Rauch Landmaschinenfabrik

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Rauch Landmaschinenfabrik GmbH
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Rechtsform GmbH
Gründung 1921
Sitz Sinzheim
Leitung Hermann Rauch,
Joachim Rauch,
Norbert Rauch
Mitarbeiter 380[1]
Umsatz 75 Mio. Euro (2013)[1]
Branche Landtechnik
Website www.rauch.de
Stand: Januar 2015 Vorlage:Infobox Unternehmen/Wartung/Stand 2015
Produktionsstandort Rheinmünster

Die Rauch Landmaschinenfabrik GmbH (Eigene Schreibweise: RAUCH) ist ein deutscher Landmaschinenhersteller von Mineraldünger­streuern, Sämaschinen und Winterdienst­streuern mit Sitz in Sinzheim, Baden-Württemberg.

Geschichte[Bearbeiten]

Die Rauch Landmaschinenfabrik wurde 1921 als Fabrik für landwirtschaftliche Maschinen Gebrüder Rauch gegründet. 1936 wurde der erste Rauch-Düngerstreuer entwickelt, 1983 lieferte das Unternehmen den ersten pneumatischen Düngerstreuer aus und 1984 brachte Rauch die erste elektronisch gesteuerte Düngerdosierung auf den Markt. Seit dem Umzug in ein neu gestaltetes Werk am Baden-Airpark im September 2009 befinden sich alle Rauch-Produktionsbereiche unter einem Dach. 2011 erwarb der Schweizer Konzern Bucher Industries eine Minderheitsbeteiligung von 24 Prozent an der Rauch Landmaschinenfabrik.[2] Rund zwei Drittel der Produktion gehen in den Export. Rauch wird in der dritten Generation als Familienunternehmen geführt.[3]

Produktpalette und -entwicklung[Bearbeiten]

Rauch produziert Düngerstreuer (Scheibenstreuer sowie pneumatische Exaktstreuer), Winterdienststreuer und Sämaschinen. Ein weiteres Standbein war bis 1995 der Bau von Obstpressen und Traubenverarbeitungsmaschinen.

Die Rauch Landmaschinenfabrik ist Inhaberin mehr als hundert Patenten.[3][4] Die Entwicklungs- und Konstruktionsabteilung nutzt seit 1985 eine eigene Testhalle zur Erstellung von Streutabellen.[5][6]

Von 2004 bis 2007 war die Rauch Landmaschinenfabrik Teilnehmer des vom Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie geförderten Forschungsprojekts WIN – Wissensmanagement in Informationsnetzwerken.[7][8] Seit 2009 ist Rauch ordentliches Mitglied im Competence Center ISOBUS zur technischen Weiterentwicklung und internationalen Einführung des Datenübertragungssystems ISOBUS für die Landtechnik[9] und Projektpartner des Forschungsprogramms IKT 2020 – Forschung für Innovation, das vom Deutschen Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz Kaierslautern koordiniert wird.[10][11] Rauch unterstützt die Nachwuchsförderung der Max-Eyth-Gesellschaft Agrartechnik im VDI.[12]

Auszeichnungen[Bearbeiten]

Das Unternehmen wurde auf nationalen und internationalen Ausstellungen, wie der Agritechnica, mit Gold- oder Silbermedaillen für neuentwickelte Maschinen prämiert.[13] Dort stellte das Unternehmen im Jahr 2007 den ersten elektrisch angetriebenen Düngerstreuer für Mineraldünger vor,[14][6] 2013 einen vollautomatischen Düngerstreuer.[15][16][17]

Standorte[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Rauch Landmaschinenfabrik – Sammlung von Bildern
Facebook icon.svg Rauch Landmaschinenfabrik bei Facebook

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. 1,0 1,1 1,2 Daten&Fakten, Website der Rauch GmbH abgerufen 18. November 2013
  2. Bucher erwirbt Minderheitsbeteiligung von 24% an Rauch Landmaschinenfabrik, Handelszeitung, 26. Januar 2011
  3. 3,0 3,1 RAUCH Landmaschinenfabrik GmbH: Verleihung des Business Award, Pressemitteilung der Industrie- und Handelskammer Karlsruhe, 15. Oktober 2009
  4. Johannes Paar: RAUCH startet mit neuem Wiegestreuer Axis 20.1 W ins Jubiläumsjahr, Landwirt.com, 28. Januar 2011
  5. N. Rauch: Verteilgenauigkeit verschiedener Dünger-Ausbringetechniken und deren Meßmethoden, Rauch Landmaschinenfabrik GmbH, Sinzheim bei Baden-Baden 1986
  6. 6,0 6,1 Volker Stöcklin, Michael Linz (Rauch Landmaschinenfabrik GmbH): Vergleich hydraulischer und elektrischer Antriebssysteme am Beispiel eines Zweischeibendüngerstreuers, in: Marcus Geimer, Christian Pohlandt: Grundlagen mobiler Arbeitsmaschinen, Karlsruher Schriftenreihe Fahrzeugsystemtechnik Bd. 22, KIT Scientific Publishing, Karlsruhe, Baden 2014, ISBN 978-3-7315-0188-6, S. 71–90.
  7. Norbert Gronau, Boris Petkoff, Thomas Schildhauer (Hrsg.): Wissensmanagement – Wandel, Wertschöpfung, Wachstum. Gito-Verlag, Berlin 2004, ISBN 3-936771-31-6, S. 341–348.
  8. Gerhard Baader, Matthias Wirth: Wissensmanagement in Informationsnetzwerken: WIN; Durchführung eines Pilotprojektes in einem Landmaschinenunternehmen; Schlussbericht zum BMWi-Verbundprojekt, Rauch Landmaschinenfabrik GmbH, Sinzheim 2007
  9. CC-ISOBUS Mitglieder, Website des Competence Center ISOBUS e. V., abgerufen 18. November 2013
  10. iGreen – Mobiles Wissen für die Landwirtschaft, Deutsches Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz, 11. November 2009.
  11. RAUCH Landmaschinenfabrik GmbH, igreen-projekt.de
  12. Tätigkeitsfelder für Agrartechnikerinnen und Agrartechniker, Nachwuchsförderungstagung 9. Mai 2014, VDI
  13. Agritechnica: Die Medaillen sind vergeben, Landwirtschaftliches Wochenblatt Westfalen-Lippe, 27. September 2013
  14. Rauch Düngerstreuer AXIS-E jetzt mit High-Voltage-Interface-Schnittstelle. landtechnikmagazin.de, 7. Oktober 2011, abgerufen am 18. Februar 2014.
  15. Rauch Axmat: Selbsteinstellender Düngerstreuer, Profi-Magazin für Agrartechnik, 26. September 2013
  16. Dagmar Grömping: Agritechnica: Goldmedaille für neuen Radarsensor, Kölner Stadt-Anzeiger, 29. Dezember 2013
  17. Holger Paul: Elektronik ist wichtiger als Pferdestärken, Frankfurter Allgemeine Zeitung, 13. November 2013
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48.759688.16894Koordinaten: 48° 45′ 35″ N, 8° 10′ 8″ O