Stefan Sterzinger

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Stefan Sterzinger (* 1957) ist ein österreichischer Musiker, Texter und Entertainer.

Leben[Bearbeiten]

Stefan Sterzinger wurde in Wien im Frauenhospiz als lediges Kind einer Näherin und eines Ungarnflüchtlings geboren. Aufgewachsen in Kleinschönmein im Weinviertel im Rußbachtal, Matura am Erich Fried Realgymnasium in Wien im 9. Bezirk in der Glasergasse. Studium der Sozial und Wirtschaftswissenschaften an der Universität Wien, unvollendete Diplomarbeit(Soziologie). Seit 1986 diverse Kollaborationen zur Umsetzung von künstlerischen, kulturellen und politischen Versuchsanordnungen und Fragestellungen in Text, Musik und Shows. Sterzinger gilt als musikalischer Grenzgänger[1] und Querdenker[2].

Werk[Bearbeiten]

2014 bis 2016: ashanti blue[Bearbeiten]

Anlässlich der Flüchtlingskatastrophe rund um Lampedusa im Sommer 2013 der Versuch einer Bestandsaufnahme zu Exotismus und Xenophobie, Untersuchungen des Fremden aus Wiener Sicht. Transportmittel: Wienerlieder Rock´n Roll mit afrikanischer Attitüde und einem Priserl vom Jazz. Werkzeuge: Gesang, Akkordeon, Kalimba, Gitarre, Keyboard, Baß und Cardboard Beatbox. KollaborationspartnerInnen: Maria Craffonara, Kristian Musser, Thomas Castaneda, Franz Schaden und Jörg Mikula als Sterzinger Experience. Konzerte in Wien(Akkordeonfestival, Porgy & Bess, Sargfabrik, Werk), Salzburg(Winterfest), St.Pölten(Höfefest) etc. Referenzen: Werner Leiss, Concerto[3], Harald Justin, Folker[4], Adolf Goriop, FolkWorld[5] etc.

2014 ff: belofour[Bearbeiten]

Als Ausgangspunkt 4 Akkordeons zwischen Improvisation und Komposition, ein "außer Kontrolle geratener Biosynthesizer, von unergründlichen Algorithmen getrieben" war die Fiktion. KollaborationspartnerInnen: Stefan Heckel(Pigini, Novak, Gesang), Nikola Zaric(Victoria, Gesang) und Paul Schuberth(Cavagnolo, Gesang). Konzerte in Wien(Akkordeonfestival, Porgy & Bess, Sargfabrik, Ehrbarsaal), Linz(Brucknerhaus), Herrenbaumgarten(Erdball), Andelsbuch(Bahnhof) etc. Referenzen: musicaustria[6], Rudy Pollack, Skug[7] etc

2014 bis 2015: shisha boogie[Bearbeiten]

Ein musikalisches Argument wider den Generalverdacht gegenüber den muslimischen Nachbarn im Haus, dem Schuster, dem Schneider, der Putzfrau etc wurde skizziert. Transportmittel: Wienerlieder Rock´n Roll mit orientalischer Anmutung. Werkzeuge: Gesang, Akkordeon, Oud, Tombak, Daf, Hadgini. KollaborationspartnerInnen: Kristian Musser und Jörg Mikula. Konzerte in Wien, Straden, Villach, St.Pölten, Litschau(Schrammelklang), Waidhofen(Musikfest), Salzburg(Winterfest), Leipzig(naTo), Ulm(Donaufest) etc. Referenz: musicaustria[8]

2014 bis 2015: irgendetwas schoenes[Bearbeiten]

(Wie) geht Improvisationsmusik mit Pop Appeal war die Fragestellung. 7 akustische Vermessungen. Poetische Interventionen an 7 sehr verschiedenen Orten Wiener (Sub)kultur war die Aufgabe, "Suchen, Finden und Verlieren, Irgendetwas Schönes Zaubern im Moment". Werkzeuge: Akkordeon, Gitarre, Cello. KollaborationspartnerInnen: Raphael Sas und Lukas Lauermann. Konzerte: Arena Bar, Phil, Elektro Gönner, Spittelberg-Theater, Porgy & Bess(Strenge Kammer) moe:vienna und Radiokulturhaus-Klangtheater.

2012 bis 2013: sms[Bearbeiten]

Woher kommt und wie weit kann wienerisches Lied am Beginn des 21. Jahrhunderts war die Frage. Ein Konzertabend mit 3 Solos und einem Trio das passende Format. Werkzeuge: Gesang, Akkordeon, Gitarren. KollaborationspartnerInnen: Der Nino aus Wien und Raphael Sas. Konzerte in Wien(Radiokulturhaus-großer Sendesaal), München, Graz, Villach, Klagenfurt, Rottenmann, Ebensee etc. Referenz: Redaktion, Radiokulturhaus[9]

2012 bis 2014: fraeulein gustl[Bearbeiten]

Wie geht Arthur Schnitzler für ein junges Wien wurde untersucht anhand von Fräulen Else und Leutnant Gustl. Die Schnitzlerband: Der Nino aus Wien als Fräulein Else und Nathalie Ofenböck als Leutnant Gustl haben Texte montiert und gelesen. Stefan Sterzinger(Akkordeon), Raphael Sas(Gitarre) und Lukas Lauermann(Cello), haben Klangteppiche gewoben. Aufführungen in Wien(Wienbibliothek im Rathaus), St.Pölten, Graz, Villach und Klagenfurt. Referenzen: cba, Barbara Be[10], Wienbibliothek im Rathaus[11], Literaturhaus Wien[12]

2010 bis 2013: rock´n roll[Bearbeiten]

"Der Blues kommt aus den Donaudelta, Wien ist Chikago und vor der himmlischen Domina sind alle Töne gleich" war die Versuchsanordnung, ein zeitgenössischer europäischer Rock´n´Roll (Gegen)Entwurf die Ansage. Werkzeuge: Gesang, 3 Akkordeons, Geige, Kontrabass und Schlagzeug. KollaborationspartnerInnen: Martina Winkler, Lothar Lässer, Franz Schaden und Jörg Mikula waren Sterzinger Experience. Konzerte in Wien(Akkordeonfestival, Porgy & Bess, Sargfabrik, Radiokulturhaus-großer Sendesaal, Jazzfest Saalfelden, Innsbruck (Treibhaus), Salzburg(Jazzit), etc. Referenzen: Werner Leiss, Concerto[13], Ljubisa Tosic, derStandard[14], Samir Köck, diePresse[15] etc

2006 bis 2016: sterzinger[Bearbeiten]

Wieviel Wienerlied steckt im Austropop, wieviel Austropop im Wienerlied, "war Falco eine Reblaus?" war der Ausgangspunkt der Untersuchungen fuer Stefan Sterzinger´s erstes Soloprojekt. Der Versuch einer Befreiung des Wienerliedes vom Wienerlied mit Hilfe von Collagen, Neuinterpretationen, vertonten Kurzgeschichten und ersten eigenen Lieder in zeitgenössischem Wienerisch. Konzerte in Wien (Wean Hean, Wien im Rosenstolz, Akkordeonfestival, Porgy & Bess etc) den Bundesländern, New York(acf, Blaue Gans), Kampala(Kwetu-Theaterfestival), München, Fürth, Leipzig, Berlin etc. Referenzen: Rainer Krispel, Augustin[16], Iris Mochar; Wiener Volksliedwerk[17], Karsten Rube, Folker[18] etc

1986 bis 1994: franz franz & the melody boys[Bearbeiten]

Stefan Sterzinger mit Natascha Smart Bishofsky, Vincenz Witzlsperger, Heinz Ditsch und Paul Skrepek. Mit Gesang, Akkordeon, Fagott, singender Säge, Helikon, Posaune, Kontrabass und Schrottschlagzeug "als bestgekleidete Trachtencombo des Vorderen Balkan", als künstlerische Lebens und Versuchsanstalt. Über 1000 Konzerte in 8 Jahren zwischen Lübeck und Budapest, Wroclaw und Rom und drei Tourneen durch die damalige DDR wurden gespielt. u.a. Töne Gegentöne(Wien), Volksbühne(Berlin), Schmidt-Theater(Hamburg), Filmfest(München), Theater-Combinale(Lübeck) etc. Referenzen: Robin Detje, Die Zeit[19], Martin Blumenau, AZ[20], Michael Reichelt, Die Presse[21], sowie Berner Zeitung, Der Standard, Süddeutsche Zeitung etc

Aufträge und Dienstleistungen[Bearbeiten]

  • 2003/2005 „Ausgerechnet Bananen“, Schlager und Operetten Revue, Wiener Volkstheater, musikalische Leitung und live Akkordeon
  • 2003 "Der Tollste Tag", Theaterstück von Peter Turrini, Wiener Volkstheater, musikalische Leitung und live Akkordeon
  • 2002 „juenga weama nimma“, Wienerlied Revue, Wiener Volkstheater, musikalische Leitung und live Akkordeon
  • 2000 „Der Widerspenstigen Zähmung“, Theatermusik, Sommerspiele Röttingen, musikalische Leitung und live Akkordeon
  • 1996 „Indien“, Theatermusik, Vereinigte Bühnen Bozen, musikalische Leitung und live Akkordeon
  • 1996 „Sex & Drugs & Operacci“, Auftragsproduktion, Wiener Festwochen, Walzertechno über Johann Strauß, Stefan Sterzinger(Konzept & Komposition) mit Dominik Blaschek(Mezzo Sopran), Giuseppe Frizzi (Kontrabass), Natascha Smart Bishofsky (Bühnenbild und Lichtinstallation) und Krisha Piplits(Lichtdesign)
  • 1995 „Die große Alex Peterander Show“, Auftragsproduktion, Nö. Donaufestival, Konzept & Durchführung: Stefan Sterzinger & Stephan Kreiss

Diskographie (Auszug)[Bearbeiten]

  • „Ashanti Blue“ (Album, Sterzinger Experience, Monkey, 2015)
  • „Rock´n Roll“ (Album, Sterzinger Experience, Monkey, 2011)
  • „Fräulein Gustl oder Ich muß auf die Uhr schau´n“, ((Hör-)Buch, Schnitzelrband, Edition Meerauge, 2012)
  • „Sterzinger“ (Album, ORF, 2008)
  • „In Ottokar´s Irrtum“ (Album, Franz Franz & The Melody Boys, 1992)
  • „Kostbare Miniaturen“ (Album, Franz Franz & The Melody Boys, 1989)

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Stefan Sterzinger: „Ein eigenes Koordinatensystem behaupten“. In: Wiener Online. 7. Juli 2013, abgerufen am 14. Mai 2017.
  2. Porträt: Stefan Sterzinger - mica - music austria. In: mica - music austria. 12. Januar 2012 (musicaustria.at [abgerufen am 14. Mai 2017]).
  3. concerto: Stefan Sterzinger. Abgerufen am 15. Mai 2017.
  4. Folker 2016, Author: Harald Justin
  5. FolkWorld 2014, Author: Adolf Goriup
  6. Das Quartett BELOFOUR präsentiert seine Debüt-CD - mica - music austria. In: mica - music austria. 25. Februar 2015 (musicaustria.at [abgerufen am 21. Mai 2017]).
  7. Skug 2015, Author Rudy Pollack
  8. sterzinger_musser_mikula stellen sich vor - mica - music austria. In: mica - music austria. 2. Juli 2014 (musicaustria.at [abgerufen am 21. Mai 2017]).
  9. radiokulturhaus.orf.at: Live@RKH: Stefan Sterzinger / Der Nino aus Wien / Raphael Sas. In: radiokulturhaus.orf.at. (orf.at [abgerufen am 15. Mai 2017]).
  10. Schnitzler erfrischend anders: Fräulein Gustl. In: Cultural Broadcasting Archive. (fro.at [abgerufen am 21. Mai 2017]).
  11. Fräulein Gustl oder Ich muss auf die Uhr schau'n. Natalie Eva Ofenböck und Nino Ernst Mandl lesen einander Schnitzler vor | Wienbibliothek im Rathaus. Abgerufen am 21. Mai 2017.
  12. Literaturhaus Wien: Ofenböck_Fräulein Gustl. Abgerufen am 21. Mai 2017.
  13. Concerto 2011, Author: Werner Leiss
  14. derStandard 2012, Author: Ljubisa Tosic
  15. diePresse, 2012, Author: Samir Köck
  16. Augustin, 2008, Autor: Rainer Krispel
  17. WVLW 2009, Author: Iris Mocher
  18. Folker, 2009, Author: Karsten Rube
  19. Robin Detie: Franz Franz & The Melody Boys, neulich in Lübeck: Blow your Jojo, Salzkammergut. In: Die Zeit. 7. Dezember 1990, ISSN 0044-2070 (zeit.de [abgerufen am 14. Mai 2017]).
  20. AZ, 7.3. 1991, Autor: Martin Blumenau
  21. Die Presse, 1992, Autor: Michael Reichel
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