Rudolf Kroll

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Rudolf Kroll (* 23. März 1895 in Glauchau), † 1. Januar 1972 ebenda) war ein deutscher Amateurfotograf.

Leben[Bearbeiten]

Er war das jüngste Kind des Malers und Amateurfotografen Wilhelm Kroll und seiner Ehefrau Anna. Nach dem Abgang vom Gymnasium nahm er Unterricht beim Porträtmaler Karl Ernst Hänsel in Dresden. Danach wechselte er zur Königlichen Kunstgewerbeschule Dresden, wo er die Fächer Malerei, Mythologie und Kunstgeschichte belegte. Im April 1915 brach er das Studium ab und wurde als "Einjährig-Freiwilliger" zum Militärdienst eingezogen. Seit dem 23.05.1916 diente er als Funker im Türkischen Armeekorps. Nach der Rückkehr aus dem 1. Weltkrieg arbeitete Rudolf Kroll als Dekorationsmaler. Er gestaltete Faschingsdekorationen und übernahm die Einrichtung von Wohnungen, wobei er auch Gardinen- und Möbelstoffe sowie Lampenkäufe vermittelte. Die Näharbeiten übernahm seine Frau Elisabeth, die er am 13.10.1921 in Glauchau geheiratet hatte und die ausgebildete Näherin war. Aus der Ehe gingen zwei Söhne hervor. Am 01.09.1939 wurde Rudolf Kroll zum Militärdienst eingezogen und nahm im 2. Weltkrieg an den Feldzügen in Polen, Belgien, Frankreich und Rußland teil. Am 03.07.1945 in Ebersberg bei München aus der amerikanischen Kriegsgefangenschaft entlassen, war er noch im selben Jahr in Glauchau Mitbegründer des Kreistheaters. Hier war er bis Mai 1947 als Bühnenbildner tätig gewesen. Von 1965 bis 1971 entwarf er als Innenarchitekt Umbaumaßnahmen für die Schalterräume mehrerer Banken und leitete diese Arbeiten auch als Bauleiter. Er war Mitglied des Verbandes Bildender Künstler und leitete in den 1960er Jahren einen Malzirkel für interessierte Kumpel in Oelsnitz/Erzgebirge. Als er von der Staatssicherheit der DDR angeworben werden sollte, hat er die "Werber" selbst in einem Akt von bewundernswerter Zivilcourage bei der Polizei angezeigt, wie - nach Auskunft seines Sohnes Dieter - in seiner Stasi-Akte nachzulesen ist.

Werk[Bearbeiten]

Die Abteilung Deutsche Fotothek der Sächsischen Landesbibliothek – Staats- und Universitätsbibliothek Dresden (SLUB) erwarb in den Jahren 1993-1995 ca. 280 Negative, 50 Positive sowie ein Album aus dem Nachlass Rudolf Krolls.

Weblinks[Bearbeiten]


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