Strux 90/40

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Strux 90/40 (Allgemeine bauaufsichtliche Zulassung Nummer: Z-3.73-1937) ist eine alkalibeständige Bewehrung aus speziell formulierten Makro Kunststofffasern als Betonzusatzstoff nach DIN EN 206 in Verbindung mit DIN 1045-2 bzw. DIN 1045 als statisch wirksame Bewehrung zur Rissbreitenkontrolle in Festbeton mit hohem Elastizitätsmodul und hoher Festigkeit, die Transport- und Fertigteilbetonen beim Anmischen zugegeben werden können. STRUX 90/40 kontrolliert die Bildung und Ausbreitung von Rissen, die durch plastisches Früh- und Trockenschwinden hervorgerufen werden. STRUX 90/40 wird als Alternative zu Betonstahlmatten- und Stahlfaserbewehrungen eingesetzt. Die Wirksamkeit ist Gegenstand der allgemeinen bauaufsichtlichen Zulassung der PPE-Fasern „STRUX 90/40“ als Betonzusatzstoff. Beton mit der maximal zulässigen Zugabemenge von 7,5 kg/m3 ist als nicht brennbarer Baustoff (Baustoffklasse DIN 4102-A2 nach DIN 4102-1:1988-05, Abschnitt 5.2 einzustufen.

Anwendungsbereiche[Bearbeiten]

  • Betonfußböden
  • Betonfertigteile

Hinweis[Bearbeiten]

STRUX 90/40 ist als Ersatz für Stahlbewehrungen nur in den oben genannten Anwendungsbereichen vorgesehen. Bauprodukte, bei denen die Festigkeitseigenschaften der Fasern statisch in Rechnung gestellt werden, bedürfen einer gesonderten allgemeinen bauaufsichtlichen Zulassung.

Zugabemengen[Bearbeiten]

Die Zugabemenge von STRUX 90/40 richtet sich nach dem jeweiligen Anwendungsfall. Sie ist auch abhängig von den geforderten Eigenschaften, die der ausgehärtete Beton haben soll, und variiert zwischen 2,3 und 7,5 kg pro m3 Beton.

Technische Daten[Bearbeiten]

  • Material: Polypropylen/ Polyethylen
  • Maximal zulässige Zugabemenge: 7,5 kg/m3
  • Dichte bei 20°C: 0,92 kg/dm3
  • Querschnitt: Rechteckig
  • Schnittlänge: 40 mm
  • Einzelfaser: 1,4 x 0,1 mm2
  • Absorption (Wasser): Keine
  • Elastizitätsmodul: >_ 9.500 N/mm2
  • Zugfestigkeit: >_ 620 N/mm2
  • Schmelzpunkt: 160 °C
  • Entzündungstemperatur: 590 °C
  • Trockenhitzebeständigkeit: > 110 °C
  • Basen-, Säure-, Salzbeständigkeit: Hoch

Anforderungen an die Betonrezeptur und das Einmischen[Bearbeiten]

Der Einsatz von STRUX 90/40 kann die Verwendung von Fließmitteln aus der ADVA® - Produktfamilie erfordern, um die gewünschte Konsistenz des Betons einzustellen. Eine geringe Erhöhung des Gesteinskörnungsanteils kleiner 4 mm und des Bindemittelgehalts kann ggf. erforderlich sein. In Transportbetonanwendungen sollte die erforderliche Zugabemenge von STRUX 90/40 Kunststofffasern vor Ladung des Betons in die Trommel des Fahrmischers gegeben werden. Nach der Zugabe der Fasern beträgt die Nachmischzeit im Fahrmischer 1 Minute pro m3 Beton, mindestens jedoch 5 Minuten bei hoher Drehgeschwindigkeit, damit eine ausreichende Verteilung der Fasern im Beton gewährleistet ist. Wir empfehlen dringend die Beachtung des Merkblattes „STRUX 90/40 Richtrezepturen, Faserzugabe, Mischen, Einbau und Oberflächenbearbeitung“.

Vorteile[Bearbeiten]

  • Kontrolliert die Rissbildung durch Trockenschwindung, indem die Ausbreitung von Mikrorissen aufgehalten wird, wodurch sich Bruchzähigkeit und Dauerhaftigkeit des Betons verbessern.
  • Kann als Alternative für schlaffe Bewehrung- und Stahlfaserbewehrungen eingesetzt werden
  • Wird gleichmäßig im ganzen Betongefüge verteilt, sodass die Betonbewehrung anders als bei Betonstahlmatten nicht falsch verlegt werden kann.
  • Erhöht die Bruchenergie, Schlagfestigkeit und Ermüdungsbeständigkeit des Betons, wobei sich für Re,3(Verhältnis der äquivalenter Biegezugfestigkeit bis zu 3 mm Durchbiegung zur Biegezugfestigkeit) zuverlässig Werte von über 30 % erzielen lassen (siehe hierzu die dritte Auflage des Technischen Berichts TR34 des britischen Betonvereins).
  • Macht einen Arbeitsschritt (die Verlegung von Betonstahlmatten) überflüssig, wodurch der Baufortschritt beschleunigt wird.
  • Betonstahlmatten müssen auf der Baustelle weder gelagert noch transportiert werden, sodass hierfür weder Kosten noch Platzbedarf entstehen.
  • Keine Gefahr von Unfällen und Verletzungen des Baustellenpersonals durch Entfall des Transports und Verlegens von Betonstahlmatten.
  • Fahrmischer können direkt bis zur Einbaustelle heranfahren und den Beton auf den Boden entladen, wodurch die Kosten für Betonpumpen reduziert werden oder ganz entfallen können.
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