Tauchertropfen

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Tauchertropfen mit Glaspipette im Schraubverschluss. Diese Rezeptur (siehe Etikett) wurde zur Pflege einer Radikalhöhle verschrieben

Unter Tauchertropfen werden verschiedene Rezepturen von Tropfen zur äußern Anwendung im Gehörgang zusammengefasst. Sie dienen zum Aufweichen und Lösen von Verschmutzungen (u.a. Salzkrusten wie sie nach dem Tauchen durch abtrocknen von Salzwasser entstehen - daher der Name) und Ohrenschmalz. Außerdem wirken sie desinfizierend und bilden im Gehörgang ein saures Milieu das Bakterienwachstum hemmt. Sie beugen damit Entzündungen vor und können den Heilungsprozess bei Entzündungen fördern.

Je nach Rezeptur werden Tauchertropfen auch zur regelmäßigen Pflege von Radikalhöhlen eingesetzt. Dies geschieht durch komplettes befüllen der Höhle mit den Tropfen in Seitenlage ("Ohrbad"). Ein vorwärmen der Tropfen auf Körpertemperatur (z.B. in des Achselhöhle) ist sinnvoll, da das Gleichgewichtsorgan bei den Betroffenen meist empfindlich auf Kältereiz reagiert.

Je nach Anlage der Höhle wird der sich bildende Ohrenschmalz nicht selbstständig aus der Höhle nach außen geschoben - der Ohrenschmalz muss dann vom HNO-Arzt mechanisch entfernt werden. Dies geht wesentlich schonender, wenn das Ohrenschmalz durch die Tropfen aufgeweicht ist.

Kontraindikationen sind Perforation des Trommelfells und Überempfindlichkeit gegen einen oder mehrere der Inhaltsstoffe.

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