Senta Siller

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Senta Maria Anna Siller (geb. Senta Zmavc, * 1935 in Wien) ist eine deutsche Designerin, Kunsthistorikerin, Kalligrafin, Unternehmerin, Organisatorin und Projektinitiatorin.

Leben[Bearbeiten]

Senta Siller wurde als eines von sechs Geschwistern in Wien geboren. Nach dem Krieg wuchs sie in Franken/Deutschland auf. In Berlin erzog sie vier Kinder. Zur Verbesserung der Familienversorgung konnte sie schon früh Geld mit Scherenschnitten und Illustrationen für Zeitungen verdienen.

Ausbildung[Bearbeiten]

Ihr Studium absolvierte sie an der Hochschule für Bildende Künste in Berlin. Während dieser Zeit hielt sie sich mehrfach im Ausland auf (Italien, Nordafrika, Griechenland, Balkan und Naher Osten). Sie arbeitete als Grafikdesignerin und entwarf später für Konzerne Kinderbekleidung, die und sie im eigenen Unternehmen in Polen fertigen ließ. Des Weiteren entwarf sie Spielzeug sowie Buchillustrationen. Ein dreijähriger Pakistan-Aufenthalt schloss sich an.

Ein zusätzliches Studium folgte in Berlin an der Technischen Universität (Archäologie, Philosophie, Pädagogik und Kunstgeschichte). Sie schrieb ihre Magisterarbeit sowie ihre Dissertation über „Carl Otto Czeschka - Leben und Werk“. Ihr Doktorvater war Detlef Heikamp.

Zur Finanzierung ihres Studiums betrieb sie ein Einzelhandelsunternehmen und leitete als Studien-Direktorin im Lette-Verein die Ausbildung für Foto,- Grafik- und Mode-Design.

Schwerpunkttätigkeit im Ausland[Bearbeiten]

Seit den 1970er-Jahren kooperiert sie mit dem Stadtplaner Norbert Pintsch in Berlin in der Deutschen Gesellschaft zur Förderung der Kultur e. V. (DGFK)[1], einem ehrenamtlich geführten und privat finanzierten Kulturförderungsverein in diversen Projekten.

Seit 1991 liegt der Schwerpunkt in der Förderung von Selbsthilfeprojekten in Pakistan, aus dem sich weitere Projekte in Kamerun, Kolumbien, u. a. entwickelten. Die absolute Besonderheit besteht in der selbstlosen Motivation der mitwirkenden ausländischen Volontäre.

In ihren besonderen Entwicklungshilfeprojekten widmet sie sich besonders solchen, bei denen Frauen sich einen eigenständigen Verdienst erarbeiten. Die Teilnehmerinnen lernten aus ihren Feldforschungen bezogen auf die die traditionelle Kleidung entsprechende Puppen in den Trachten der jeweiligen einheimischen Volksgruppen herzustellen, die in den Herkunftsländern verkauft werden, sich aber auch für den Export eigneten. In Mitteleuropa organisierte und leitete sie in zwanzig Jahren Hunderte von Präsentationen, Ausstellungen und Basare und ebenfalls in Dubai und im UN-Hauptquartier in New York.

In Deutschland engagiert sie sich auf dem Gelände des ehemaligen Landgutes Borsig (jetzt „Landgut Stober“) im Ortsteil Groß Behnitz von Nauen in dem Förderverein „Cultura“ als Teil eines internationalen Netzwerkes von Nichtregierungsorganisationen.

Ehrungen[Bearbeiten]

1996 erhielt sie von Bundespräsident Roman Herzog das Bundesverdienstkreuz.[1] Im Ausland wurde sie mit dem Kamerunischen Verdienstorden ausgezeichnet und erhielt auch den Ehrentitel „Königsmutter“. Die UNESCO zeichnete sie für das beste Kunsthandwerksprojekt in Asien aus. Sie ist Ehrenmitglied der der Comunidad de Yaguas am Amazonas.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. 1,0 1,1 Frau Dr. Senta Siller, dgfk.de, abgerufen am 27. Mai 2018
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