Rudolf Elchlepp

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Arnold Erich Rudolf Elchlepp (* 21. Januar 1910 in Freiburg/Breisgau - 13. Juli 1942 in Stavo-Panonin/Sowjetunion) war als Jurist ein Angehöriger der Geheimen Staatspolizei (Gestapo) und zeitweise kommisarischer Leiter des Geheimen Staatspolzeiamtes Karlsruhe (Gestapa Karlsruhe)[1]. Seit Februar 1938 gehörte er als SS-Obersturmführer der SS (SS-Nr. 307883) an.

Inhaltsverzeichnis

Werdegang[Bearbeiten]

Als Sohn eines Buchhändlers bestand er im März 1928 die Prüfung zum Abitur. Danach studierte er das Fach Rechtswissenschaften in Freiburg und Berlin. Die erste juristische Prüfung legte er am 11. April 1932 ab. Von 1932 bis 1935 durchlief er die üblichen Stationen einer jusristischen Vorbereitung für den Dienst in der badischen Verwaltung. Die zweite juristische Prüfung legte er am 2. August 1935 ab. Im gleichen Monat wurde er zum Gerichtsassessor ernannt.

Stationen bei der badischen Polizei[Bearbeiten]

Von September 1935 bis Februar 1936 war er im Polizeipräsidium Mannheim tätig. Ab Monatsende Februar 1936 wurde er zum Bezirksamt Heidelberg versetzt, wo er bis Ende Mai 1936 seinen Dienst versah. Danach kam er bis Anfang September 1936 zum Polizeipräsidium Baden-Baden. Von Anfang September 1936 bis Anfang März 1937 war er im Bezirksamt Villingen.

Dienst bei der Gestapo[Bearbeiten]

Am 8. März 1937 wurde er zum kommissarischen Leiter des Gestapa Karlsruhe ernannt, das in der Gartenstraße 25 in Karlsruhe ansässige war. Die Übernahme in den Reichsdienst erfolgte am 1. September 1937[2]. Am 1. Mai 1937 wurde er Mitglied der NSDAP (Mitglied Nr. 5056648). Am 3. Februar 1938 trat er in die SS ein. Bis September 1937 war er kommissarischer Leiter in Karlsruhe und der erste, der ein juristisches Studium absolviert hatte.

Ab September 1937 bis April 1940 war er dann als stellvertretender Leiter bei der Staatspolizeileitstelle Karlsruhe tätig, wobei er von Januar bis März 1938 bei der Wehrmacht eine Grundausbildung ableistete. Wegen Differenzen zum SD-Führer Südwest wurde er am 27. April 1940 zum Reichssicherheitshauptamt (RSHA) Berlin versetzt[3][4]. Dort war sein Abteilungsleiter Dr. Werner Best[5], Abteilung I, Unterabteilung I A für das Gebiet Organisation.

Sein Nachfolger bei der Gestapo Karlsruhe wurde Heinrich Faber, der nicht aus Baden stammte und damit die Linie Berlins vertrat. Im November 1940 wurde Elchlepp zum Landratsamt Kehl versetzt, wo er Stellvertreter des Landrats wurde.

Kriegsdienst[Bearbeiten]

Mit der Einberufung zur Wehrmacht im Jahre 1941 nahm er an der Besetzung der Sowjetunion teil. Er diente in der 11. Kompanie des Infanterie-Regiments 390. Am 13. Juli 1942[6] ist er in Stavo-Panonin gefallen.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Geheimes Staatspolzeiamt Karlsruhe in der deutschsprachigen wikipedia
  2. Karl-heinz Pieper, Geschichte der Villa Reiss 1886 - 1997, Karlsruhe 1997, S. 45
  3. Michael Stolle, Die Geheime Staatspolizei in Baden, Konstanz 2001, S. 150
  4. Karl-Heinz Pieper, ebenda, S. 46
  5. Werner Best in der deutschsprachigen wikipedia
  6. bei Karl-Heinz Pieper wird das Todesdatum mit 23. oder 24. Juli 1942 angegeben, siehe ebenda S.46
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