Rudolf Friedrich (Autor)

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Leben[Bearbeiten]

Sein Vater war Schulleiter und Gewerbelehrer in Demitz-Thumitz. Er besuchte die Volksschule und die deutsche Oberschule in Löbau. Die Entlassung erfolgte Frühjahr 1942. Er wurde zur Wehrmacht eingezogen, war dann Kriegsteilnehmer an der Ostfront, zuletzt Leutnant. Ab 1946 begann er ein Studium des Bergfachs an der Bergakademie Clausthal–Zellerfeld mit Abschluss als Diplom-Bergbauingenieur im Jahre 1949.

Ab 1949 war Friedrich als Ingenieur in der Versuchsanstalt für Aufbereitung bei der Klöckner-Humboldt-Deutz AG in Köln tätig. 1952 wurde er nach Spanien, unter anderem zur Untersuchung der wirtschaftlichen Rentabilität der antiken Goldbergwerke in Las Medulas und der Kupferbergwerke im Rio-Tinto-Bezirk abgestellt. Danach war er ab 1959 als Ingenieur bei der Klöckner Bergbau AG in Castrop-Rauxel und nachfolgend bei der Ruhrkohle AG tätig. 1981 endete das Arbeitsleben wegen eines schweren Unfalles. Verheiratet ist er seit 1949 mit Wiltrud, geb. Seyfert. Er hat drei Kinder. Heute lebt er in Sundern.

Rudolf Friedrich widmet sich der keltischen Sprachforschung. Ausgehend von dem Keltenforscher Wilhelm Obermüller vertritt er die Meinung, beim Fränkischen handele es sich um einen spätkeltischen Dialekt. Diese Grundthese stützt er auf vergleichende onomastische Untersuchungen im Sauer- und Siegerland, der Oberlausitz und anderen Regionen. Friedrich folgert daraus, die deutsche Sprache habe sich aus süddeutschen Dialekten und dem Spätkeltischen, und erst ab dem 12. Jahrhundert entwickelt. Diese nicht unumstrittene Position legt Friedrich in einer bis 2011 neun Bände umfassenden Buchreihe nieder.

Außerdem beschäftigt sich Friedrich mit regionaler Bergbau- und Hüttengeschichte und hat zu diesem Thema ab 2002 eine zwölfbändige Buchreihe beim Agenda-Verlag veröffentlicht.

Werke[Bearbeiten]

  • Keltische Wortkunde. Eine Literaturarbeit, 1. Auflage: agenda Verlag 2002, 3. vollständig überarbeitete und erweiterte Auflage (= Beiträge zur keltischen Siedlungs- und Sprachforschung, Bd. 1), Münster: agenda 2009.
  • Wanderung der Franken. Fränkische Wortkunde als Indikator für Siedelbewegungen (= Beiträge zur keltischen Siedlungs- und Sprachforschung, Bd. 2), Münster: agenda 2004.
  • Die fränkische Aufsiedlung der Sudeten (= Beiträge zur keltischen Siedlungs- und Sprachforschung, Bd. 3), Münster: agenda 2005.
  • Sauerland und Siegerland. Kernländer der Spätkelten in Deutschland (= Beiträge zur keltischen Siedlungs- und Sprachforschung, Bd. 4), Münster: agenda 2005.
  • Die Franken. Im Ruhrgebiet gesiedelt – im Münsterland verwaltet (= Beiträge zur keltischen Siedlungs- und Sprachforschung, Bd. 5), Münster: agenda 2007.
  • Der bergische Raum und die fränkischen Kelten. Eine Betrachtung auf der Basis der Übersetzung keltisch-fränkischer Worte ins Deutsche (= Beiträge zur keltischen Siedlungs- und Sprachforschung, Bd. 6), Münster: agenda 2007.
  • Rechtsrheinische Kelten und Franken entlang des mittleren Rheins (= Beiträge zur keltischen Siedlungs- und Sprachforschung, Bd. 7), Münster: agenda 2007.
  • Suitbert und die Verbreitung der Grimme-Orte (= Beiträge zur keltischen Siedlungs- und Sprachforschung, Bd. 8), Münster: agenda 2009. Neu aufgelegt 2011 als: Die Grimmnamen und Ihre Verbreitung
  • Keltische und fränkische Wörter im Großraum Thüringen (= Beiträge zur keltischen Siedlungs- und Sprachforschung, Bd. 9), Münster: agenda 2009.
  • Keltisches in der deutschen Sprache, in Vorbereitung (2011)
  • Über den Ablauf mechanischer Vorgänge, Münster: agenda 2010.
  • Das untere Hespetal und der Bruchhausener Hammer (= Beiträge zur Bergbau- und Hüttengeschichte in Westfalen, Bd. 1), Münster: agenda 2008.
  • Sundern und Salz. Eine wirtschaftsgeschichtliche Studie (= Beiträge zur Bergbau- und Hüttengeschichte in Westfalen, Bd. 2), Münster: agenda 2008.
  • Die Langenholthausener Eisenhütte. Sundern – Amecke (= Beiträge zur Bergbau- und Hüttengeschichte in Westfalen, Bd.3), Münster: agenda 2008.
  • Die Endorfer Hütte (= Beiträge zur Bergbau- und Hüttengeschichte in Westfalen, Bd. 4), Münster: agenda 2009.
  • Das Bergbau- und Hüttengebiet nördlich von Meinkenbracht (= Beiträge zur Bergbau- und Hüttengeschichte in Westfalen, Bd.5), Münster: agenda 2009.
  • Der Bau der Julianenhütte (= Beiträge zur Bergbau- und Hüttengeschichte in Westfalen, Bd. 6), Münster: agenda 2010.
  • Die Arbeit der Julianenhütte (= Beiträge zur Bergbau- und Hüttengeschichte in Westfalen, Bd. 7), Münster: agenda 2010.
  • Die Eisenerzeugung und Verarbeitung im oberen Teil der Hespe (= Beiträge zur Bergbau- und Hüttengeschichte in Westfalen, Bd. 8), Münster: agenda 2010.
  • Der Roheisenhammer von Amecke (= Beiträge zur Bergbau- und Hüttengeschichte in Westfalen, Bd. 9), Münster: agenda 2010.
  • Über die technische Geschichte von Hüttebrüchen (= Beiträge zur Bergbau- und Hüttengeschichte in Westfalen, Bd. 10), Münster: agenda 2010.
  • Der Justenberg und die Frühgeschichte der Umgebung (= Beiträge zur Bergbau- und Hüttengeschichte in Westfalen, Bd. 11), Münster: agenda 2011.
  • Der Bönkhausener Bleibergbau (= Beiträge zur Bergbau- und Hüttengeschichte in Westfalen, Bd. 12), Münster: agenda 2011.
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