Radikalisierung und Ende der Weimarer Republik

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Mit dem Schwarzen Freitag an der New Yorker Börse begann am 25. Oktober 1929 der Absturz in die Weltwirtschaftskrise. Arbeitslosigkeit und eine allgemeine Katastrophenstimmung veränderten das Leben in Deutschland. Die verbreitete Unzufriedenheit der Massen entlud sich bei der Reichstagswahl am 14. September 1930, 18,3 Prozent entfielen auf die NSDAP, die den Sturz der parlamentarischen Systems offen anstrebte.


Der Weg aus den demokratischen Verhältnissen hatte schon im März 1930 mit der Einsetzung eines vom Reichstag unabhängigen Kabinetts begonnen. Die Präsidialkabinette waren allein vom Vertrauen des Reichspräsidenten Hindenburg abhängig. Damit verlagerte sich die politische Macht immer mehr auf den Reichspräsidenten - und auf die Straße.


Die demokratischen Stimmen der Vernunft gingen 1932/33 im Getöse der Rot-Front- und Sieg-Heil-Rufe unter. Mit riesigen Protestmärschen demonstrierten Kommunisten ebenso entschlossen gegen die Republik wie die Nationalsozialisten. Immer häufiger lieferten sie sich Saal- und Straßenschlachten. Zugleich verloren die gemäßigten Parteien vor dem Hintergrund des Wirtschaftsverfalls und des Anstiegs der Arbeitslosenzahl an Einfluss. Sie stellten nach der Reichstagswahl im Juli 1932 zusammen weniger Reichstagsabgeordnete als NSDAP und KPD.

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