Thomas Mayr (Schriftsteller)

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Thomas Maria Mayr (* 1955 in Köln) ist ein deutscher Psychiater, Ethnologe und Autor.

Leben[Bearbeiten]

Mayr wuchs in Koblenz auf und studierte Ethnologie, Pädagogik und Medizin an der Universität Mainz. 1981 und 1982 führte er eine Feldforschung bei den Paez und Guambiano in Kolumbien durch. Das Studium schloss er 1984 mit dem Magister Artium (M.A.) ab. Es schlossen sich mehrere Forschungsaufenthalte (zwischen 1989 und 2010) in Ruanda zur traditionellen Medizin an. Des Weiteren engagierte er sich langjährig in der Menschenrechtsarbeit (u.a. Gesellschaft für bedrohte Völker).

1986 wurde er als Arzt approbiert, 1986 wurde er in Psychosomatischer Medizin bei Sven Olaf Hoffmann an der Universität Mainz promoviert. Er bildete sich zum Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie (1995) sowie zum Facharzt für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie (1998) weiter. Seit 1996 ist in Göllheim niedergelassen.

Er war Mitglied im VS Rheinland-Pfalz, ist Mitglied im Literarischen Verein der Pfalz sowie Gründungsmitglied des Donnersberger Literaturvereins und dessen 1. Vorsitzender seit 2012. Ferner ist er Mitorganisator der alle zwei Jahre stattfindenden Donnersberger Literaturtage und Juror bei der Vergabe des Susanne-Faschon-Preises. Er schreibt Lyrik, Hörspiele und Kurzprosa. Mayr lebt in Kirchheimbolanden.

Werke[Bearbeiten]

Als Arzt und Ethnologe[Bearbeiten]

Bücher:

  • Unterdrückung und indianischer Widerstand in Kolumbien. Das Beispiel des CRIC (Regionaler Indianerrat des Cauca). Gesamthochschulbibliothek Kassel 1985, ISBN 3-88122-249-9.
  • Hysterische Körpersymptomatik. Eine Studie aus historischer und (inter)kultureller Sicht. VAS – Verlag für Akademische Schriften, Frankfurt am Main 1989, ISBN 3-88864-020-2 (Dissertation).

Aufsätze/Buchkapitel:

  • Für eine ethnomedizinische Schweigepflicht. In: Curare. Bd. 5 (1982), H. 2, S. 71–73; nachgedruckt und kommentiert in: Curare. Bd. 37 (2014), H. 4, S. 306–309.
  • Rwanda: traditionelle Medizin in der Offensive? In: Curare. Bd. 13 (1990), H. 3, S. 147–160.
  • Forscher und Erforschte. Strukturelle Beziehungen im Feld. In: Ethno Reader. Bd. 1, 1990, S. 11–26.
  • Die Medizinische Versorgung in Ruanda. In: Ulrich Löber, Elisabeth Rickal (Hrsg.): Ruanda. Begleitpublikation zur gleichnamigen Wanderausstellung des Landesmuseums Koblenz. Pfälzische Verlagsanstalt, Landau 1991, S. 267–279.
  • Frühe Kindheit in Ruanda. In: Christine Gottschalk-Batschkus, Judith Schuler (Hrsg.): Ethnomedizinische Perspektiven zur frühen Kindheit. VWB – Verlag für Wissenschaft und Bildung, Berlin 1996, S. 21–36.
  • Der Gebrauch von Indikatorsubstanzen in der traditionellen Medizin Ruandas. Eine kritische Anmerkung zum Therapiebegriff in der Ethnomedizin. In: Curare. Bd. 21 (1998), H. 2, S. 163–169.
  • Die „sobezeichnete Hysterie.“ Medizinalanthropologische Betrachtung eines nosologischen Konstrukts. In: Gunter Wahl, Wolfram Schmitt (Hrsg.): Besessenheit und Hysterie. Weinsberger Gespräche zur Geschichte der Seelenheilkunde. Verlag Kommunikative Medien und Medizin, Reichenbach 2001, S. 139–152.

Als Schriftsteller[Bearbeiten]

Autor

Herausgeber

  • mit Waltraud Amberger: ZimmerLautStärke. Schülertexte zu den Donnersberger Literaturtagen 2007 und 2009. Geest-Verlag, Vechta 2009, ISBN 978-3-86685-243-3.
  • Aufbruch. Die Texte der Preisträger zu den Donnersberger Literaturtagen 2011 und 2013 – Schüler als Autoren. Geest-Verlag, Vechta 2013, ISBN 978-3-86685-436-9.

Auszeichnungen[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

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