Siegfried Pluquet

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Siegfried Pluquet (* 12. Oktober 1906 auf Adl. Wertheim, Kreis Darkehmen, Provinz Ostpreußen; † 29. November 1970 in Krefeld) war ein deutscher Landwirt und Offizier.

Leben[Bearbeiten]

Pluquet war Sohn eines Gutsbesitzers und jüngerer Bruder von Hans Pluquet. Er besuchte das Löbenichtsche Realgymnasium in Königsberg i. Pr.. Nach dem Abitur studierte er Agrarwissenschaft an der Albertus-Universität Königsberg. Im Sommersemester 1930 wurde er mit Hans Molis im Corps Masovia aktiv.[1] Neben dem Studium bemühte er sich um die Erhaltung des väterlichen Gutshofs.[2] Er beendete das Studium als Diplomlandwirt.

Durch die Heirat seiner Schwester Anna mit Harry Siegmund lernte er Arthur Greiser kennen. Für ihn bewirtschaftete er den okkupierten polnischen Besitz Schwarzenau.[3] Als Oberleutnant der „Brandenburger“ erhielt Pluquet die Medaille des Zvonimir-Ordens.[4] Bei der Waffen-SS wurde er Obersturmbannführer. In der Nachkriegszeit baute er, trotz seiner kriegsbedingten Oberschenkelamputation, eine Fabrik für Damenstrümpfe in Kaarst, später in Krefeld und Oberhöchstadt auf. Sein Sohn Hagen Pluquet ist Rechtsanwalt und lebt mit seiner Frau in Feldberg (Schwarzwald).

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Kösener Corpslisten 1996, 98, 1158.
  2. Kreisgemeinschaft Gumbinnen
  3. Catherine Epstein: Arthur Greiser and the Occupation of Western Poland. Oxford University Press 2010.
  4. Ralf Bätge: Siegfried Pluquet. Zeitung der Altmärker-Masuren 48 (1971), S. 1013–1015.
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