Seidel (Unternehmen)

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Die Seidel GmbH & Co. KG ist ein inhabergeführtes Unternehmen, das Designprodukte aus Aluminium in drei Werken in Marburg, Fronhausen [2] und Dreihausen im Landkreis Marburg-Biedenkopf herstellt. Seidel betreibt drei Vertriebsbüros in Marburg, New York City und Paris.[3] Das Unternehmen ist Weltmarktführer in seiner Branche.[4]

Seidel GmbH & Co. KG
Seidel (Unternehmen) Logo.svg
Rechtsform GmbH & Co. KG
Gründung 1830
Sitz Marburg, Hessen
Leitung Dr. Andreas Ritzenhoff (Geschäftsführer)
Mitarbeiter 639 (2010)[1]
Umsatz 63,9 Mio. Euro (2010)[1]
Branche Metallverarbeitung
Produkte Verschlüsse für Flakons, Kosmetikstifte, Wimperntusche, Lippenstifte und CremetiegelVorlage:Infobox Unternehmen/Wartung/Produkte
Website www.seidel.de
Stand: Januar 2015 Vorlage:Infobox Unternehmen/Wartung/Stand 2015
Werk in Fronhausen
Werk Fronhausen - Innenansicht
Datei:Carus-Produkte.jpg
Kerzenhalter und Raumduftdiffusoren

Inhaltsverzeichnis

Kerngeschäft[Bearbeiten]

Produktionsschwerpunkt [5] von Seidel sind Komponenten für die Kosmetikindustrie. Für den Bereich Parfum sind es Kappen, Verschlüsse und Kragen, für den Bereich Pflege sind es Cremetiegel, Zierhülsen, Verschlüsse, Deckel und Dispenser und für den Bereich Farbkosmetik sind es Lippenstifte, Mascarahülsen, Verschlusskappen und Puderbehältnisse. Dazu produziert Seidel Schreibgerätekomponeten, Automobilelemente, pharmazeutische Komponenten und Wohnaccessoires.[6] Hauptkunden von Seidel sind die internationalen Markenhersteller wie P & G, L'Oreal, Estée Lauder, Lamy (Unternehmen), Pelikan AG und Eigenmarken wie Carus und Handelsmarkenangeboten in den Bereichen Kosmetik und Raumduft.

Kernkompetenzen[Bearbeiten]

Seidel ist spezialisiert auf die Entwicklung von Neuprodukten und die Industrialisierung von Kundendesigns, die in der Regel mit Hilfe von den Produktionschritten Umformen von Aluminium, Eloxieren, Kunststoffspritzguss und Montage hergestellt werden. Daneben bietet Seidel eine Reihe an Oberflächenveredelungen an.

Geschichte[Bearbeiten]

Der Familienbetrieb wurde 1830 von Louis Seidel als Zinngießerei in der Marburger Oberstadt gegründet. Wichtigste Produkte der ersten Jahre waren Zinnsoldaten, Kaffeekannen, Löffel, Wärmflaschen und Schüsseln. 1901 erwirbt Seidel ein 5000 m2 großes Gelände außerhalb der Stadt. Das Gelände ist heute noch Sitz der Firma in der Rosenstraße. Russland und England werden Hauptabnehmer der Produkte aus Marburg. Seidel ist die erste Firma in Marburg, die mit elektrischem Licht arbeitet. 1913 verlagert Seidel seinen Schwerpunkt auf medizinisches Zubehör und wird führender Hersteller von u.a. Inhalationszerstäubern.

 
Inhalator

Nach dem Ersten Weltkrieg verlagert man den Schwerpunkt auf Massenartikel und findet den Spritzkorken als Kernprodukt.

 
Spritzkorken

In den 1920er-Jahren erreicht Seidel bei der Produktion von Spritzkorken für die damalige Zeit eine enorme Produktivität. In 1952 tritt Herrmann Ritzenhoff in die Firma Seidel ein und knüpft erste Kontakte zur Kosmetikindustrie. Seidel stellt damals hauptsächlich glanzeloxierte Aluminiumteile her.

Herrmann Ritzenhoff übernimmt die Firma Seidel im Jahr 1972. Die Expansion des Betriebsgeländes in Marburg und Neubau einer weiteren Produktionsstätte in Marburg startet in 1978. 1988 steigt Dr. Andreas Ritzenhoff, Sohn von Herrmann Ritzenhoff, in die Geschäftsführung ein. 1989 wird Seidel mit dem Umweltpreis des Landes Hessen [7] ausgezeichnet. 1992 übernimmt Dr. Andreas Ritzenhoff übernimmt die Geschäftsführung. 1996 eröffnet Seidel Vertriebsbüros in Paris und New York City, um so mehr Nähe zu den Hauptkunden aus der Kosmetikbranche zu erreichen. Die Inbetriebnahme eines zweiten Produktionsstandortes in Dreihausen / Ebsdorfergrund in der Nähe von Marburg geschieht 1999. Im Jahr 2004 geschieht ein Großbrand in Marburg und bedeutet einen herben Rückschlag für die Firma Seidel.[8] Die Inbetriebnahme der neu errichteten Produktionsstätte in Fronhausen bei Marburg erfolgt. 2005 stellt Seidel das Geschäftmodell um: Seidel bietet seinen Kunden nun auch eigene Designentwicklungen an und passend wird aus „ Seidel - high class packaging“ wird “Seidel - living design ”. 2006 eröffnet Seidel ein Innovationslabor im neuen Werk in Fronhausen. Seidel steigt zusammen mit heimischen Universitäten in die Erforschung der Oberflächen-Nanotechnik ein.[9] Die Seidel eigene Marke Carus wird 2008 ins Leben gerufen. Die Firma tritt somit in den Markt der Designaluminiumartikel für den Home Bereich.[10] 2010 wird ein weiteres Produkt von Carus lanciert: Carus Esencia – eine komplette Raumduftlinie mit Düften und Raumduftdiffusoren.[11]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. 1,0 1,1 Bundesanzeiger: Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2010 bis zum 31.12.2010 für die Seidel GmbH & Co. KG
  2. Werk in Fronhausen. Website der Oberhessischen Presse. Abgerufen in 10. September 2009.
  3. Büros. Website der Packaging Gateway. Abgerufen in 2011.
  4. Oberhessische Presse: Marburger Unternehmen unter den 1.000 Besten. Ausgabe vom 25. Januar 2011.
  5. Kerngeschäft. Website des MC Mittelhessen. Abgerufen am 02. Mai 2011.
  6. Eigene Marke - CARUS. Website der Oberhessischen Presse. Abgerufen am 23. November 2010.
  7. Umweltpreis.... Website Hessen-Land.de. Abgerufen 03. Mai 2009.
  8. Brand bei der Firma Seidel. Website der Feuerwehr Marburg. Abgerufen in 2004.
  9. Nanotechnik. Website der Hessen Nanotech. Abgerufen in 2010.
  10. Carus Kerzenhalter. Website der Stil & Markt. Abgerufen im Juli 2010.
  11. Carus Esencia. Website der Firma Seidel zur Marke Carus. Abgerufen im Juli 2012.
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50.8181448.769959Koordinaten: 50° 49′ 5,3″ N, 8° 46′ 11,9″ O