PureOS

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PureOS
PureOS Logo.png
Basisdaten
Entwickler Purism, PureOS community
Aktuelle Version 8.0 "Prometheus" Beta 1
Abstammung GNU/Linux
↳ Debian GNU/Linux
↳ PureOS
Lizenz FSDG-konforme Lizenzen
Website www.pureos.net

PureOS ist ein freies Betriebssystem, das auf Debian basiert und vom Computer-Hersteller Purism entwickelt wird. Im Vordergrund der Entwicklung steht das Ziel, ein leicht zu bedienendes System zu schaffen, das die Privatsphäre der Nutzenden schützt[1]. PureOS entspricht den Richtlinien für freie Systemverteilungen (FSDG)[2] der Free Software Foundation und wurde im Dezember 2017 in ihre Liste von empfohlenen GNU/Linux-Distributionen aufgenommen[3].

Technische Merkmale[Bearbeiten]

Systemvoraussetzungen[Bearbeiten]

PureOS funktioniert ausschließlich auf PCs mit 64-Bit-Architektur. Zudem benötigt das System laut den offiziellen Hardware-Anforderungen mindestens ein Gigabyte Arbeitsspeicher sowie 15 Gigabyte Festplattenspeicher.[4]

Da PureOS lediglich freie Firmware und freie Gerätetreiber enthält, wird Hardware, die unfreie beziehungsweise proprietäre Software erfordert, offiziell nicht unterstützt. In diese Kategorie können zum Beispiel Grafikkarten oder WLAN-Karten fallen.[5]

Bei UEFI-Rechnern muss außerdem die Secure-Boot-Funktion deaktiviert werden, um das Betriebssystem installieren und starten zu können.[6] Darüber hinaus kann ein Wechsel in den Legacy mode notwendig sein.[7]

Beinhaltete Programmpakete[Bearbeiten]

PureOS enthält die freien Softwarepakete aus dem main-Archiv der Debian-testing-Version. Die Pakete werden zum Teil modifiziert, um beispielsweise Elemente zu entfernen, die die Installation von nicht-freier Software vorschlagen. Im Betriebssystem ist außerdem der eigene PureBrowser enthalten, der als Standardbrowser vorinstalliert ist und auf Mozilla Firefox basiert.[1] Der Browser verwendet standardmäßig die Suchmaschine DuckDuckGo sowie die Erweiterungen HTTPS Everywhere und uBlock Origin, um die Privatsphäre der Nutzer beim Surfen zu schützen.

Verbreitung[Bearbeiten]

Purism liefert PureOS zusammen mit seinen Notebooks der Librem-Reihe aus. Für das sich derzeit in Entwicklung befindende Smartphone Librem 5 arbeiten die Entwickler an einer mobilen Version des Betriebssystems.[8]

Die Dresdner Tafel nutzt PureOS auf ihren Mitarbeiter-PCs.[9]

Rezeption[Bearbeiten]

Das Betriebssystem wird in der Fachpresse vor allem im Zusammenhang mit Produkten der Librem-Reihe thematisiert.

Das Computermagazin c't kommt in seinem Test des Librem 15 Notebook zum Ergebnis, dass das System flüssig laufe und die Hardware komplett unterstütze. Da Purism das Repository von Hand zu aktualisieren scheine, bekomme man Updates allerdings eventuell etwas später als bei einem unveränderten Debian. Weiterhin wird kritisiert, dass der PureBrowser mehr Erweiterungen zum Schutz der Privatsphäre anbieten könnte: "Zumindest Privacy Badger und ein Plug-in zum automatischen Löschen von Cookies hätte Purism zusätzlich vorinstallieren können".[10]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. 1,0 1,1 What is PureOS and how is it built?. Purism, 15. Juni 2018, abgerufen am 27. Juli 2018 (Englisch).
  2. Richtlinien für freie Systemverteilungen. Free Software Foundation, abgerufen am 27. Juli 2018.
  3. FSF adds PureOS to list of endorsed GNU/Linux distributions. Free Software Foundation, 21. Dezember 2017, abgerufen am 27. Juli 2018 (Englisch).
  4. PureOS Hardware-Anforderungen. Abgerufen am 27. Juli 2018 (Englisch).
  5. Hilfeartikel zu fehlender Firmware. In: PureOS Wiki. Abgerufen am 27. Juli 2018 (Englisch).
  6. Why Freedom is Essential to Security and Privacy. Purism, 5. Juli 2018, abgerufen am 27. Juli 2018 (Englisch).
  7. Cannot Boot From Flashdrive. In: PureOS Bug Tracker. 20. Mai 2018, abgerufen am 27. Juli 2018 (Englisch).
  8. Products. Purism, abgerufen am 13. September 2018 (Englisch).
  9. PureOS-Login-Verwaltung in HTML5-Entwicklung mit pouchdb und electron. In: twago. 29. August 2018, abgerufen am 13. September 2018.
  10. Johannes Merkert: Freiheits-Notebook. Das Librem 15 mit PureOS und quelloffenem Coreboot. In: c't. 23/2017, 2017, S. 116.
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