Rocker-Szene in Bremen

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Die Rocker-Szene in Bremen besteht aus einer Reihe von Clubs, wobei die mitgliederstärksten Mongols MC, und die Hells Angels rivalisieren. So kam es in den 2000er Jahren mehrfach zu gewaltsamen Kämpfen um die Einflussbereiche der Clubs.

Inhaltsverzeichnis

Entwicklung und Aktivitäten in Bremen[Bearbeiten]

Nach Schätzungen der Polizei waren 2012 zirka 100 Personen in Bremer Rockerklubs organisiert. Diese Anzahl ist in den letzten Jahren laut Radio Bremen konstant geblieben.[1] Sowohl die Mongols, wie die Bandidos und die Hells Angels sehen sich als 1%er, d.h. sie sehen sich nicht an Gesetze gebunden.

Neben den Hells Angels versuchten im Jahr 2006 auch die Bandidos in Bremen Fuß zu fassen. Nach einem Überfall der Hells Angels 2006 auf ihr Vereinsheim, blieb dieses geschlossen und sie zogen sich aus der Hansestadt zurück.

Nach einer Massenschlägerei im April 2013 zwischen Mongols und Hells Angels, bereitete sich die Polizei auf weitere Zusammenstöße vor; sie rechnete mit Rache-Aktionen. Die Auseinandersetzung könnte laut Innensenator Mäurer ein Baustein sein, um ein endgültiges Verbotsverfahren gegen die wiedergegründeten Hells Angels auf den Weg zu bringen.[2] Am 20. April 2013 kontrollierte die Polizei 330 Verdächtige. Eine Familienfeier in Bremen-Mahndorf, zu der Rocker eingeladen waren, wurde beobachtet. Bei den Kontrollen wurden Waffen wie eine zerlegte Armbrust, diverse Messer, eine Schreckschusswaffe, Teleskopschlagstöcke, mehrere Schutzwesten und einige Schrotpatronen beschlagnahmt. Mehrere hundert Polizisten waren bei der Großkontrolle im Bremer Stadtgebiet im Einsatz.[3]

Rocker-Clubs in Bremen[Bearbeiten]

Hells Angels[Bearbeiten]

Das Chapter der Hells Angels existierte in Bremen seit den 1990er Jahren. Bis 2011 hatte ein Bremerhavener Geschäftsmann seine Bar „L‘Amour“ an die Hells Angels verpachtet. Nachdem sich die Einnahmeerwartungen in Bremerhaven nicht erfüllen gaben sie den Betrieb auf. Gegenüber Mitbewerbern sollen sich die Hells Angels auch darüber beklagt haben, dass die Polizei sie schärfer als Andere kontrolliert. Es kam auch zu Revierkämpfen mit dem rivalisierenden Gremium MC und den „Freeway Riders Wesermünde“.[4]

Nach eigenen Angaben hatten sich die Bremer Hells Angels am 1. Juni 2012 selbst aufgelöst und ihr Vereinslokal geschlossen. Naheliegend ist, dass der MC einem drohenden Verbot zuvorkommen wollte und die Beschlagnahmung von Vereinsvermögen und die damit verbundenen Hausdurchsuchungen vermeiden wollte. Das Vereinsheim „Angel Place“ am Dobben in der Innenstadt wurde nach der Auflösung geschlossen. Der damalige Innensenator Ulrich Mäurer (SPD) Bremens sagte im Radio-Bremen-Interview „der Spuk“ sei vorbei. Im April 2013 wurde das Clubhaus abgerissen. Aber was die Polizei bis dahin schon vermutet hatte, wurde kurz zuvor deutlich: Auch ohne offizielles Domizil traten die Hells Angels weiterhin auf und sind in Bandenkämpfe verwickelt.

In Bremen gründeten sich 2013 erneut die Hells Angels Bremen und zusätzlich die Hells Angels Westside. Die Polizei geht davon aus, dass es sich um eine Vereinstechnischen Trick handelt: Mit der Neugründung muss die Polizei neue Beweise liefern, dass jeweils in dieser neuen Konstellation Rechtsverstöße vorliegen. Im Internet kündigten sie zudem an, einen neuen neuen Ortsvereins namens "Badland" zu gründen, dessen Standort in Pattensen (Region Hannover) ist. Radio Bremen wertete diese Aktion als Versuch der Hells Angels nach der Festnahme des mächtigen Präsidenten des Hannoveraner Clubs Frank Hanebuth das Machtgefüge zwischen den verschiedenen Rockerclubs im Nordwesten wieder zu ihren Gunsten zu verändern.[5]

Red Devils MC[Bearbeiten]

Die Red Devils sind ein Unterstützer-MC der Hells Angels. Auch sie lösten sich Ende 2011 offiziell auf. Im März 2012 aber wollten sie ihre Rückkehr feiern. Ein Großaufgebot der Polizei verhinderte, dass die Rocker ihr Vereinsheim „Devils Place“ erreichten. Nach Angaben der Polizei gibt es baurechtliche Gründe, weshalb die ehemalige Werkstatt in der Eduard-Grunow-Straße nicht als Klubhaus weiter genutzt werden kann. Deshalb fand die Neueröffnung beim Hells Angels MC um die Ecke statt. Das bekam die Polizei schnell mit und sperrte den „Angel Place“ weiträumig ab. Sie kontrollierten mehr als 100 Personen, die in Rockerkluft erschienen waren. Dabei stellten die Beamten unter anderem Schlagstöcke und Messer sicher, zudem sprachen sie drei Platzverweise aus.

Rocker aus der türkischen Gemeinde in Gröpelingen gelten als Unterstützer der Red Devils.[6]

Im benachbarten Oldenburg versuchen die Red devill seit 2011 dem ansässigen Gremium MC den Rang abzulaufen. In Oldenburg haben die Devils ihr Clubhaus An der Bleicherstraße 11. Die Red Devils werden von der Polizei (2011) in Oldenburg und Umgebung auf rund 120 Mitglieder geschätzt.

Mongols MC[Bearbeiten]

In Bremen wurde im August 2010 das erste Deutscher Chapter der Mongols Nation mit Sitz in Kalifornien gegründet. Der lt- Spiegel-Online „Schwerkriminelle“ Mustafa B. hatte gemeinsam mit knapp zwei weiteren Dutzend Mitgliedern einen Ableger des internationalen Motorradclubs in Bremen gegründet. Es war das erste Mal, dass in Deutschland Angehörige eines muslimischen Zuwanderer-Clans, der der Organisierten Kriminalität zugerechnet wird, auf dem Feld der Rockerbanden tätig wurden. Laut Landeskriminalamt Bremen werden die Mongols angeführt von Mitgliedern des Miri-Clan aus dem Libanon. Der Deutschland-Boss der Mongols, Bernhard D., hatte von den Bremer Neulingen verlangt, dass sie allesamt bis zum Frühjahr einen Führerschein Klasse A vorweisen können. Andernfalls hätten sie die Mongols wieder verlassen müssen. Es folgte ein lt. Spiegel Online „unübersichtlicher interner Machtkampf“: Der bisherige Boss wurde ersetzt und die Mongols existierten in Bremen auch ohne Motorradführerscheine weiter. Allein 2010 waren mehr als 600 Straftaten im Zusammenhang mit den Mongols aktenkundig. >Quelle?

Die Bremer Polizei hatte am 7. Januar 2011 in Bremen laut LKA Bericht erstmals sechs Männer in Kutten des Mongols MC Berlin festgestellt. Einer von ihnen sei ein ehemaliges Mitglied der Bandidos, drei andere entstammten demnach den in der Hauptstadt berüchtigten arabischen Großfamilien A., O. und R. Nach Informationen von SPIEGEL ONLINE rekrutieren auch die Berliner Mongols ähnlich wie die Bremer vor allem aus Angehörigen arabischer und kurdischer Clans.

Im Mai 2011 wurde Mongols MC vom Innenressort in Bremen verboten. In der Begründung heißt es: „Der Präsident und führende Mitglieder der Bremer Mongols sind hochgradig kriminell und gewaltbereit.“ [7] Die Polizei hatte die Vereinsräume durchsucht und das vorhandene Vermögen beschlagnahmt, sowie das gerade eröffnete Klubhaus „Bulldogs“ geschlossen. Das Tragen der Kutten mit den Vereins-Emblemen ist in Bremen seitdem verboten.

Die damalige Bremer Innenbehörde Mäurer betonte, die Mongols würden sich zwar selbst als Motorrad Club bezeichnen, dies sei aber offensichtlich nicht der wahre Grund für ihren Zusammenschluss: ein einziges Mongols-Mitglied hatte überhaupt einen Motorradführerschein; manche andere Mitglieder dagegen hatten überhaupt keine Fahrerlaubnis.[8]

Imad Miri, ein Clan-Mitglied der Mongols, kritisierte im NDR 2012 die Polizei: „Wir werden nicht wie Menschen behandelt, die erniedrigen und provozieren uns, damit wir kriminell oder noch krimineller werden. Wir wissen gar nicht, was wir machen.“ [9]

Ähnlich wie dem Bremer Chapter erging es dem Berliner: im Januar 2011 wurde das Chapter gegründet und schnell danach nach das nach einem Bombenfund von der Polizei aufgelöst.

Der europäische Dachverband der Mongols „Mongols Europe“ distanzierte sich im April 2013 von dem Deutschen Chapter wegen Unvereinbarkeit mit ihren Grundsätzen und schloss dieses aus. Zu den deutschen Mongols gehörten auch die bereits verbotenen Bremer Mongols. Der Ausschluss aus dem Europäischen Verband war ein bislang einmaliger Vorgang, sagt damals Stefan Schölermann vom NDR. Die Rockerszene selbst lache sich kaputt, so Schölermann, die Gruppierung werde nicht mehr ernst genommen, da sie keine Motorräder besäßen.[3]

Bandidos MC[Bearbeiten]

Das Klubhaus des Bandidos MC in Brinkum ist seit einem Überfall des Klubs 2006 auf die Hells Angels geschlossen. Aktiver Chapter gibt es in Osnabrück und Oldenburg. Supporter Clubs wie die Chicanos gibt es in Niedersachsen nicht.

Gremium MC[Bearbeiten]

Der Gremium MC ist der größte deutsche MC und vor allem im Bremerhavener Rotlichtviertel aktiv. 2010 Laut der Kripo Bremerhaven sind ist der Gremium MC seit 2000 in Bremerhaven aktiv. 2010 kam es vor allem mit den Red Devils im Nordwesten in Cuxhaven, Vechta und Oldenburg immer wieder zu Rivalitäten. 2013 plante der Club sein Clubhaus in der Stressemannstraße in Bremerhaven einzurichten.

Garingas 13[Bearbeiten]

Anfang 2013 trat die Rockergruppe Garingas 13 auf. In Bremerhaven haben Mitglieder der Garingas 13 2013 erstmals eine Party in Wulsdorf gefeiert. Die Garingas 13 sind ein Unterstützerclub der in Bremen verbotenen Mongols.

Freeway Riders[Bearbeiten]

Die Freeway Rider versuchen sich 2013 in Bremerhaven zu etablieren. Die Freeway Rider waren zuvor mit dem Chapter Wesermünde in den Landkreisen um Bremerhaven aktiv. Viele der Freeway Rider Mitglieder sind laut Polizei als Straftäter bekannt. 2013 begannen sie ein Clubhaus im Stadtteil Horn Lehe einzurichten.[10]

1982 wurde der Chapter Wesermünde unter dem Namen MOTORRAD CLUB WESERMÜNDE gegründet. Im April 2000 wurde das alte „Colour“ abgelegt und Club wurde als sogenannter Prospect Chapter (Neuling) in den Freeway Riders MC aufgenommen. ein Jahr später kam es zur Vollmitgliedschaft.

BORNS MC[Bearbeiten]

Der Born To Be Wild MC gehört zu den 1% Clubs und hat ein Chapter mit Klubhaus in Bremen. Der Club pflegt eine Freundschaft zu den Vikings aus Irland. Von Konflikten mit anderen Clubs in Bremen ist nichts bekannt.

Silver Shadows MC[Bearbeiten]

Der Silver Shadows MC wurde 1994 in Bremen gegründet. Die Gründungsmitglieder kamen vor allem aus Schwanewede. Das Color des Silver Shadows MC Germany enthält einen Wolfskopf und zwei gekreuzte Schwerte auf weinrotem Grund. Nach einiger trennten sich die verschiedenen Fraktionen und der Club splittete sich. Der Clubname und das Color blieb bei den übriggebliebenen Chopperfahrern.

Ende der neunziger Jahre fand der Club sein Zuhause in einem Container direkt an der Lesum, bis ihnen im Jahr 2000 der Vertrag dort gekündigt wurde. Ende 2000 zog der MC dann in eine ehemalige Kohlenschütte in der Kohlenstraße in Utbremen, dem heutigen Klubheim.

Die Silver Shadows tauchen in den Streitigkeiten der Bremer MCs nicht auf.

Klabauter Biker Bruderschaft Bremen[Bearbeiten]

Die Klabauter Biker Bruderschaft Bremen ist ebenfalls ein Bremer MC mit Klubheim in Bremen-Mahndorf. Der Club ist auf Bremen beschränkt und von Konflikten mit anderen MCs ist nichts bekannt.

MC Truva[Bearbeiten]

Der MC Truva ist der erste türkische MC außerhalb der Türkei. 2007 wurde der Truva MC Germany in Bremen gegründet. Zu seinen Mitgliedern zählen nicht nur türkische Biker, sondern auch deutsche und polnische.

Motorradclub Kuhle Wampe[Bearbeiten]

Die Bremer Gruppe des Motorradclub Kuhle Wampe trifft sich einmal im Monat. Der Club entstammt der Arbeiterbewegung und der antifaschistischen Szene und hat kaum Kontakte zu den autoritär geführten Rocker-Klubs in Bremen.

Polizeiarbeit[Bearbeiten]

Als Kernproblem der Strafverfolgung der Bandenkriminalität ist laut der Polizei Bremen, dass die nachgewiesenen Straftaten dem Verein und nicht nur einzelnen Mitgliedern zugeordnet werden müssen, um gegen die Organisationen vor zu gehen. Politik der kleinen Nadelstiche: Indem auch schon kleinere Verstöße und Ordnungswidrigkeiten verfolgt werden, sollen sie zermürbt und weniger attraktiv für Nachrücker werden. Und sein Kollege aus Bremerhaven, Kripochef Jörg Seedorf macht klar: „Wir beobachten die ganz genau und sind mit den Kollegen in Oldenburg und Bremen gut vernetzt. Wir lassen nicht zu, dass das Gewaltmonopol des Staates unterwandert wird.“

Die im letzten Moment verhinderte Konfrontation zwischen Hells Angels und Mongols im Februar 2013 war ein erstes deutlich sichtbares Anzeichen, dass sich die Hells Angels wieder offen zeigen, sagt Andreas Weber: „Es gibt momentan Veränderung im Gefüge, überwechselnd von einer Rockergruppe zur anderen. Damit gibt es auch Veränderungen bei den regionalen Machtansprüchen.“ Daher gebe es immer wieder Machtdemonstrationen – auch die Konfrontation in der Ölmühlenstraße stuft die Polizei als eine solche Machtdemonstration ein.

Verbindungen zum Rechtsextremismus[Bearbeiten]

In Bremen wurde wie in anderen deutschen Städten deutlich, dass sich seit den 2000er Jahren die Szenen der Motorrad-Rocker, der Fussball-Hooligans und von Rechtsextremisten zunehmend mischen.

Erstmals 2008 berichtete die Jungle World über die Verbindungen von Neonazis und Rockern. Den Hells Angels, den Bandidos und dem Gremium MC werden neben Verbindungen zur organisierten Kriminalität zu Rechtsextremisten vorgeworfen.[11]

Die JW sieht die hohe Attraktivität der Rockerszene bei Neonazis in dem ausgeprägten Hang zum Recht des Stärkeren, zu gewalttätigem Territorialverhalten, Soldatenethos und Kameradschaft , aber vor allem in deren Infrastruktur. Die Bremer Rocker bieten mit Clubhäusern, Lokalen und ihrer schützenden Hand den möglichen Raum für Rechtsrockkonzerte und rechte Tattoo-Studios.

In Bremen besuchten Mitglieder der Hells Angels und des Gremium MC eine Feier im Umfeld der rechtsextremen und mittlerweile verbotenen Hooligangruppe „Standarte Bremen“. Beide MCs sollen in der Region Bremen auch Konzerte mit der rechten Hooliganband Kategorie C veranstaltet haben.

Im Verfassungschutzbericht 2012 des Breme Landesamtes wird angegeben, dass die drei Hooligangruppen die „Standarte Bremen“, „Nordsturm Brema“ (NS-HB) und die „City-Warriors Bremen“ zum einen persönliche Verbindungen zur rechten Szene und zu „Outlaw Motorcycle Gangs“ unterhielten, speziell zu den „Red Devils“, als Unterstützer-MC der Hells Angels. Konkrete Mitgliederzahlen wurden nicht benannt.[12]

Politik[Bearbeiten]

CDU[Bearbeiten]

Wilhelm Hinners, innenpolitischer Sprecher der CDU sagte 2012: „Ich glaube schon, dass Bremen ein Rockerproblem hat. In der Vergangenheit war es so, dass den ‚Hells Angels‘ beispielsweise einige Dinge, sagen wir mal, ‚gestattet worden sind‘, die sich im Nachhinein als nicht besonders glücklich erwiesen haben.“ [13] Hinners spielt dabei auf den Vorfall auf der Bremer Autobahn im Jahr 2010 an (siehe Chronik).

SPD[Bearbeiten]

Die Bremer SPD setzt sich in Person des Innensenators Ulrich Mäurer vor allem für ein Verbot der Vereinsstrukturen ein.

Chronik[Bearbeiten]

  • 2. April 2010: Nach insgesamt sechsmonatigen Ermittlungen hatte das Landeskriminalamt Niedersachsen in Bremen und Oldenburg Wohnungen von Mitgliedern des Gremium MC durchsucht. Mehrere Personen wurden festgenommen. Ihnen wird der kiloweise Handel mit weichen Drogen vorgeworfen. Auch eine Waffe wurde gefunden.[14]
  • 2010: Die Hells Angels machten eine angemeldete Ausfahrt. Um ausreichend Platz für ihre Motorräder zu haben, sperrten sie eigenmächtig eine Spur auf der Bremer Autobahn. Die Polizei bemerkte dies, aber duldete den Eingriff.
  • Sommer 2011: An einem Samstagabend wurden im Bremer Stadtgebiet insgesamt 61 Mitglieder der MC Mongols ???. Vier Menschen wurden verletzt, unter ihnen ein Polizist. Der Polizist wurde von einem Hund gebissen. Anlass für die Festnahmen war eine Feier zur Einweihung eines neuen Clubheims der Mongols. Dazu hatten sich Mitglieder und Sympathisanten des Clubs trotz eines Verbots versammelt. Die Mongols machten sich im Laufe der Feier auf den Weg zum Clubheim Angelsplace der Hells Angels. Dort hatten sich die Mitglieder der verfeindeten Clubs gegenseitig provoziert und es war zu Körperverletzungen gekommen. Später prügelten sich Mongols mit der Polizei, worauf diese mit Schlagstöcken und Hunden gegen die Rocker vorging.[15]
  • Herbst 2011: Marcel S., Präsidenten der Hells Angels Bremen wird wegen räuberischer Erpressung festgenommen und später angeklagt.
  • Februar 2013: In der Ölmühlenstraße in Bremen trafen sich etwa zehn Rocker, mit Baseballschlägern, Messern und durchgeladenen Pistolen bewaffnet und hatten offenbar einen Bandenkampf zwischen den Hells Angels und den in Bremen verbotenen Mongols geplant. Die Bremen Polizei wurde von Anwohnern alarmiert und rückte sofort an. So wurde diese Auseinandersetzung rechtzeitig verhindert.
  • 12. April 2013: In der Bremer Innenstadt in der Nähe der Disko-Meile kam es zu einer Massenschlägerei zwischen den verfeindeten Hells Angels und Mongols. Ein 41-jähriger Mann aus Delmenhorst wurde bei einer Massenschlägerei niedergestochen. Eine Zivilstreife entdeckte die Schlägerei von etwa 40 Rockern in der Bremer Innenstadt und wurde später selber angegriffen. Erst mit Verstärkung von 150 Beamten, darunter Spezialeinheiten konnten die Situation unter Kontrolle bringen. Polizisten wurden so massiv angegriffen, dass zwei von ihnen Warnschüsse abgeben mussten. 150 Polizisten waren im Einsatz; etwa 100 Rocker kamen vorübergehend ins Polizeigewahrsam.
  • 14. April 2013: Bei mehreren Großeinsätzen wurden insgesamt 79 Tatverdächtige vorläufig in Gewahrsam genommen. Bei den Einsätzen waren der Rembertiring und die B75 zeitweise gesperrt worden. In einer Passage nahe dem Bahnhof hatten die Einsatzkräfte 50 Personen festgenommen, die den verbotenen Mongols zugeordnet werden konnten. In einer Gaststätte im Grünenweg stieß die Polizei sie auf Mitglieder der Rockerszene, die sie ebenfalls durchsuchten. Einige hatten Messer oder Schlagstöcke bei sich.

Literatur[Bearbeiten]

  • Jörg Diehl, Thomas Heise, Claas Meyer-Heuer: Rockerkrieg : warum Hells Angels und Bandidos immer gefährlicher werden. München 2013, ISBN 978-3-421-04569-0.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]