Ralph G. Kretschmann

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Ralph G. Kretschmann (* 1956 in Bremen) ist ein Zeichner, Maler, Illustrator, Regisseur und Autor.

Biografie[Bearbeiten]

Am 2. Januar 1980 ging Kretschmann nach Hamburg um ein Studium der bildenden Kunst zu beginnen. Nach einigen Monaten als Gasthörer entschied er sich, auf die akademische Ausbildung zu verzichten, da ihm diese in ihrer damaligen Erscheinungsweise als einengend erschien. Er schlug sich in der Folgezeit mit Gelegenheitsjobs durch. In dieser Zeit entstanden die ersten freien Arbeiten und Auftragsarbeiten.

1989 nahm Kretschmann eine Stellung bei der Carini-Werbung, Hamburg, an. Die Carini-Werbung war zur damaligen Zeit die führende Firma im Bereich der Kinofilmwerbung. Kretschmann baute das Trickfilmsegment zu einem profitablen Zweig der Ateliertätigkeiten aus. Als die Carini-Werbung 1993 an die UFA-Theater AG verkauft wurde, trennte Kretschmann sich von der Firma. In den Jahren 1994 bis 1997 entstanden diverse Trickfilme, unter anderem für die Sesamstraße, später eine Miniserie Realfilm Antonias Werkstatt.

Literarisches und künstlerisches Werk[Bearbeiten]

Ab 1997 entstanden erste Glossen und Kurzgeschichten. Die Arbeit als Grafiker und Illustrator nahm viel Zeit in Anspruch und hinderten Kretschmann daran, freie Arbeiten zu schaffen, weshalb aus dieser Zeit eher werbliche Illustrationen und Comics existieren.[1][2] Erst im Sommer 2006 begann Kretschmann wieder freie Arbeiten zu gestalten.

Es entstand ein Zyklus von Bleistiftzeichnungen und Ölgemälden unter dem gemeinsamen Thema „Engel“. Die klein- und mittelformatigen Ölbilder sind fast ganz in Schwarzweiß gehalten, verwendet werden organischen Ornamenten und Schnörkel.

Die Arbeit am Zyklus „Engel“ führte zu einer stärkeren Beschäftigung mit den Themen des japanischen Bondage und zu ersten Werken, zum Teil auf geöltem Papier, zum Teil in Öl oder Bleistift. Immer mehr verschwimmen dabei die Grenzen zwischen den Zeichendisziplinen. Kretschmann nutzt dabei alle zur Verfügung stehenden Mitteln in oft unkonventioneller Weise. Zurzeit entsteht ein neuer Zyklus unter der Überschrift „Memento Mori“. Kretschmann wohnt und arbeitet in Hamburg.

Die Zeichnungen und Gemälde Kretschmanns zeichnen sich durch eine ihnen eigene dunkle Sicht des Künstlers aus. Durchgängig ist Schwarz die bevorzugte Farbe. Kretschmann ist in seinen freien Arbeiten eher der surrealistischen oder gegenständlichen Phantastik zuzurechnen. Das phantastische Element findet sich in fast allen Bildern wieder.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]


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