Robert Andreasch

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Robert Andreasch (Autorenname) (* 1973 in Ellwangen), ist deutscher Sozialwissenschaftler und Journalist . Er gilt als profunder Kenner der rechtsextremen Szene in Süddeutschland.

Leben[Bearbeiten]

Andreasch studierte Soziologie und Sozialpsychologie in München. Seit 1992 arbeitet er als Journalist. Er beobachtet seit Jahren die rechtsextremistische Szene. Andreasch hat unter anderem für die ARD, die ZEIT und verschiedene Online-Portale recherchiert und geschrieben und ist ehrenamtlicher[1] Mitarbeiter der Antifaschistische Informations-, Dokumentations- und Archivstelle München e.V (a.i.d.a.). 2008 brachen Neonazis dem Journalisten zwei Rippen beim Begräbnis Friedhelm Busses und Philipp Hasselbach zertrat Andreasch' Kameraobjektiv, da er dokumentierte wie Thomas Wulff eine Reichskriegsflagge mit Hakenkreuz über Busses Sarg ausgebreitet hatte. Das antiislamistische Blog PI-News und die neurechte Wochenzeitung Junge Freiheit initiierten im Sommer 2011 eine Diffamierungskampagne gegen Andreasch.[2] Er arbeitet unter einem Pseudonym, da er als „Antifa-Federknecht“ Drohungen erhält.[3]

Wirken[Bearbeiten]

Andreasch ist Referent auf Fachtagungen gegen Rechtsextremismus[4] und gefragter Podiumsdiskutant[5] Er hält regelmäßig Vorträge, in denen er Bürger über Rechtsextremismus informiert[6] und wird von der Presse oft zitiert.[7]

Veröffentlichungen (Auswahl)[Bearbeiten]

Zeitungsartikel[Bearbeiten]

Zeitschriftenbeiträge[Bearbeiten]

  • Mit Schwung in den Westen, Der Rechte Rand Nr. 104 (Januar 2007), S. 4.
  • Nationales Siedeln in Bayerisch-Schwaben. Der Rechte Rand, Nr. 106 (Mai 2007).
  • Volksfront in zwei Hälften, Der Rechte Rand Nr. 109 (November 2007), S. 12.
  • (zusammen mit Andreas Speit) Nicht nur ökologisch, Der Rechte Rand, Nr. 113 (Juli/August 2008).
  • (zusammen mit Silke Heinrich) Übergriffe und Aufmärsche : Neonazis am 1.-Mai-Wochenende 2011, Der Rechte Rand Nr. 130 (2011), S. 4-5.
  • "... konnte bislang nicht festgestellt werden": die bayerische Neonaziszene hat seit Jahrzehnten eine hohe Affinität zu Waffen und Sprengstoff ; von Terrorismus sprachen die Behörden in diesem Zusammenhang nur selten, Der Rechte Rand Nr. 136 (2012), S. 8-9.
  • (zusammen mit Thies Marsen/Josef Winkler): Die Bedrohungslage durch Neonazis muss ganz neu diskutiert werden", MUH, das Magazin für bayerische Aspekte 2012, Heft 5, S. 42 - 46.

Onlinebeiträge[Bearbeiten]

Fachbeiträge[Bearbeiten]

  • (zusammen mit Andreas Speit), "Mit Schwung in den Westen", in: Andrea Röpke (Hrsg.): Neonazis in Nadelstreifen - die NPD auf dem Weg in die Mitte der Gesellschaft, Berlin 2008, S. 67 – 88 (online bei der Bundeszentrale für politische Bildung)
  • Was hat die NPD gegen Amerika? in: Fabian Virchow/Christian Dornbusch (Hrsg.): 88 Fragen und Antworten zur NPD - Weltanschauung, Strategie und Auftreten einer Rechtspartei - und was Demokraten dagegen tun können, Schwalbach 2008, S. 62 – 64
  • Notizen aus Ostbayern. Traditionsbewusstsein und Heimatverbundenheit, in: Friedrich Burschel (Hrsg.): Stadt – Land – Rechts - Brauner Alltag in der deutschen Provinz. Reihe: Texte der Rosa-Luxemburg-Stiftung Bd. 63 (2010), S. 113 - 123
  • Entstehung und Aktivitäten der 'Bürgerbewegung PRO MÜNCHEN'”, in: Alexander Häusler(Hrsg .): Rechtspopulismus als “Bürgerbewegung”. Kampagnen gegen Islam und Moscheebau und kommunale Gegenstrategien, S. 104 – 113.
  • (zusammen mit Mario Born): Entwicklungen in Süddeutschland, in: Jan Schedler (Hrsg.): Autonome Nationalisten - Neonazismus in Bewegung, Wiesbaden 2011, S. 231 - 240
  • Die extreme Rechte in Bayern, in: Deutscher Gewerkschaftsbund Bezirk Bayern (Hrsg.): Rechtsextremismus in Bayern: Befunde, Argumente, Gegenstrategien, München 2012, S. 5 – 12 (online)
  • «Rechtsterroristische Strukturen sind nicht bekannt geworden.» Die Verharmlosung des militanten Neofaschismus: das Beispiel Bayern, in: Fritz Burschel/Kira Güttinger (Hrsg.): Vergessener Terror von rechts - Verharmlosung und Leugnung von (Neo-)Nazi-Umtrieben in Deutschland. Paper der Rosa-Luxemburg-Stiftung 2012, S. 14 -18 (online)

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelbelege[Bearbeiten]

  1. Netzwerk Recherche: Dicht dran – oder mittendrin? Lokaljournalismus zwischen Recherche und Regionalstolz, Fachkonferenz in Kooperation mit der Süddeutschen Zeitung und der Deutschen Journalistenschule vom 9./10. November 2012, München,Referentenporträt, abgerufen am 3. Dezember 2012.
  2. Neue Rechte im Südwesten: Guten Übermorgen!, Publikative.org vom 11. Juni 2012
  3. s. bspw. Simon Haas: Plötzlich steht der Referent im Fadenkreuz, Backnanger Kreiszeitung vom 25. Mai 2012.
  4. Akademie für Politische Bildung: Herausforderung Rechtsextremismus: Strukturen – Strategien – Gegenmaßnahmen, Fachtagung vom 3. bis 4. Dezember 2010 [1] diess.: Gefahr für Toleranz und Wertegemeinschaft. Fortbildungsseminar vom 6. bis 10. Juni 2011 [2]; Katholische Akademie Trier: Zusammenhänge zwischen(Jugend-) Gewalt und Rechts-Extrenismus, Studientagung vom 25-27 Mai 2012 [3]; Friedrich-Ebert-Stiftung und Mobile Beratung gegen Rechtsextremismus Berlin: Rechtsextremismus im urbanen Raum: Entwicklungen – Herausforderungen – Perspektiven am 24. September 2012 in Berlin [4]; Bundesarbeitsgemeinschaft Kirche & Rechtsextremismus c/o Aktion Sühnezeichen Friedensdienste: Erinnerungsdiskurse und Menschenfeindlichkeit in Kirche und Gesellschaft. – Traditionslinien und aktuelle Anlässe, 2. Ost-West-Konferenz am 23/24. November 2012 [5]
  5. DGB Bayern: Diskussion „Schöner Leben ohne Nazis“ vom 8. November 2008 [6]; DGB München, a.i.d.a., dju, RAV: Podiumsdiskussion zum NSU-Skandal vom 6. Dezember 2012 [7]
  6. Robert Andreasch: Nazis nisten sich im Süden ein, Schwäbische Zeitung vom 21. März 2009;Auch in der Region sind Neonazis gut vernetzt, Schwäbisches Tagblatt vom 24. Dezember 2011; Michael Schmidt: Kampf gegen rechts, Stuttgarter Zeitung vom 27. Januar 2012; Daniel Häfele: Die Vergangenheit ist immer noch lebendig, Augsburger Allgemeine vom 13. Mai 2009; Frankenpost vom 3. Dezember 2012
  7. Bernd Kastner: Die Polizei ist ihr neues Feindbild, SZ vom 17. Mai 2010; Obermaier/Maier-Albang: Rechte Szene in München Bewegung im braunen Sumpf, SZ vom 21. April 2011; Bayerischer Rundfunk: Neonazi-Methode Zuhören und Zuschlagen, Dossier Rechtsextremismus in Bayern, Archiv 6. Februar 2011; Naziszene in Südbayern immer aktiver, chiemgau24.de, onlineportal des OVB vom 24. März 2012; Florian Sendtner: Auch nach der Mordserie der Neonazis – für den Verfassungsschutz gilt weiter: Der Feind steht links!, Bayerische Staatszeitung vom 30. März 2012; Oliver Hollenstein/Frederik Obermaier: Ominöses Ende der Jagdstaffel SZ vom 24. August 2012
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