Rosa Antifa Wien

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Rosa Antifa Wien bei der Demonstration „Flüchtlinge willkommen! Nein zur Festung Europa!“ am 19. März 2016 in Wien

Die Rosa Antifa Wien für freie Liebe und Anarchie ist eine linke Aktionsgruppe, die seit 1995 besteht, regelmäßig bei Kundgebungen und Demonstrationen auftritt und Flugblätter herausgibt.

Geschichte und Ziele[Bearbeiten]

Die Rosa Antifa Wien wurde im Sommer 1995 von jungen Aktivisten gegründet - „Ganz einfach, weil uns die vorherrschende Homophobie in dieser Gesellschaft und leider auch in der linken Szene angekotzt hat.“[1] Die Motivation der Aktivisten stammt aus der Wut über die Haltung, dass lesbisch und schwul „heilbar“ sein müsse, Heterosexualität sei „normal“ oder „natürlich“. „Wir wollten einfach in Beziehungsformen leben können, die wir (alle jeweils Beteiligten) uns selbst aussuchen, ohne diskriminiert zu werden. Wir wollen lieben, wen und wie wir wollen (wenn die/der das auch will).“ Diese Haltung wurde auch im Gründungsmanifest formuliert:

„Auch wenn wir ROSA Antifa heißen, bedeutet das nicht, daß nur Homosexuelle bei uns mitarbeiten können, wir lehnen jeglichen Sexualitätsnachweis ab! Die sexuelle Orientierung einer Person ist für uns nicht ausschlaggebend. Wir wollen die HERRschenden Zustände ändern: Wir kämpfen gegen die Aufteilung von Menschen in Homo- und Heterosexuelle, InländerInnen und AusländerInnen, Männer und Frauen, Gesunde und Kranke, Reiche und Arme, ... und gegen die damit verbundenen Rollenzuteilungen und Wertigkeiten. Wir sind nämlich alle einfach Menschen, und das muß verdammt noch mal Grund genug sein, daß jedeR das Recht hat, in Frieden ein angenehmes Leben nach eigenen Vorstellungen zu führen! Genau dieses Recht wird uns aber tagtäglich vorenthalten. Denn damit das System funktioniert, muß die Teilung aufrecht erhalten, und nach Möglichkeit noch vertieft werden, die Teilung in die, die treten, und die, die getreten werden.“

Rosa Antifa Wien[2]

Die Rosa Antifa betreut viele antifaschistischen Ereignisse in Österreich. Die Mitglieder der Rosa Antifa setzten sich mit Rassismus, Queer-Feminismus, Homophobie, Antifa, aber auch alternativen Lebens- und Beziehungsmodellen, Überwachung, Lookism, Verbots- und Verdrängungspolitik auseinander[3] und stellen auf vielen antifaschistischen und antikapitalistischen Demonstrationen ein buntes Kontingent dar, sei es bei den Kundgebungen Anti-Nationalfeiertag, den Armutsspaziergängen, den No one is illegal!-Demos oder den „Feministischen Aktionen gegen Christenfundis“ in Salzburg.[4]

Die Rosa Antifa war zunächst im Ernst-Kirchweger-Haus beheimatet, später in der Rosa Lila Villa[5] und ist Mitgliedsverein im International Antifascist Network for Research and Action.

Weblinks[Bearbeiten]

Nachweise[Bearbeiten]

  1. InTeam. Datenbank des deutschsprachigen Anarchismus, abgerufen am 25. März 2016.
  2. Rosa Antifa Wien [raw]. www.anarchismus.at, 16. April 2013, abgerufen am 25. Januar 2014.
  3. Rosa Antifa Wer wir sind
  4. a.a.O., Updates
  5. Persson Perry Baumgartinger: Trans*Bewegung Vergessen Erinnern. In: Jacob Guggenheimer, Utta Isop, Doris Leibetseder, Kirstin Mertlitsch (Hrsg.): "When we were gender ..." - Geschlechter erinnern und vergesse : Analysen von Geschlecht und Gedächtnis in den Gender Studies, Queer-Theorien und feministischen Politiken. Transcript, Bielefeld 2013, ISBN 978-3-8376-2397-0, S. 156, eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche
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