Rittersporn (Hexer-Saga)

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Rittersporn (eigentlich: Julian Alfred Pankratz, Graf de Lettenhove) ist eine fiktive Figur aus der Hexer-Saga, einer Serie von Kurzgeschichten und Romanen Andrzej Sapkowskis, die von den Abenteuern des Hexers Geralt von Riva handeln.

Die Rolle Rittersporns im Film und in der Serie Wiedźmin (dt. Der Hexer) wurde von Zbigniew Zamachowski verkörpert. Im Computerspiel The Witcher leiht ihm Jacek Kopczyński seine Stimme.

Inhaltsverzeichnis

Hintergrund und Geschichte[Bearbeiten]

Rittersporn (oder vielmehr Julian Alfred Pankratz, Graf de Lettenhove) ist im Hexer-Zyklus von Andrzej Sapkowski ein weithin bekannter und beliebter Barde und Trobador; er "kannte alle Könige, Fürsten, Herrscher und Lehnsherren von der Jaruga bis zu den Drachenbergen", und war der Verfasser vieler Verse, Balladen, Lieder und Gawęden. Er ist ein Freund des Hauptcharakters, Geralt von Riva, mit welchem er zahlreiche Abenteuer erlebt hat und den er häufig in verschiedene Schwierigkeiten verwickelt. Unter anderem hat er an den Höfen der Könige Niedamir, Vizimir und Venzlaw gespielt.

Rittersporn ist der Sohn der Gräfin de Lettenhove. Er ist fast vierzig Jahre alt. Sigismund Dijkstra sagt über ihn, er sei beinahe vierzig Jahre alt, sehe aus wie dreißig, stelle sich vor, er sei zwanzig, und benehme sich, als sei er zehn Jahre alt. Zu schreiben lernte er mit acht Jahren an einer Tempelschule und mit neunzehn Jahren begann er, unter dem Einfluss der Liebe zur Gräfin de Stael, die ersten Reime und Melodien zu schreiben. Er muss das Pseudonym Rittersporn verwenden, seit er die Herzogin von Toussaint, Anna Henrietta, verführt hat und sich vor dem Zorn ihres Mannes Rajmund retten muss. Dieser hat seiner Frau versprochen, den Barden zu töten, sein Herz herauszureißen und sie zum Essen dieses zu nötigen.

Rittersporn studierte die Sieben Freien Künste auf der Universität in Oxenfurt und erhielt ein Diplom. Außerdem unterrichtete er dort ein Jahr lang Trobadordichtung und Poesie. Auch als Trunkenbold war er dort bekannt.

Eine Zeit lang lebte er bei Vespula – einer jungen Frau aus Novigrad, die ihn hinauswarf, als sie von seiner Untreue erfuhr. Außerdem war er mit der Herzogin Anarietta, der Fürstin von Toussaint, liiert, was in Die Dame vom See eine wichtige Rolle spielt.

Von Zeit zu Zeit spioniert er auch für Sigismund Dijkstra – den Geheimdienstleiter des Königs Vizimir von Redanien.

Rittersporn kennt fast von Kindheit an die Dichterin Essi Daven, die unter dem Pseudonym „Äuglein“ bekannt ist.

Aussehen und Charakter[Bearbeiten]

Rittersporn ist ein attraktiver Mann mit einer klangvollen Stimme und perlendem Lachen. Manchmal wird er für einen Elfen gehalten.

Er kleidet sich modisch. Oft trägt er bunte Wämser mit Puffärmeln und Spitzenmanschetten. Auf dem Kopf trägt er meist einen originellen pflaumenfarbenen Hut mit einer silbernen Schnalle und einer weißen Reiherfeder. Quer über dem Rücken trägt er seine unzertrennliche Laute – ein Geschenk der Elfen aus Dol Blathanna.

Rittersporn ist ein außergewöhnlicher Frauenheld, ungeniert bezirzt er alle Frauen – von den bedienenden Mägden in Wirtshäusern über Zauberinnen bis hin zu hochwohlgeborenen Adligen. Obwohl er dem Anschein nach alle Frauen mit Anstand behandelt, scheut er sich nicht, hinter ihrem Rücken über sie zu spotten. Dennoch gibt es einige Frauen, die der Barde mit aufrichtigem Respekt behandelt – Yennefer, Milva und Essi Daven. Oft gibt er zu verstehen, dass Weiber seiner Meinung nach nur existieren, um dem männlichen Körper zu dienen. Er denkt, dass er nicht für Monogamie geschaffen sei.

Er ist gebildet, kennt sich unter anderem in Heraldik, Musik sowie Poesie aus und ist schriftstellerisch talentiert. Des Weiteren hält er sich für einen Philosophen und spricht pathetisch.

Er neigt zur Übertreibung und Hysterie und ist überempfindlich sowie größenwahnsinnig.

Allerdings ist Rittersporn eine positive Figur: Er ist zwar kein Kämpfer und versucht in der Regel, Kämpfen aus dem Weg zu gehen, hat aber einige Male seine Tapferkeit und Treue gegenüber Freunden bewiesen. In der Erzählung Der Rand der Welt wurden Geralt und er von einer Gruppe feindlicher Elfen gefangen genommen; obwohl Rittersporn die Gelegenheit hatte, sein Leben zu retten, zog er es vor, an der Seite des Hexers zu bleiben und sich dem Tod auszusetzen. Er brach auch mit dem Hexer nach Nilfgaard auf, um das Überraschungskind Ciri zu retten, obwohl er die Sache für übertrieben und hoffnungslos hielt.

bekannteste Werke[Bearbeiten]

  • Gwiazdy nad traktem (dt. Sterne überm Weg) – Liebesballade
  • Tam gdzie diabeł mówi dobranoc (dt. Ein Ort, wo sich Fuchs und Hase gute Nacht sagen)
  • Czas księżyca (dt. Zeit des Mondes) – Gedichtband
  • Kwiat Ettariel oder Nadobna Ettariel (dt. Die Blume von Elaine Ettariel) – eine Ballade, die Rittersporn den Dryaden aus Brokilon vorsingt
  • O królowej Marienn i Czarnym Kruku (dt. Die Ballade von der Königin Marienn und vom Schwarzen Raben)
  • O wesołej młynareczce (dt. Die Ballade von der heiteren Müllerin)
  • Niedole miłowania (dt. Missgeschicke der Liebe) – Gedichtband
  • Nieuchwytna (dt. Die Unfassliche) – eine Ballade, die Rittersporn auf der Insel Thanedd sang
  • Wieczny Ogień oder Zima (dt. Winter) – eine Ballade, die Rittersporn in Novigrad singt
  • Pół wieku poezji (dt. Ein halbes Jahrhundert der Poesie) – Rittersporns Memoiren
  • Brzmi głucho serce dzwonu... (dt. Der Glocke Herz klingt dumpf…) – ein Lied, das Rittersporn sang, als er mit Geralt Seeungeheuer jagte
  • Ballade vom Löwenjungen aus Cintra (Roman Das Erbe der Elfen)

Siehe auch[Bearbeiten]

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