Tahir Chaudhry

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Filmvorführung in Wien - Tahir Chaudhry (Mitte)

Tahir Chaudhry (* 11. Dezember 1989 in Rendsburg) ist ein deutscher Blogger, Journalist und Dokumentarfilmer indischer Herkunft.

Wirken[Bearbeiten]

Tahir Chaudhry studiert Islamwissenschaft und Geschichtswissenschaft an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel. Seit Juli 2011 betreibt er seinen eigenen Blog und veröffentlicht regelmäßig für diverse deutschsprachige Zeitungen und Blogs.[1]

2011 wurde er vom Landesparlament Schleswig-Holstein mit Integrationspreis in der Kategorie Ehrenamt für sein Engagement als Produktionsleiter des Talk-Formats Islam im Brennpunkt ausgezeichnet. Islam im Brennpunkt ist eine monatliche Fernsehsendung im Offenen Kanal Flensburg, die von einem Team junger Migranten/innen gestaltet wird. Die Sendung soll über den Islam aufklären und Vorurteile abbauen. Sie soll aber auch ein Informationsangebot für Muslime außerhalb von Moscheen darstellen.[2][3]

Im Januar 2012 reiste er mit einer Exkursionsgruppe der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel nach Tunesien, um die politische Lage des Landes ein Jahr nach der Revolution zu analysieren. Höhepunkt der Exkursion war ein Treffen mit Rachid al-Ghannouchi, Vorsitzender der Ennahda Partei – Wahlsieger der ersten demokratischen Wahl in Tunesien nach dem Sturz von Ex-Diktator Zine el-Abidine Ben Ali. Anschließend veröffentlichte er im Februar 2012 das Interview mit dem Parteiführer.[4][5]

2012 produzierte Tahir Chaudhry den Dokumentarfilm Die Kriegstrommel, der sich mit den schwelenden Krisen des Nahen Osten: dem Israel-Iran Konflikt und dem Bürgerkrieg in Syrien auseinandersetzt. Wo hingegen Die Kriegstrommel versucht einen wertneutralen Einblick in das Krisengebiet zu geben, verurteilt Tahir Chaudhry in seinen Publikationen deutlich die Ungerechtigkeiten in der Weltpolitik. Er kritisiert die Interventionspolitik der westlichen Staaten und wendet sich gegen die Durchsetzung der eigenen Interessenpolitik auf Kosten der Moral. Außerdem warnt er vor der Blockbildung und Rüstungswettlauf, der in einer globalen Katastrophe enden könnte. Auch wirbt er für eine differenzierte Sicht; vor allem auf den Bürgerkrieg in Syrien.[6][7]

Seit der Veröffentlichung seines Dokumentarfilms reist er durch den deutschsprachigen Raum, um Die Kriegstrommel in verschiedenen Einrichtungen zu präsentieren. Die Kriegstrommel wurde mittlerweile in Flensburg, Kiel, Hamburg, Berlin, Jena, Bonn, Frankfurt, Darmstadt und Wien präsentiert. Darunter auch in der Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main, in der Friedrich-Ebert-Stiftung in Bonn oder im Institut für Friedensforschung und Sicherheitspolitik in Hamburg. Daneben trifft Tahir Chaudhry von Zeit zu Zeit Landtagsabgeordnete, Bundestagsabgeordnete, Europaabgeordnete und Botschafter, um die Kernbotschaft des Film für mehr Frieden, mehr Diplomatie und mehr Gerechtigkeit zu vermitteln.[8]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]