA East-Coast“ und „Combat Zone Wrestling“ (CZW) aktiv. Dort holte er auch seinen ersten bedeutenden Turniersieg bei den IWA East-Coast Masters of Pain Tournament in South Charleston. Er gewann zwischen 2008 und 2009 mehrere Hardcore-Turniere, von denen viele „electrified Lighttubes & Panes of Glass Death“-Matches waren, d.h. die Kombattanten bekamen (bis zu 200) geladene Leuchtstoffröhren und Glasscherben als Waffen.

Am 2. Oktober 2010 stürzte Bedranowsky bei einem missglückten Ringmanöver ungeschützt mit der Schädeldecke auf den Ringboden. Trotz heftigster Schmerzen rang er noch rund 20 Minuten weiter. Im Krankenhaus wurde anschließend ein Bruch des Brustwirbels diagnostiziert. Am 4. Oktober 2010 beendete Bedranowsky seine Karriere mit sofortiger Wirkung. Er führte aus, dass sein Körper nach „Kreuzbandrissen in beiden Knien, einem seit sechs Jahren gebrochenen Schlüsselbein, zahlreichen Gehirnerschütterungen und [geistigen] Aussetzern aus dem Nichts... im Eimer sei“.[3] Kurz darauf erklärte die wXw, Bedranowsky in die „wXw Hall of Fame“ einzuführen.[4]

Turniersiege[Bearbeiten]

  • Masters of Pain 2008 (29. November 2008)
  • wXw Gorefest II (4. April 2009)
  • CZW Tournament of Death 8 (6. Juni 2009)
  • GSW Breakthrough Title Tournament 2009 (27. Juni 2009)
  • CZW Tournament of Death 8.5 (25. Oktober 2009)
  • wXw Hall of Fame[4]

Privatleben[Bearbeiten]

Bedranowsky absolvierte parallel zum Start seiner Wrestlingkarriere sein Abitur und studierte an der Universität Passau „Medien und Kommunikation“. Er lebt straight edge, d.h. lehnt Alkohol und Drogenkonsum ab.

Bedranowsky meint, dass sich während seiner aktiven Zeit sowohl Eltern als auch Freundin mit seinem schmerzhaften und blutigen Job „abgefunden“ hätten, auch wenn es vielen „krass“ vorgekommen sei und ihnen die ständig zunehmenden Narben „so langsam genug“ gewesen seien.[5]

Fernsehauftritte[Bearbeiten]

Alexander Bedranowsky war in mehreren Nachmittagsshows zu sehen und stellte unter anderem in der Gerichtsshow Alexander Hold einen Angeklagten dar. Außerdem spielte er in der Folge 236 der ersten Staffel der Serie Im Namen der Gerechtigkeit, einen jugendlichen Entführer.[6]

Veröffentlichungen[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. 1,0 1,1 WrestlingFever.de Interview | Thumbtack Jack, wrestlingfever.de
  2. Charakterverlauf von Thumbtack Jack, cagematch.de
  3. Deutscher Wrestler bricht sich im Ring die Wirbelsäule, express.de
  4. 4,0 4,1 3 Hall of Fame-Einführungen am 4. Dezember, wxw-wrestling.com
  5. Interview mit Thumbtack Jack, screwjob.de
  6. www.sat1.de: Im Namen der Gerechtigkeit – Doppeltes Spiel, abgerufen am 3. November 2014

Weblinks[Bearbeiten]

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