Richard Zapp

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Richard Zapp (* 3. April 1904 in Germersheim; † 17. Juli 1964 im Kiel) war ein deutscher Marineoffizier der Reichsmarine und der Kriegsmarine vor und während des Zweiten Weltkriegs. Zuletzt hatte er den Dienstgrad eines Fregattenkapitäns inne.

Inhaltsverzeichnis

Militärische Laufbahn[Bearbeiten]

Feindfahrten

U 66

  1. 13. Mai 1941 bis 11. Juni 1941
  2. 23. Juni 1941 bis 5. August 1941 (4 Schiffe mit 19.078 BRT versenkt)
  3. 28. August 1941 bis 9. November 1941 (1 Schiff mit 7.052 BRT versenkt)
  4. 25. Dezember 1941 bis 10. Februar 1942 (5 Schiffe mit 33.455 BRT versenkt)
  5. 21. März 1942 bis 27. Mai 1942 (6 Schiffe mit 43.956 BRT versenkt)

Zapp trat am 1. Mai 1923 in die Reichsmarine ein und wurde dort bis zum 30. April 1924 der II. Abteilung der Schiffsstammdivision der Nordsee zugewiesen. Anschließend absolvierte er seine Bordausbildung auf dem Segelschulschiff Niobe, die bis zum 1. Oktober 1924 andauerte. Danach kehrte er bis zum 31. März 1925 zu seiner Schiffsstammdivision zurück. Die noch einmal folgende Bordausbildung auf der Niobe beendete Zapp am 30. September 1925. Unter gleichzeitiger Ernennung zum Obermatrosen wurde Zapp am 1. Oktober der I. Abteilung der Schiffsstammdivision der Ostsee in Stralsund zugeteilt. Dort blieb er bis zum 10. Juli 1926. Anschließend kehrte er vorübergehend bis zum 17. Oktober auf die Niobe zurück, wechselte jedoch zum 18. Oktober auf den Leichten Kreuzer Emden über. Mit diesem war Zapp bis zum 24. März 1928 auf Weltreise, bei welcher er am 1. April 1927 zum Gefreiten ernannt wurde.

Nach seiner Rückkehr nahm Zapp einen Fähnrichslehrgang auf und absolvierte die militärische Ausbildung, die einschließlich der Fähnrichs-Lehrgänge bis zum 2. Februar 1930 andauerte. Während dieser Zeit wurde Zapp am 1. April 1928 zum Fähnrich zur See und am 1. Juli zum Obermaat ernannt. Nach Beendigung seiner Fähnrichsausbildung wurde Zapp vom 17. Januar 1930 bis zum 9. April 1931 Divisionsleutnant auf der Hessen, wo er am 1. Juni 1930 zum Oberfähnrich zur See bzw. am 1. Oktober 1930 zum Leutnant zur See ernannt wurde. Vom 10. April bis zum 30. September 1931 hatte er die Funktion des II. Wachoffiziers auf dem Minensuchboot M-145 inne und wurde hieran bis zum 29. September 1933 Kompanie- und Rekrutenoffizier bei der I. Marine-Artillerieabteilung, wo Zapp am 1. Mai 1933 zum Oberleutnant zur See ernannt wurde.

Vom 30. September 1933 bis zum 23. September 1934 war er Kommandant auf verschiedenen Räumbooten und anschließend bis zum 6. September 1938 I. Wachoffizier, später Kommandant, auf dem Torpedoboot T-158 sowie dem Minensuchboot M-122, wo er am 1. April 1936 zum Kapitänleutnant befördert worden war. Weitere Einsätze als Kommandant von M-1 folgten bis zum 24. Oktober 1938. Danach wurde Zapp bis zum 24. August 1939 als Kompaniechef der I. Marine-Artillerieabteilung zugewiesen. Anschließend agierte er bis zum 31. März 1940 als Kommandeur der Marine-Flakabteilung 251.

Am 1. April 1940 wechselte er zur U-Boot Waffe über, absolvierte bis Ende Juli einen U-Lehrgang und wurde ab dem 10. Oktober Kommandantenschüler auf U 46 unter dem Kommandanten Engelbert Endrass. Zum 18. November 1940 erfolgte Zapps Delegierung zur Baubelehrung für das im Bau befindliche U 66, zu dessen Kommandanten er am 2. Januar 1941 wurde. Mit U 66 lief der zum 1. April 1941 zum Korvettenkapitän ernannte Zapp zu fünf Feindfahrten aus, in deren Verlauf er 16 Schiffe mit insgesamt 103.541 BRT versenken konnte. Hierfür wurde Zapp am 23. April 1942 mit dem Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes ausgezeichnet. Am 12. Juni 1942 gab Zapp das Kommando von U 66 an Friedrich Markworth ab und war bis Kriegsende Flottillenchef der 3. U-Flottille in La Rochelle sowie ab Oktober 1944 auch zeitgleich Kommandeur des Marine-Regiments Zapp. Am 30. Januar 1945 erfolgte in dieser Position seine Beförderung zum Fregattenkapitän. Vom 9. Mai 1945 bis zum 5. Juli 1947 befand Zapp sich in französischer Kriegsgefangenschaft.

Auszeichnungen[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Rainer Busch und Hans-Joachim Röll: Der U-Boot-Krieg 1939–1945: Die Ritterkreuzträger der U-Boot-Waffe von September 1939 bis Mai 1945. Mittler und Sohn, 2003, ISBN 3-8132-0515-0.


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