Ring Katholisch Akademischer Burschenschaften in Österreich

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Der Ring Katholisch Akademischer Burschenschaften (RKAB) in Österreich ist ein Korporationsverband farbentragender, nichtschlagender katholischer Studentenverbindungen in Österreich. Er ging 1965 aus dem Ring Katholischer Deutscher Burschenschaften (RKDB) hervor.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte[Bearbeiten]

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Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde der RKDB wiederbegründet. In Deutschland zählte er 1955 200 Studenten und 500 Alte Herren, 1965 26 Korporationen mit 1.066 Aktiven und 1.827 Alten Herren, 1980 rund 2.000 Angehörige .

Mit der Wiederbegründung wurde der großdeutsche Gedanken verworfen und in der Satzung festgelegt, sich für ein Wirken für die Einheit und Freiheit der Deutschen einzusetzen.[1] Dieser Passus stellte die in Österreich befindlichen RKDB-Verbindungen vor das Problem, sich bei einem Verbleib im Verband dem Vorwurf auszusetzen, weiterhin dem großdeutschem Gedanken anzuhängen; sie spalteten sich konsequenterweise vom bundesdeutschen Verband ab. 1965 gründeten Wiking Wien, Rheno-Danubia Wien, Vedunia Wien und Südgau Graz den Ring katholisch akademischer Burschenschaften (RKAB). Auch im Verbindungsnamen wurde das "deutsch" durch "akademisch" ersetzt.[2][3]

Der RKAB ist lt. Satzung "eine Bildungs-, Lebens- und Aktionsgemeinschaft, die sich als katholischer Verband allumfassend mit der Zielsetzung zur christlichen Ökumene und zur Wahrung deutscher studentischer Traditionen" versteht. Unter Beibehaltung des katholischen Prinzips wird den Korporationen die Aufnahme christlich getaufter Kommilitonen als Vollmitglieder offiziell freigestellt.[4]

Nachdem der Verband seinen Betrieb vorübergehend einstellte, wurde der RKAB 1983 von Wiking Wien, Rheno-Danubia Wien und Langobardia Salzburg reaktiviert. Heute hat der Verband zwei Verbindungen mit Aktivitas und besteht sonst aus Altherrenschaften.[5]

Wahlspruch ist Deo, patriae, amico sacer, als Grundsätze gelten virtus, scientia, amicitia.

Der Verband ist Gründungsmitglied des Europäischen Kartellverbands (EKV).[6] Mitteilungsblatt ist der gemeinsam mit dem deutschen Schwesterverband RKDB herausgegebene Der Ring.

RKAB und RKDB umfassen ihr gesellschaftliches Engagement und ihren Status im Gemeinwesen damit, verstärkt für ein geeintes Europa einzutreten.

Mitgliedsverbindungen[Bearbeiten]

Aktive Vollmitglieder[Bearbeiten]

  • KAB Langobardia Salzburg (1983 aufgenommen)
  • CAB Erzherzog Johann zu Leoben (2012 probeweise, seit 2014 als Vollmitglied aufgenommen)

Passive Vollmitglieder[Bearbeiten]

Folgende Burschenschaften haben eine Altherrenschaft, aber keine Aktivitas mehr:

  • KAB Wiking Wien (1928 aufgenommen, vormals im RKDB)
  • CAB Rheno-Danubia Wien (1928 aufgenommen, vormals im RKDB)
  • KAB Südgau zu Graz (1963 aufgenommen)

Ehemalige Mitgliedsverbindungen[Bearbeiten]

  • KAB Vedunia Wien (1960 aufgenommen im RKDB, später im RKAB, suspendiert)

Siehe auch[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Paulgerhard Gladen: Gaudeamus igitur – Die studentischen Verbindungen einst und jetzt. Callwey, München 1988, ISBN 3-7667-0912-7. S. 237.
  • Wilhelm Kosch, Josef Zanders: Die burschenschaftliche Bewegung im katholischen Deutschland. Wächter-Verlag, Graz 1929 (DNB).
  • Der Ring (Mitteilungszeitschrift des RKDB und später auch des RKAB), wechselnde Orte, seit 1924 (DNB).

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Ring Katholischer Deutscher Burschenschaften Portrait in: "Uni aktuell" der ÖH-Uni Wien, 1962
  2. Der Ring Katholisch-Akademischer Burschenschaften in Österreich. Portrait in "Couleur" (Zeitschrift des MKV), 1973
  3. Krause, Peter: "O alte Burschenherrlichkeit". Die Studenten und ihr Brauchtum. (Graz u.a. , 5. Auflage 1997) S. 177.
  4. Specimen Corporationum Cognitarum
  5. Paulgerhard Gladen: Geschichte der studentischen Korporationsverbände. Bd. 2. Die nichtschlagenden Verbände und Nachträge zu Band I, S. 268 (1985) Becker-Verlag, Würzburg
  6. Ein Europafest in Wien - Der RKAB feierte den 25. Jahrestag seiner Gründung, in: Student in Europa, Nr. 32 Dezember 1990
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