Programmkino Lichtblick

Aus MARJORIE-WIKI
Wechseln zu: Navigation, Suche

Das Programmkino Lichtblick e.V. ist eine 2003 von Studierenden der Universität Paderborn gegründete Initiative, die in Kooperation mit dem Filmtheaterbetrieb Cineplex Paderborn und der Filmwissenschaft des Institutes für Medienwissenschaft mit öffentlichen, wöchentlich stattfindenden Filmvorführungen die Kinokultur in der Stadt Paderborn bereichert und die Wahrnehmung von Filmgeschichte ermöglicht. Das Programmkino Lichtblick e.V. tritt für die Wiederbelebung der lokalen Programmkinokultur in der Stadt Paderborn ein.[1][2][3]

Gründung[Bearbeiten]

Die Idee ein Programmkino in Paderborn zu gründen, entstand in einem medienwissenschaftlichen Seminar bei Frau Brauerhoch an der Universität Paderborn im Jahr 2003. Als Spielstätte konnte das örtliche Kino Cineplex gewonnen werden, dessen damaliger Betreiber Hans Werner Renneke sich seit jeher für eine Programmkinokultur in Paderborn eingesetzt hatte. [4]

Verein[Bearbeiten]

Das Programmkino ist als gemeinnütziger Verein organisiert und im Vereinsregister des Amtsgericht Paderborn eingetragen. Alle Mitglieder sind ehrenamtlich tätig. Mitglied werden können ausschließlich Studierende.[5]

Ziele[Bearbeiten]

Das Programmkino Lichtblick möchte aktuelle Filme aus aller Welt nach Paderborn holen, die vom Mainstream-Kino stiefmütterlich behandelt werden, und ein Publikum an Kinogeschichte teilhaben lassen, indem alte Filme zurück auf die Leinwand gebracht werden, weil die ansässigen Kinos UCI und Cineplex in der Hauptsache aktuelle Filme spielen und die Filmgeschichte meist vernachlässigen. Dabei sollen die Filme nach Möglichkeit in ihrer Originalversion gezeigt werden. Ein weiteres Ziel ist es Filmschaffende einzuladen, um so über die eigentlichen Filme hinaus eine Kinokultur in Paderborn zu etablieren. Sie sollen über ihre Filme, bzw. Tätigkeiten berichten oder die Vorführungen wissenschaftlich fundieren. Ein anderes Anliegen ist es die Zuschauer und Zuschauerinnen für die spezifische Materialität des Mediums Film zu sensibilisieren, deren Ästhetik sich nur als Projektion auf der Leinwand erfahren lässt.[6]

Filmprogramme[Bearbeiten]

Das Programmkino wählt in jedem Hochschulsemester ein Filmprogramm zu einem selbst erarbeiteten Thema aus und präsentiert dieses im örtlichen Kino Cineplex Paderborn und im Filmraum der Universität Paderborn. Vorführungen im Kinoraum der Universität Paderborn finden dann statt, wenn Filme, die der Verein zeigen will, nur noch als 16mm Kopie verfügbar sind. Diese können nicht im Cineplex abgespielt werden. Die Themen der Programme gestalten sich sehr vielfältig. Sexualität im Film, die 68 im Kino, das Format Cinemascope, Psychoanalyse im Film waren nur einige Themen. Im Sommersemester ging es um Untote, Ungeheuer und unbekannte Welten.[7] Im Wintersemester 2010/2011 beschäftigte sich das Programmkino mit dem Kultfilm. Im Sommersemester 2011 wurde das Thema Arbeit mit dem Programm An die Arbeit bearbeitet, im folgenden Semester war das Thema der Skandalfilm.[8][9] Im Sommersemester 2012 drehte sich alles um die Zeit.[10]

Sonderveranstaltungen[Bearbeiten]

Neben und innerhalb der Programmreihen gibt es regelmäßig Sonderveranstaltungen. Dabei kann unterschieden werden zwischen einmaligen Veranstaltungen und wiederkehrenden Veranstaltungen. Letztere sind zum Beispiel die jährlich stattfindende Studifilmnacht oder die unregelmäßig stattfindende Horrorfilmnacht.[11][12] Zweimal gelang es auch schon einen Stummfilmabend zu gestalten. Einmal kam Nosferatu von Friedrich Wilhelm Murnau zur Aufführung und beim zweiten Mal Die Börsenkönigin mit Asta Nielsen. Beide Male konnte die renommierte Stummfilmpianistin Eunice Martins für die Live-Begleitung am Klavier gewonnen werden.[13]

Einmalige Veranstaltungen waren zum Beispiel die Vorführung des Dokumentarfilms Pianomania in Anwesenheit des Tonmischers und Preisträgers des Deutschen Filmpreises 2011 Ansgar Frerich, die Aufführung von fremd gehen. Gespräche mit meiner Freundin von Eva Heldmann in Anwesenheit der Hauptdarstellerin Prof. Dr. Annette Brauerhoch im Dezember 2010 oder die Doppelvorstellung der Filme Jud Süß von Veit Harlan und Jud Süß – Film ohne Gewissen von Oskar Röhler mit wissenschaftlicher Einführung und anschließender Diskussion im Oktober 2010.[14][15][16] Am 13. Mai 2009 präsentierte das Programmkino Lichtblick e.V. den preisgekrönten Dokumentarfilm Zuletzt befreit mich doch der Tod in Anwesenheit der Regisseurin Beate Middeke und erzielte die bislang am besten besuchte Aufführung des Films.[17][18] Five Sex Rooms und eine Küche feierte durch das Engagement der Studierenden am 11.12.2007 seine Deutsche Kinopremiere in Paderborn in Anwesenheit der Regisseurin Eva Heldmann.[19]

Neuste Entwicklungen[Bearbeiten]

In jüngster Vergangenheit versuchte das Programmkino mit verschiedenen Mitteln mehr Kontakt zwischen den Studierenden des Programmkinos und Publikum herzustellen. Dazu wurde unter anderem der Podcast Blickkontakt ins Leben gerufen.[20]

Weblinks[Bearbeiten]

Projekt Andere Wikis ohne Rand.png Vereins-Wiki: Programmkino Lichtblick

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Webseite des Programmkinos, http://lichtblick.freaque.net/?page_id=4, abgerufen am 07. Juni 2012
  2. http://kw.uni-paderborn.de/institute-einrichtungen/mewi/praxis-im-studium/, abgerufen am 16. Juni 2012
  3. http://www.cineplex.de/kino/events/city40/cat543/, abgerufen am 16. Juni 2012
  4. Blickpunkt:Film, 10.12.2003, http://www.mediabiz.de/film/news/familie-renneke-feiert-75-jahre-kino-in-paderborn/145719, abgerufen am 16. Juni 2012
  5. Satzung des Vereins, http://lichtblick.freaque.net/?page_id=94, abgerufen am 17. Juni 2012
  6. Kurz berichtet, https://www.uni-paderborn.de/fileadmin/mw/Brauerhoch/downloads/Lichtblick_2011.pdf, abgerufen am 17. Juni 2012
  7. Paderborner Blatt, http://www.paderborner-blatt.de/regionales/11168395-untote-ungeheuer-unbekannte-welten-im-programmkino-lichtblick-, abgerufen am 17. Juni 2012
  8. http://www.uni-paderborn.de/mitteilung/90662/, abgerufen am 16. Juni 2012
  9. http://www.uni-paderborn.de/mitteilung/103681/, abgerufen am 16. Juni 2012
  10. Filmarchiv auf der offiziellen Homepage: http://lichtblick.freaque.net/?page_id=23, abgerufen am 16. Juni 2012
  11. http://www.paderborner-blatt.de/regionales/11169398-di-2206-6-studentenfilmnacht-verspricht-abwechslungsreiches-programm-, abgerufen am 16. Juni 2012
  12. http://newsowl.de/Paderborn-erleuchtet-erneut-106296.html, abgerufen am 16. Juni 2012
  13. http://www.uni-paderborn.de/mitteilung/1647/; http://www.uni-paderborn.de/mitteilung/91112/, abgerufen am 16. Juni 2012
  14. http://www.uni-paderborn.de/mitteilung/91492/, abgerufen am 16. Juni 2012
  15. http://www.uni-paderborn.de/mitteilung/84851/, abgerufen am 16. Juni 2012
  16. http://www.uni-paderborn.de/mitteilung/81401/, abgerufen am 16. Juni 2012
  17. http://www.beate-middeke.de/, abgerufen am 16. Juni 2012
  18. http://lichtblick.freaque.net/?page_id=327, abgerufen am 16. Juni 2012
  19. http://www.paderkino.de/kritiken/07/five_sex_rooms_und_eine_kueche.html, abgerufen am 16. Juni 2012
  20. http://lichtblick.freaque.net/?page_id=862, abgerufen am 16. Juni 2012
Info Sign.svg Dieser Wikipedia-Artikel wurde, gemäß GFDL, CC-by-sa mit der kompletten History importiert.