Steven Slater

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Steven Slater ist ein US-Amerikanischer Flugbegleiter, der eine Auseinandersetzung mit einem Passgier hatte und abrupt über die Notrutsche ausstieg. Dieses Ereignis geschah auf dem JetBlue Airways Flug 1052 von Pittsburgh zum New York City's John F. Kennedy International Airport, kurz nachdem das Flugzeug am 9. August 2010 um 11.45 Uhr in New York City gelandet war.

Vorfall[Bearbeiten]

Der JetBlue Flug 1052 rollte aus, um auf dem JFK Airport anzuhalten. Während dessen stand ein Passagier auf, um seine Tasche von der Gepäckablage herunterzuholen, und Slate forderte den Passagier auf sitzen zu bleiben, wurde jedoch von der Reisetasche des Passagier auf den Kopf getroffen, als diese aus der Gepäckablage herunterfiel. Als Slater den Passagier aufforderte, sich zu entschuldigen, beschimpfte ihn der Passagier in vulgärer Art.[1]

Laut einem anderen Passagier, antwortete Slater in Vulgärsprache über die Sprechanlage des Flugzeuges, und fügte am Ende hinzu: "Ich war zwanzig Jahre in diesem Beruf tätig. Und das war's. Mir reicht es." ("I've been in this business 20 years. And that's it, I'm done.")[2] Er aktivierte dann die Notrutsche, schnappte sich zwei Bier und rutschte die Notrutsche herunter.[3] Gemäß Zeugenaussage rannte Slater dann zu seinem Auto und fuhr nach Hause nach Belle Harbor im New Yorker Stadtteil Queens.[4]

Haft und Kaution[Bearbeiten]

Noch am selben Tag wurde Slater zu Hause verhaftet[5] und wegen grober Unfug zweiten und vierten Grades, rücksichtlose Gefährdung ersten und zweiten Grades und kriminellen Hausfriedensbruchs dritten Grades angeklagt.[6] Slater bekannte sich der Anklagepunkte schuldig. Da er die Kaution von 2.500 US-Dollar nicht aufbringen konnte, wurde er im Vernon C. Bain Correctional Center, einem Gefängnis in der South Bronx, einer schwimmenden Barge, eingesperrt.[6] Die Kaution wurde am 10. August gestellt und er kam in derselben Nacht frei. Slaters Anwalt, Howard Turman, sagte, dass Slater niemanden gefährdete, als er die Notrutsche aktivierte.[7]

Die Identität des Passagiers, der die Reisetasche auf Slaters Kopf fallen ließ und ihn vulgär beschimpfte ist derzeit nicht bekannt. Die Richterin Mary O'Donoghue hat eine Verfügung erlassen, um Slater daran zu hindern, den Piloten oder den JetBlue-Beschäftigten, der den Fall untersucht, zu kontaktieren.[6][8][9][10][11][12]

Die Fluggesellschaft JetBlue wurde dafür kritisiert, weil sie 25 Minuten wartete, bevor sie den Behörden den Vorfall anzeigte. Sie wurde auch von der Polizei dafür kritisiert, weil sie sich anfänglich weigerte den Flugbericht auszuhändigen. Sie hat auch die Videos des Vorfalls nicht ausgehändigt, obwohl die Flugbehörde dies verlangte hatte.[13]

Die Flugbehördenpolizei hat bisher vierzig Passagiere befragt, von denen keiner Slaters Geschichte bestätigte.[14]

Verteidigung[Bearbeiten]

Turman hat eine abweichende Version zu Protokoll gegeben, die eine Auseinandersetzung zwischen zwei Frauen über das Verpacken ihres Gepäckes in der Gepäckablage zu Beginn des Fluge in Pittsburgh beschreibt, bei der Slate am Kopf getroffen worden sei. Als das Flugzeug landete, brach der Streit wieder aus, als eine der Frauen, der mitgeteilt wurde, das eine Tasche, die sie beim Auschecken sofort haben wollte, nicht direkt verfügbar war, und Slater wüst beschimpfte.[6]

Turman sagte, dass Slater von den Ereignissen des Trans-World-Airlines-Fluges 800 und den Ereignissen am 11. September 2001 persönlich betroffen war. Der Anwalt merkte an, dass Slater für den Rückflug des Fluges 800 eingeteilt war und viele Freunde durch die Katastrophe verlor. Slater fing mit 19 Jahren an, als Flugbegleiter zu arbeiten. Der Vorfall wurde verursacht durch das rüde Verhalten und den Mangel an Höflichkeit der Passagiere, meinte Turman.

Abweichende Darstellung der Ereignisse[Bearbeiten]

Ein weiblicher Passagier, die 53-jährige Marjorie Briskin, gab eine abweichende Darstellung der Ereignisse während des Fluges zu Protokoll und behauptete, dass die Auseinandersetzung von Slater begonnen wurde. Briskin sagte, dass eine Frau, die vor ihr ging, Slater fragte, wo ihre Reisetasche verstaut war. Die Unterhaltung schien zunächst normal, bis Slater die Frau mit einem Schimpfwort anschnauzte. Briskin bemerkte ein klaffende Wunde an Slaters Kopf. Briskin behautete, dass Slater am Ende des Fluges die Klappen der Gepackablage öffnete und zuschlug und "verstört aussah." Einige andere Passagiere haben auch behauptet, dass Slater am Anfang des Fluges rüde war und sich seltsam benahm, wohingegen andere Passagiere aussagten, dass sie keine Wutausbrüche oder Streitigkeiten bezeugen konnten, und sie keine beleidigenden Ansagen über die Sprechanlage hörten.[15]

Die Polizei hat auch gesagt, dass Befragungen der Passagiere und der Crew annehmen lassen, dass Slater vor dem Flug getrunken haben könnte. Andere Crewmitglieder sagten aus, seine Augen hätte blutunterlaufen ausgesehen und die Passagiere gaben an, dass er während des Fluges getrunken habe.[16]

Ein Flughafenbüroangestellter hat mitgeteilt, dass Passagiere behaupteten, Slater wäre bereit mit der Schnittwunde auf seinem Kopf an Bord gekommmen.[17]

Reaktion der Öffentlichkeit[Bearbeiten]

Eine Facebook-Seite, die zu Ehren Slaters eingerichtet wurde, hatte über 160,000 "likes" bis zum 12. August 2010,[18] und enthielt Kommentare, die seine Handlung lobten und zur Verhaftung der Passagiere aufforderten.[19]

Kurz nach dem Vorfall überschlugen sich die Medien, um ein Interview mit Slater zu erhalten. Marketingmitarbeiter, die vom Hollywood Reporter interviewt worden waren, warnten, dass er zwar im Einklang mit den Leuten als ein Symbol der Rebellion schien,[6] jedoch nur 15 minutes of fame erhalten könnte.[20]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachwiese[Bearbeiten]

  1. Paul Tatnell and AFP: Raging flight attendant makes his own emergency exit. In: Sydney Morning Herald, 10. August 2010. 
  2. Air Steward's Amazing Tantrum Over Rude Flier, The Mirror
  3. Max Read, Did JetBlue Flight Attendant Steven Slater Start the Fight That Led to His Exit? Gawker, 12 August 2010
  4. Irate steward becomes folk hero, Al Jazeera, 12 August 2010
  5. Mary Elizabeth Williams: Steve Slater: Working-class angst goes viral. In: Salon.com, 10 August 2010. Abgerufen am 12 August 2010. 
  6. 6,0 6,1 6,2 6,3 6,4 Tim Minton et al., Fed-Up Flight Attendant Out of Jail, Says He's Appreciative, NBC New York, 11 August 2010
  7. AFP: Angry JetBlue flight attendant has day in court. In: Sydney Morning Herald, 11. August 2010. 
  8. "Fed-Up Flight Attendant Makes Sliding Exit", New York Times, 9. August 2010.
  9. "Flight Attendant Grabs Two Beers, Slides Down the Emergency Chute", Wall Street Journal, 9 August 2010.
  10. Air steward arrested over emergency chute row, BBC, 9 August 2010.
  11. Air steward storms off plane on emergency slide, The Daily Telegraph, 9 August 2010.
  12. "Steven Slater Bail Set at $2,500", New York Daily News, 10 August 2010.
  13. Tamer El: Passengers Say Steve Slater, JetBlue Flight Attendant, Started the Fray - WSJ.com. Online.wsj.com. Abgerufen am 13. August 2010.
  14. Some passengers dispute jetBlue flight attendant Steven Slater's claim that he was provoked. Nydailynews.com. 14. Juni 2010. Abgerufen am 13. August 2010.
  15. El-Ghobashy, Tamer: Passenger: Attendant Started Fray. In: The Wall Street Journal, 12 August 2010. 
  16. Steven Slater, JetBlue Flight Attendant, Possibly Drinking Before Flight - ABC News. Abcnews.go.com. Abgerufen am 13. August 2010.
  17. http://www.cbsnews.com/stories/2010/08/13/earlyshow/main6769324.shtml
  18. Michael Inbar: Flight attendant’s ex: ‘I do not believe he was rude’. In: MSNBC, 12 August 2010. 
  19. Attendant's anger takes flight. In: San Francisco Chronicle, 11 August 2010. Abgerufen am 12 August 2010. 
  20. Georg Szalai, Jetblue folk hero electrifies news media, ad firms, Hollywood Reporter via Yahoo News, 12 August 2010



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