Sven Spiegelberg

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Sven Spiegelberg (* 1954) ist ein Schweizer Maler und Autor.

Inhaltsverzeichnis

Leben[Bearbeiten]

 
Sven Spiegelberg als junger Maler in Burgund, 1988
 
Sven Spiegelberg in seinem Atelier in Bözberg/CH, 2009

Spiegelberg besuchte das Lehrerseminar in Wettingen und studierte anschließend Literatur- und Kunstwissenschaften in Zürich und Paris. Es folgten Arbeiten über Charles Baudelaire und Rainer Maria Rilke zur literarischen „Figur des Seiltänzers als Metapher der künstlerischen Existenz.“ 1989 promovierte er in Zürich über die Schweizer Schriftsteller Hermann Burger, Paul Nizon, E. Y. Meyer und Gerhard Meier.

Anschließend arbeitete er als Journalist für Die Weltwoche und als Reiseleiter. Dabei entdeckte er die Freude an der künstlerischen Umsetzung von Reiseimpressionen mit Aquarellfarben. Seit 1985 arbeitet er hauptberuflich als Kunstmaler. Gegenwärtig wohnt er in Campagnano (Maccagno, Lago Maggiore, Italien) und Baden (Schweiz), wo er sich im historischen Haus zum Seiltänzer eingerichtet hat und seine eigene Galerie führt.

Werk[Bearbeiten]

 
”Venezia Carnevale”
 
“Time traveller“

Spiegelberg ist Vertreter einer nachabstrakten, symbolischen Malerei. Auch setzt er symbolhaft Elemente aus seinem Literaturstudium um. Seine Themen reichen von Reiseimpressionen und farbintensiven Stillleben bis zu symbolischen Motiven, die sich mit dem Menschen, ausgesetzt in der Zeitlichkeit, befassen. Immer wieder ist es der Seiltänzer, der zum Leitmotiv seiner Kunst wird: Symbol der oft schwierigen Balancefindung zwischen Gefühl und Verstand, Chaos und Ordnung, aber auch Freiheit und Abhängigkeit.

Er malte zu Beginn vorwiegend in Aquarell-Technik, später kamen weitere Techniken hinzu (Öl, Acryl, Tusche, Airbrush). Auch heute noch ist die Aquarell-Technik die Grundlage vieler Bilder. In seinen Werken wechselt er immer wieder zwischen figürlichen und abstrakten Motiven.

Das Halboriginal ist eine Variante seiner Werke, die von Sven Spiegelberg entscheidend geprägt wurde. Hierbei wird das Original auf Büttenpapier reproduziert und anschließend im Sinne des Bildes beziehungsweise des Bildgedankens erweitert, in das Passepartout und teilweise in den Rahmen hinein.

Veröffentlichungen[Bearbeiten]

  • Diskurs in der Leere: Aufsätze zur aktuellen Literatur der Schweiz
  • Tanz- und Seiltänzerisches bei Rilke und Baudelaire: komparatistische Untersuchung über die ästhetischen Dimensionen der Figur des Saltimbanque

Weblinks[Bearbeiten]

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