Psychonomie

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Psychonomie (gr. ψυχή psyché ‚Hauch‚ Seele‚ Gemüt‘ und –nomie, gr. νόμος Nomos „Gesetz) ist eine neue Form des Coachings. Sie beschreibt und erklärt das Erleben und Verhalten des Menschen, seine Entwicklung im Laufe des Lebens und alle dafür maßgeblichen inneren und äußeren Ursachen und Bedingungen, sowohl kognitiv, wie auch physisch. Sie erforscht die Grundlagen der (Natur)Gesetzmäßigkeiten und betrachtet den Menschen als Ganzes-Wesen, als Einheit von Seele und Körper. Da Empirie nicht alle Phänomene erfasst, ist auch auf die Bedeutung der geisteswissenschaftlichen Psychologie zu verweisen. Psychonomie ist bereichsübergreifend. Sie lässt sich weder den Naturwissenschaften noch den Sozialwissenschaften oder Geisteswissenschaftenallein zuordnen. Eine Anthropologie im weitesten Sinn bildet ihre Grundlage.

Ursprung und Geschichte[Bearbeiten]

Der Begriff Psychonomie ist eine Wortschöpfung der achtziger Jahre. Er wurde zum ersten Mal 1982 von Professor L'Hermitte, einem Medizinprofessor und Albert Ducrocq, einem Wissenschaftsjournalisten genutzt. Sie arbeiteten auf Betreiben einer französischen Gesellschaft für Psychonomie, die es sich zur Aufgabe gemacht hatte, zahlreiche Persönlichkeiten aus Wissenschaft und Philosophie zusammenzuführen, um Bewusstseinsphänomene zu untersuchen und auf diese Weise eventuelle Gesetze für die Interaktion von Geist und Materie zu erarbeiten.

Offenbar war dieser Schritt die Fortführung einer früheren Initiative des Senders France Culture, der in Spanien ein Kolloquium zum Thema Wissenschaft und Bewusstsein durchführte, an dem Physiker (David Bohm, Fritjof Capra, Olivier Costa de Beauregard etc.), Neurophysiologen, Psychophysiologen, Analytiker, Philosophen und Theologen teilnahmen.

Der Begriff Psychonomie trat im Jahr 1990 auf und wurde in Frankreich vom französische Heilpraktiker und Osteopath Claude-Yves Pelsy mit dem, von ihm in den achtziger Jahren entwickelten Verfahren der Psychologie verbunden. Die Psychonomie wird in Frankreich mit großem Erfolg angewandt, Menschen und auch Tieren aus Schmerz, Leid, Dysfunktion und krankmachenden Gedankenmustern herauszuhelfen.

Wir alle haben die natürliche Fähigkeit, bei unserem Gegenüber wahrzunehmen, daß ihn ein Problem bewegt. Unser Mitgefühl ermöglicht uns beispielsweise, Traurigkeit zu spüren oder Unbehagen beim Anblick einer Wunde oder Verwirrung beim Anblick einer körperlichen oder geistigen Behinderung.

Unterschiedung zweier Wissenschaften[Bearbeiten]

Psychonomie mit der Aufgabe Gesetze menschlichen Verhaltens zu formulieren und diese in Technologien zu transformieren, um sie praktisch gebrauchen zu können. -> Mensch wird als Objekt betrachtet, Absicht der Kontrolle. Psychologie mit der Aufgabe durch Gesprächskreise die Gründe und Hintergründe von Handlung und Handlungsbereitschaften zu erkennen, um damit zur Bewältigung von Konflikten und Krisen beizutragen. -> Mensch wird als Subjekt betrachtet, Absicht der Autonomie

Psychonomie Psychologie
Distanzhaltung, Perspektive eines Beobachters drei Perspektiven: zwei aufeinander bezogene Akteure und eine neutraler Vermittler, Perspektivenwechsel möglich
Die Stabilität von Verhaltensbeschreibungen in der Psychonomie ist nur erreichbar durch Ausblendung der Perspektive des beobachteten Objektes. Aufbau einer interpretationsfreien Beobachtungssprache ist nicht möglich, außer man beschränkt sich auf Perspektive des Beobachters d.h. dies ist nur der Psychonomie möglich, da in der Psychologie Beschreibungsdifferenzen zwischen den drei Perspektiven auftreten.
Normierung, Standardisierung und Reproduzierbarkeit Aushandlungsprozeß zwischen den 3 Personen/Perspektiven
Erklärende oder interpretierende Wörter der Psychologie wie Erwartung, Absicht, Ziel etc. sind in der Psychonomie theoretische Termini(=hypothetische Konstrukte), die erst operational definiert werden müssen. In der Psychologie kommt ihnen untersch. Bedeutung zu, je nachdem aus welcher Perspektive sie betrachtet werden.
allgemeine Hypothesen werden aufgestellt und empirisch geprüft beträchtlicher Ermessensspielraum bei der Zuordnung von Einzelfällen zu Typologien und Tendenzen, Einzelfall als Konkretisierung der allgemeinen Konstriktion
Menschliches Verhalten als Ergebnis eines Zufallsgenerators( für das Auftretten eines best. Verhaltens) Wahrscheinlichkeit wird im eigentlichen, umgangssprachlichen Sinne verstanden

Quellen[Bearbeiten]

http://www.oocities.org/soho/lofts/5072/Werbik.HTM, Werbik, H. (1985). "Psychonomie" und "Psychologe". Zur Notwendigkeit der Unterscheidung zweier Wissenschaften; http://www.psychonomie.com http://de.academic.ru/dic.nsf/pierer/31236/Psychonŏmie;

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