Rolf Erb

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Rolf Erb (* 1951) ist ein Schweizer Unternehmer.

Leben[Bearbeiten]

Bis zum Jahre 2003 gehörten Rolf Erb, zusammen mit seinem gelähmten Bruder Christian weltweit über achtzig Firmen, die mit fünftausend Angestellten, einen Umsatz von 4,5 Milliarden Franken erwirtschafteten.

In den 1920er Jahren begründete Erbs Grossvater Hugo Erb senior, die Firma mit einer Autoreperaturwerkstätte in Winterthur-Töss. In dem Jahr 2003, als Hugo Erb junior Rolf Erbs Vater verstarb, musste die Erb Gruppe Konkurs anmelden. Die Erb-Gruppe besass am Ende einen grossen Anteil, der auf Ost-Immobilien spezialisierten Kölner Firma CBB Holding AG. Diese erwarb er teilweise ursprünglich vom Züricher Finanzunternehmen EBC.[1] Mit einer Forderungshöhe von 2,4 Milliarden Franken ist der Erb Zusammenbruch der zweitgrösste Konkurs nach der Pleite der Swissair im Jahre 2002.

Im Bestand der Erb-Gruppe ist auch das einhundert Hektar umfassende Schloss Eugensberg bei Salenstein im Kanton Thurgau. [2]

Verurteilung[Bearbeiten]

Am 22. März 2012 wurde Erb vom Bezirksgericht Winterthur wegen gewerbsmässigen Betrug, mehrfacher Urkundenfälschung und mehrfacher Gläubigerschädigung durch Vermögensverminderung zu einer unbedingten Freiheitsstrafe von 8 Jahren verurteilt. Erb kündigte Berufung an.

Literatur[Bearbeiten]

  • Thomas Buomberger: Die Erb-Pleite: Wie die Besitzerfamilie mit Spekulationen ein blühendes Unternehmen ruinierte. Orell Füssli, Zürich 2005, ISBN 3-280-06054-0.
  • Rolf Erb: Hugo Erb 1918–2003. Erschienen über lulu.com (Selbstverlag), 2011.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Blick: Die dümmsten Autohändler der Schweiz vom 26. Januar 2012, aufgerufen am 23. März 2012
  2. Tagesanzeiger: : Milliarden-Pleitier und Schlossherr vor Gericht vom 18. Januar 2012, aufgerufen am 23. März 2012