Rock Orchester Ruhrgebeat

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Rock Orchester Ruhrgebeat, kurz RoR, ist eine 32-köpfige Rock-Klassik-Band aus dem gesamten Ruhrgebiet, nennt sich selbst seine „musikalische Visitenkarte“ und sein „Botschafter“. Die Formation bezeichnet sich als größte Rockband der Welt. Ihre Konzerte sind eine musikalische Zeitreise durch beinahe sechs Jahrzehnte Rock- und Pop-Musik. Das Repertoire des RoR ist breit gefächert, es reicht von Rock'n'Roll über Beat bis zur Pop- und klassischen Musik.

Rock Orchester Ruhrgebeat
Allgemeine Informationen
Genre(s) Pop, Rock, Swing, Operette, Rock'n'Roll, Schlager, u.v.m.
Gründung 2000/2001
Website www.rorlive.de
Aktuelle Besetzung
Gesang
Andreas Perk, Beatrice Blankenhaus
Gesang, Moderation
Christian „Kiki“ Müller-Espey
Gesang
Julie Kott, Karsten Müller, Kerstin Brix,
Gesang
Lisa Girgenrath, Michael Kochanski,
Gesang
Maurice Lee, Nicole Novak, Petra Lüntz
Gesang
Reinhard Titz, Susan Kent, Uli Veßhoff
Marco Niemann
Martin Esser
Ian Breck-Stewart
Wolfgang Döhr, Paul Neumann
Michael „Saki” Sakowski
Thorsten Heitzmann
Sandra Horn, Guido Wellers
Bariton-Saxophon, Flöte
Klaus Dapper
Tenor-Saxophon, Flöte
Martin Heemann
Miroslav „Miro“ Staszewski
Nataliya Demina, Thuy-Vi Nguyen
Violine
Yura Kim, Priscilla Rodruguez
Sylwia Kessels
Musikalische Gesamtleitung
Wolfgang Wilger

Inhaltsverzeichnis

Gründung und Entstehung[Bearbeiten]

Das Rock Orchester Ruhrgebeat ist aus der „Wilden Sechziger“-Bewegung in Gelsenkirchen hervorgegangen, gegründet von Hans von der Forst (früher: Lissek) ehemaliger Schlagzeuger der „German Blue Flames“ (1963 – 1968) aus Gelsenkirchen. 1998 ließ von der Forst unter dem Motto „Gelsenkirchener Bar-Rock“ eine Bigband mit 28 Musikern aus zehn verschiedenen Bands auftreten. Das erste Konzert fand am 4. Oktober 1998 im Nordsternpark Gelsenkirchen statt.

Aus dieser RuhrGeBeat-Bigband entstand nach Erweiterung und Neubesetzung zwischen 2000 und 2001 das Rock Orchester Ruhrgebeat, kurz RoR.

„… Die Musiker der rund 30-köpfigen Band stammen aus fünf verschiedenen Nationen, aus drei Erdteilen, vereinen junge und alte Künstler, entstammen verschiedener sozialer Herkünfte und verschiedenen musikalischen Ursprüngen, und alles gemeinsam klingt sehr gut“

Stadtspiegel Gelsenkirchen vom 9.3.2005

Musik[Bearbeiten]

Allgemeines[Bearbeiten]

„Eine solche Zusammensetzung einer Band hat es in Deutschland wahrscheinlich noch nicht gegeben.“

Hans von der Forst, im Februar 2002 in der RoR-Post

Die Idee hinter dem Rock Orchester Ruhrgebeat: Eine Basisband, die Rockband, wird durch klassische Instrumente, Bläser, Streicher, Kesselpauken, und bis zu dreizehn Sängerinnen und Sänger untersützt. Die letzteren bilden einerseits den Chor – auch ein Element der Klassik – treten andererseits auch als Solistinnen und Solisten in den Vordergrund. Mehr als fünfzig Prozent der Bandmitglieder sind professionelle Musiker und sorgen für eine hohe technische und musikalische Perfektion. Das RoR verbindet verschiedene musikalische Stile und Epochen. Das komplette Repertoire umfasst über 150 Titel, unter anderem aus den Musikrichtungen Rock, Pop, Operette, Blues, Rock'n'Roll, Schlager, Swing, Beat, Gospel. Das Rock Orchester Ruhrgebeat ist keine reine Coverband. Dem RoR geht es um mehr:

„Wir covern nicht nur, wir suchen uns musikalische Stärken, uns geht es um die Seele der Musik.“

Hans von der Forst im Interview, "Rockorchester Ruhrgebeat Tour durch Rockgeschichte" in den Ruhr-Nachrichten vom 27.07.2009

Der musikalische Leiter Wolfgang Wilgers erweitert die Arrangements über die der Originale hinaus, der gesamte Klangkörper des Orchesters wird genutzt.

„Inspiriert von einer langen Geschichte des Rock hat die Gruppe ein breites Repertoire und misst sich dabei mit den ganz Großen. […] Kopiert klingt ihre Musik trotzdem nie, denn bei jedem einzelnen Song schafft es die gesamte Besetzung, ihrer Musik eine ganz eigene Note zu verleihen.“

Katharina Hölscher, Rock von und mit 'Ruhrgebeat', WAZ Gladbeck vom 04.10.2009

Das Rock Orchester Ruhrgebeat modifiziert, variiert und verfremdet auch bekannte Songs und Kompositionen, bearbeitet die Arrangements teilweise neu. Beim Beatles-Klassiker „With a little help from my friends“ kombiniert das RoR beispielsweise zwei verschiedene Fassungen in seiner eigenen Interpretation: Die Original-Version, auf dem Sgt.-Pepper-Album von Ringo Starr und hier von Andreas Perk gesungen, sowie die langsame Soul- und Blues-Variante von Joe Cocker, auf dem Festival „Woodstock Music and Art Fair“ (15. – 17.8.1969, Bethel, N. Y.) erstmalig vorgestellt, den das RoR-eigene Cocker-Pendent Mick Kochanski singt. Ein zweites Beispiel: Ein Elvis Presley-Medley singen die Frauen, Bluesballaden werden zu Rock'n'Rollern, Rock-a-billies verwandeln sich in Slow-Blues.

Live-Auftritte[Bearbeiten]

Das Rock Orchester Ruhrgebeat ist bekannt für seine Live-Konzerte. Diese finden nicht nur im Ruhrgebiet, sondern in ganz Deutschland statt. 2009 tritt das RoR siebzehn Mal live auf, 2010 sind bis zu 40 Gigs geplant. Die Reaktionen der Besucher und der Lokalpresse sind vielfach begeistert:

„Mit über 30 Musikern […] heizten sie dem Publikum dermaßen ein, dass schon nach den ersten Tönen – bzw. Beats – der Band keiner mehr still stehen konnte. Es gab niemanden, bei dem nicht zumindest ein Fuß mitwippte.“

Katharina Hölscher, Rock von und mit 'Ruhrgebeat', WAZ Gladbeck vom 04.10.2009

Die Leute würden durch die Musik und die Darbietung der über 30 Musiker berührt, beseelt und angesteckt, so die Medien. Höhepunkte von RoR-Konzerten sind die Versionen der Queen-Klassiker Bohemian Rhapsody und Barcelona sowie des Miles-Hits Music, des Barry Ryan-Erfolges Eloise und des aktuellen Michael Jackson-Medleys. Eine besondere Bedeutung haben beim RoR die jeweils passenden Kostüme aus eigener Schneiderei.

„Jeder Interpret bekommt auf der Bühne auch das passende Outfit verpasst, Janis Joplin mag´s lässig, Shirley Bassey mondän, und Elvis Presley hatte seine Anzüge.“

WAZ Gelsenkirchen vom 01.05.2009

Bei Sergeant Pepper`s Ringo-Song erscheinen die Beatles natürlich in den vom bekanntesten Plattencover der Welt her vertrauten bonbonfarbenen Fantasie-Uniformen.

Ein Highlight des RoR war u.a. der Auftritt auf der von zahlreichen Prominenten und Stars besuchten Gala anlässlich des 60. Geburtstages von Musikproduzent und Komponist Ralph Siegel am 30.9.2005 in München[1].

Johnny Logan tratt 2006 gemeinsam mit dem RoR auf, einmal in Gelsenkirchen[2] und einmal in Bochum[3].

Am 29. Juli 2006 trat das RoR bei der von einer Million Menschen besuchten Veranstaltung "Kölner Lichter"[4] auf, die von 20:15 bis 0:30 live im WDR-Fernsehen[5] übertragen wurde.

„„Hier brennt ein Feuer” heißt die Ruhr2010-Fanfare. Und während auf der Leinwand im Hintergrund für das Ruhrgebiet typische Fotos wie Zechen-Bilder liefen, besang das ROR den Wandel von qualmenden Schloten und glühenden Öfen hin zu einem „völlig neuen Ruhrgebiet”.“

“Feurig in den Mai“, WAZ vom 01.05.2009

Musikalische Gäste[Bearbeiten]

Das Rock Orchester Ruhrgebeat wird bei seinen Konzerten immer wieder durch überregional bekannte Gäste unterstützt. Mit dabei waren

Auch andere Bands unterstützten und unterstützen das RoR bei verschiedenen Auftritten:

  • Tony Honk (1998, 1999)
  • die Dublinskis (2000)
  • Gimme Five (2000, 2001)
  • The German Blue Flames (2002)
  • Dieter Wartmanns Take Off (2003)
  • Untamed Youth (2003)
  • Heinz (2008, 2009)[6]

Diskographie[Bearbeiten]

CDs[Bearbeiten]

2000 …volles „RoR“ Live!
2002 Dreizehn
2003 ELEoise (live)
2004 Heart „ROR“ Café: Elvis meets Madonna

DVD[Bearbeiten]

2003 "ROR" Live Vol.1

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Vgl.„‘Hast immer deinen Traum gelebt‘: Rock-Orchester feierte Ralph Siegel“ von Stephan Aschauer-Hundt In: Herscheider Nachrichten vom 13.10.2005
  2. Vgl. „Volles „ROR“ mit Johnny Logan“ In: WAZ Gelsenkirchen vom 02.05.2006
  3. Vgl. „ROR“-Post, Ausgabe 04/2007
  4. WDR Panorama
  5. WDR Fernsehen
  6. 6,0 6,1 Homepage des Rock Orchester Ruhrgebeat

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