Problemwolf

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Problemwolf.jpg
Arabischer Wolf bei Nacht in der südlichen Arava-Wüste in Israel
Pfotenabdruck auf einem Kinderspielplatz in Uelzen

Ein Wolf mit unerwünschtem Verhalten ist ein Wolf, der wiederholt Weidetiere oder Hunde erbeutet oder sich Menschen in sie gefährdender Weise nähert. Solche Tiere wurden zunächst umgangssprachlich, später aber auch in der Fachsprache,[1] als Problemwolf bezeichnet; zudem findet die Umschreibung Wolf mit auffälligem Verhalten in offiziellen Dokumenten Verwendung.

Definition[Bearbeiten]

Im Leitfaden des deutschen Bundesamtes für Naturschutz für den Umgang mit dem Wolf definieren Gesa Kluth und Ilka Reinhardt, die Gründerinnen des Freundeskreises freilebender Wölfe und Leiterinnen des LUPUS – Institut für Wolfsmonitoring und -forschung in Deutschland, problematisches Wolfsverhalten als notorisches, unerwünschtes Verhalten wie das Erbeuten von Haustieren oder dreistes Verhalten, das zur Gefährdung von Menschen führen kann.[2][3] Wölfe haben ein breites natürliches Verhaltensspektrum, innerhalb dessen unter Umständen solche opportunistischen Verhaltensweisen vorkommen können.[4][5] Sie treten relativ selten auf. Charakteristisch für wildlebende Wölfe ist das scheue Wildtierverhalten mit einer relativ großen Fluchtdistanz. Von den über 600 Wölfen in Deutschland[6][7] haben nur relativ wenige unerwünschtes Verhalten entwickelt.[8] Eine Einstufung in diese Kategorie ist eine behördliche Einzelfallentscheidung, die nur gefällt wird, wenn das Tier in seinem Verhalten von dem der scheuen Wildwölfe deutlich abweicht. Dennoch folgen nicht bei jedem Wolf, bei dem unerwünschtes Verhalten beobachtet wurde, behördliche Maßnahmen.[9][10][11][12][13] Die Beobachtung des Verhaltens wildlebender Wölfe ist eine der Aufgaben des Wolfsmonitorings.

Da sich die in der pädagogischen Psychologie gebräuchliche Bezeichnung Verhaltensauffälligkeit im Sinne einer „Verhaltensstörung“ primär auf Abweichungen des Sozialverhaltens bei Kindern und Jugendlichen bezieht, kann bei Wölfen, die im Rahmen ihres Beuteerwerbs unerwünschtes Verhalten zeigen, nicht von „verhaltensauffälligen“ Tieren gesprochen werden.

Verhaltenskriterien[Bearbeiten]

Im Leitfaden BfN Skript 201 (2007) [14] sind 11 relevante Verhaltensweisen von Wölfen beschrieben. Einige (1–4) gelten als unproblematisch, bei anderen (6–11) werden aktive Präventionsmaßnahmen empfohlen. Im Fall mittelgradig und stark auffälligen Verhaltens (7–11) müssen zuerst nicht-letale Maßnahmen eingeleitet werden. Falls diese keinen Erfolg zeigen, kann eine letale Entnahme (Tötung) genehmigt werden. Staatsekretär Jochen Flasbarth betrachtet die von Bundesamt für Naturschutz erarbeitete Definition als sachgerecht und ist der Meinung, dass sie aufgenommen werden solle. [15] Der Leitfaden des BfN für den Umgang mit Wölfen dient deshalb als Grundlage bei der Erstellung der Wolfsmanagementpläne der einzelnen Bundesländer.[16]

Sinngemäßer Auszug aus dem BfN Skript 201 in der Fassung von 2007:

  1. Ein Wolf läuft im Schutz der Dunkelheit an Siedlungen entlang oder durch sie hindurch. Er hat über den Geruchssinn eine Nahrungsquelle oder Duftmarken von Hunden wahrgenommen und möchte auch markieren.
  2. Ein Wolf läuft bei Tage in Sichtweite an Ortschaften und Gehöften entlang, er flüchtet nicht sofort beim Anblick von Menschen und Autos, sondern bleibt stehen und beobachtet diese.
  3. Ein Wolf tötet nicht ausreichend geschützte Nutztiere. Probleme entstehen, wenn Wölfe aus Erfolg lernen und sich auf Nutztiere spezialisieren.
  4. Ein Wolf hält sich länger in der Nähe einer Ortschaft auf wegen Futterquelle oder sozialer Beziehung zu einem Hund während der Läufigkeit. Der Wolf kann einen anderen Hund als Konkurrenten betrachten und angreifen. Eine soziale Beziehung zu einem Hund kann die Habituierung fördern.
  5. Ein Wolf nähert sich mehrfach Menschen mit Hunden an (nicht aggressiv). Der Wolf betrachtet den Hund als Artgenossen oder Sozialpartner. Gefahr für den Hund ist nicht ausgeschlossen.
  6. Ein Wolf tötet immer wieder geschützte Nutztiere, er findet stets einen Weg, den Schutz zu überwinden, er hat gelernt, dass Nutztiere leicht zu erbeuten sind und verursacht einen relativ hohen finanziellen und emotionalen Schaden.
  7. Ein Wolf nähert sich mehrfach Menschen mit Hunden und reagiert aggressiv auf Hunde. Der Wolf sieht im Hund einen Artgenossen, der in sein Territorium eingedrungen ist. Der Hund kann verletzt oder getötet werden.[17]
  8. Ein Wolf tötet gezielt Hunde als Beute.[18][19][20]
  9. Ein Wolf nähert sich mehrfach Menschen, interessiert sich anscheinend für Menschen.
  10. Ein Wolf nähert sich mehrfach Menschen auf Suche nach Nahrung. Die Anwesenheit von Menschen wird mit Futterbelohnung verknüpft. Er baut Beziehung zu Menschen auf, die dazu führen kann, dass er immer offensiver auf sie zugeht. Verletzungen von Menschen sind nicht ausgeschlossen.
  11. Ein Wolf reagiert unprovoziert aggressiv auf Menschen.

Empfohlene Maßnahmen: Bei 1 – 4: Spezifische Aufklärung, Beseitigung von Nahrungsquellen, ausreichender Schutz von Nutztieren, sichere Verwahrung von Hunden Bei 6 – 7: Sichere Schutzmethoden suchen, Überwachung und / oder Vergrämung, bei ausbleibendem Erfolg: Entnahme Bei 8 – 10: Haustiere schützen, Überwachung und / oder Vergrämung, bei ausbleibendem Erfolg: Entnahme Bei 11: Sofortige Entnahme[21]

Das Bündnis 90/Die Grünen hat 2018 bei der Bundesregierung eine Überarbeitung dieses Handlungsleitfadens und die Einrichtung einer bundesweiten Expertengruppe beantragt, die die Bewertung von Wölfen mit „atypischem“ Verhalten fachgerecht vornehmen und schnelle und kompetente Entscheidungen über erforderliche Maßnahmen treffen kann, von Vergrämung bis hin zu Entnahme als letztem Instrument.[22]

Verhaltensbewertung[Bearbeiten]

 
Wölfe mit leicht geöffnetem Fang

Nach Auffassung von Markus Bathen (NABU) liegt ausnahmsweise auftretendes unerwünschtes Verhalten innerhalb des natürlichen Verhaltensspektrums der Tierart und ist nach dem Risiko für den Menschen oder für sein Eigentum zu bewerten.[23] Bei der Beurteilung, ob es als aggressiv oder nicht-aggressiv zu verstehen ist, gehen die Meinungen auseinander. Beim Verteidigungsverhalten sind Drohgebärden und Lautäußerungen zu beobachten, die vom Menschen als eindeutig aggressiv verstanden werden. Bei Erkundungsangriffen hingegen können Drohgebärden wie Zähne fletschen und knurren fehlen. Beute ist für den Wolf kein Feind, sondern eine Nahrungsquelle.[24][25][26] Der Wolf zeigt vor einem Beuteangriff ein selbstbewusstes Ausdrucksverhalten mit einem niedrigen Level an Aggression, erkennbar am leicht geöffneten Fang und einem hochgetragenen Kopf mit nach vorn gerichteten Ohren. Er schaut der potenziellen Beute in die Augen.[27] Seine Mimik mit dem Blickkontakt[28] kann vom Menschen, der die Verhaltenssignale eines Primaten besitzt, als freundliche Kontaktaufnahme missverstanden werden.[29] Gegenüber Hunden und Kindern kann am Appetenzverhalten erkennbar sein, dass eine Beißattacke folgen könnte.[30][31][32][33][34][35][36][37][38][39]

Ursachen[Bearbeiten]

In Europa und Nordamerika sind die Wolfspopulationen im Laufe der mehr als dreißig Jahre des Schutzes deutlich gewachsen. In der Fachliteratur ist eine zunehmende Zahl von Angriffen verschiedener Raubtierarten auf Menschen dokumentiert. Obgleich die Großraubtierpopulationen in den hochentwickelten Ländern zunehmen, sind die wachsenden Bestandszahlen nicht der alleinige Grund für den beobachteten Anstieg von Angriffen. Eine zunehmende Anzahl von Menschen widmet sich Aktivitäten in der freien Natur, bei denen manche mit ihrem Verhalten das Risiko einer gefährlichen Nahbegegnung erhöhen. Bei der Hälfte aller gut dokumentierten Fälle spielt eigenes Verhalten eine Rolle, das häufigste davon ist Kinder unbeaufsichtigt zu lassen. Gefährliche Nahbegegnungen in freier Natur sind nicht in jedem Falle ein Kriterium für auffälliges Verhalten des Raubtiers. Als auffälliges Verhalten gelten gefährliche Annäherungen, die vom Raubtier selbst ausgehen und auf menschlichem Territorium stattfinden.[40][41] Nicht problematisch sind Nahbegegnungen mit unerfahrenen neugierigen Jungwölfen.[42]

Man unterscheidet bei Wölfen sechs Formen von Angriffen, von denen vier normalerweise kein auffälliges Verhalten darstellten:

Die Ursachen unerwünschten Verhaltens wildlebender Raubtiere wurden von Fachleuten analysiert, die entsprechende Präventionsmaßnahmen vorschlagen.[48][49][50][51][52][53] [54]

Als Ursache gilt die Gewöhnung an Menschen, wobei die Wölfe ihre Scheu verlieren.[55][56][57] Diese Habituation wird begünstigt, wenn Jungwölfe in der Nähe menschlicher Siedlungen aufwachsen. In Truppenübungsplätzen gewöhnen sich die Wölfe an die Anwesenheit von Soldaten, besonders an Biwakplätzen. So kam es beim Munsteraner Rudel mehrfach zu Nahbegegnungen.[58][59][60] Futter wirkt als Belohnungsreiz für die Annäherung und bewirkt eine Verstärkung des Verhaltens.[61][62] Das Anfüttern ist unzulässig.[63][64] Das Erbeuten von Weidetieren bewirkt ebenfalls eine Verstärkung.[65] Auch Krankheiten können zu verringerter Scheu führen.[66][67] Die Abnahme der Scheu bei zunehmender Nutzung anthropogener Nahrungsquellen sollte nicht mit einem zahm werden im Sinne einer Domestikation verwechselt werden.[68][69] Wölfe, die Menschen gefährlich wurden, hatten meist ihre Scheu vor Menschen verloren.[70][71]

Der Wildtierbiologe Valerius Geist nennt als weitere Ursachen die Lebenssituation von Einzeltieren, die vom Rudel abgelehnt werden, entweder weil sie im Alter ihren Rangstatus verloren haben oder weil sie als Jungwölfe nicht mehr geduldet werden oder weil sie nach einer Verletzung oder wegen Schäden am Gebiss abgemagert sind. Bei solchen Wölfen sei es am wahrscheinlichsten, dass sie in Menschennähe nach Nahrung suchen. Als weiteren Grund gibt er den hohen Schutzstatus an, durch den die Wölfe durch Menschen keine negativen Erfahrungen machen.[72][73]

Parasiten bzw. Zoonosen wie Räude,[74][75] Echinokokkose[76] und andere ansteckenden Krankheiten wie Staupe[77] sind wegen ihrer Übertragbarkeit auf andere Wildtiere, Haustiere und Menschen medizinisch und veterinärmedizinisch relevant (Infektionsschutzgesetz, Tiergesundheitsgesetz). Alle Erkrankungen können sich auch auf das Verhalten auswirken.

Es besteht Konsens, dass „tollwütige“ Wölfe sofort geschossen werden müssen; das betrifft aber nur Wölfe, die das Krankheitsstadium, in dem es zu wahllosen infektiösen Bissen kommt, in Sichtweite von Menschen erreichen. Ein Wolf, der im Wald in diese Phase kommt, überträgt die Infektion allenfalls auf Artgenossen und andere Wildtiere. Bei einem Wolf, der in der Phase der stillen Wut apathisches Verhalten zeigt, kann eine Tollwutinfektion am lebenden Tier weder sicher festgestellt noch ausgeschlossen werden.[78][79][80]

Atypisches Verhalten liegt nicht vor, wenn Bewegungsabläufe eines Menschen (zum Beispiel Joggen oder Davonrennen) beim Wolf – im Sinne eines Schlüsselreizes – das Verhaltensrepertoire für „Verfolgen oder Hetzen von Beute“ auslösen.[81]

Die Large Carnivore Initiative for Europe (LCIE) strebt eine Koexistenz von Menschen und Wölfen in Europa an.[82][83] Luigi Boitani, Ilka Reinhardt, Gesa Kluth und Markus Bathen (NABU) ebenso wie Valerius Geist, Behdarvand und Kaboli weisen jedoch darauf hin, dass eine Habituierung vermieden werden muss, wenn die Koexistenz innerhalb des Kontinents in jeweils geeigneten Lebensräumen gelingen soll.[83][84][85][86]

Juristische Grundlagen in Deutschland[Bearbeiten]

Der Wolf wird in Deutschland im Anhang IV der FFH-Richtlinie als streng geschützte Art geführt.[87] Damit von den gesetzlichen Regelungen zum Umgang mit auffälligen Wölfen möglichst selten Gebrauch gemacht werden muss, werden für Weidetiere in landwirtschaftlichen Haupt- und Nebenerwerbsbetrieben Herdenschutzmaßnahmen von den Ländern gefördert. Nicht in Herden gehaltene Haustiere und Tiere von Hobbyhaltern sollen vom Besitzer in Eigenverantwortung geschützt werden.[88][89]

Vergrämungsmaßnahmen dürfen wegen des Verbots, geschützte Tiere in ihren Lebensräumen zu stören, [90] nur nach Erteilung einer artenschutzrechtlichen Ausnahmegenehmigung von einer qualifizierten Person durchgeführt werden.[91]

Die Tötung eines Wolfs ist aufgrund seines Schutzstatus [92] ein Verstoß gegen das Bundesnaturschutzgesetz, für den hohe Geldstrafen verhängt werden.[93] In der Berner Konvention Artikel 9 Absatz 1[94] sowie im Bundesnaturschutzgesetz § 45[95] und im Artikel 16 der EU Habitats Direktive sind jedoch Ausnahmeregelungen vorgesehen, die bei einem Wolf mit auffälligem Verhalten zur Anwendung kommen können.[96] Vorrangig müssen nicht-letale Maßnahmen durchgeführt werden. Nur wenn diese keinen Erfolg zeigen, kann das Tier auf Antrag zur Entnahme freigegeben werden.[97][98] Die Entnahme darf nur durch eine von der Naturschutzbehörde beauftragte Person erfolgen.[99]

Gründe für die Ausnahmeregelungen beim Artenschutz sind der im Grundgesetz garantierte Schutz des Eigentums an Haustieren, der körperlichen Unversehrtheit und die Gewährleistung der öffentlichen Sicherheit. Auch der Paragraph zum Rechtfertigenden Notstand § 34 StGB[100] findet gegebenenfalls Anwendung. Notwehr[101] würde nicht vorliegen, denn ein Wolf ist keine Person, weshalb man ihm kein „rechtswidriges“ Angreifen vorwerfen kann.[102] Einem Menschen, der eine Gefahr durch Tötung eines Wolfs abwehrt, wird die Beweislast auferlegt (Beweislastumkehr), dass das angewandte Mittel angemessen war. Nach der Rechtsauffassung des Juristen Meyer-Ravenstein[103] würde bei einem Angriff auf einen Hund Folgendes gelten: „Greift ein in der Regel körperlich überlegener Wolf einen Jagdhund an, besteht … unstreitig eine Gefahr für das Eigentum an dem Jagdhund. Die Tötung oder Verletzung des Wolfes könnte dann durch einen Notstand nach § 34 StGB gerechtfertigt sein. Der Schuss auf den Wolf ist aber nur dann gerechtfertigt, wenn die Gefahr nicht anders abzuwenden ist. Bei einer Wolfsattacke auf einen Menschen ist ein Schuss auf den Wolf eindeutig gerechtfertigt. Allerdings bleibe auch hier die Voraussetzung, dass der Schuss auf den Wolf erforderlich ist, um die Gefahr abzuwenden“ (Zitat: Meyer-Ravenstein, Katharina Krenn,2017).[104]

Im Revier eines Wolfsrudels ist ein Angriff auf einen als Eindringling wahrgenommenen Artgenossen – Wolf oder Haushund – kein auffälliges, sondern ein normales artspezifisches Verhalten (Revierkampf). Sofern sich das Geschehen im Blickfeld des Hundebesitzers abspielt, kann der § 34 StGB nötigenfalls zur Anwendung kommen.[105][106][107][108][109]

Polizisten dürfen von ihrer Schusswaffe unverzüglich Gebrauch machen, wenn eine Gefahr für die öffentliche Sicherheit nicht anders abzuwenden ist, aber auch um einen bei einem Unfall angefahrenen verletzten Wolf von seinen Qualen zu erlösen.[110]

Maßnahmen des Wolfsmanagments[Bearbeiten]

 
Ein Wolf wird nach Ausstattung mit einem Senderhalsband in die Freiheit entlassen

Das Ziel des Schutzes der Wölfe ist die Erhaltung lebensfähiger Populationen. Ihre jährliche Wachstumsrate wird je nach Quelle mit 30 bis 35 % angegeben.[111]

  • Die erste Maßnahme des Wolfsmanagements ist die Aufklärung der Bevölkerung zur Vermeidung einer Habituierung durch Futterquellen an und in Siedlungen.
  • Eine weitere Maßnahme ist die Beobachtung eines auffällig scheinenden Tieres. Um die Wege eines Wolfes aufzeichnen zu können erfolgt eine Besenderung. Die Kosten für einen Sender liegen zwischen 3000.- und 4000.- Euro.[112][113]
  • Einfangen und Unterbringung in einem Gehege scheidet als Option aus. Es wäre nicht tiergerecht, denn für einen wildlebenden Wolf bedeutet das ein hohes Maß an Stress, dessen Folgen zu Krankheit und Tod führen können.[114]
  • In Deutschland wird Vergrämung empfohlen aber auch diskutiert.[115] Ein Gummigeschoss kann eine Verletzung hinterlassen, die den Wolf in der freien Wildbahn erheblich beeinträchtigt. Der Erfolg beim Beutegreifen kann ausbleiben, so dass er verhungert. An einer Verletzung kann eine infektiöse Entzündung entstehen, durch die der Wolf langanhaltende, erhebliche Schmerzen erleidet. Beides wäre weder mit dem Tierschutz § 17 Satz 2b noch mit den Zielen des Artenschutzes vereinbar.[116] In Kanada werden Kreidekugeln verwendet, die den Wolf nicht verletzen. Im Gegensatz zur Managementplanung des Bundesamtes für Naturschutz erklärte die Vorsitzende der Tierschutzorganisation Ethia Bettina Jung[117] die Tötung eines Wolfs in jedem Falle für inakzeptabel und forderte „Schmerz und Gefahr … durch Gummigeschosse“.[118] Bei den bislang in Deutschland erfolgten Vergrämungsversuchen sollten die Wölfe keine Verletzungen davon tragen.[119] In Italien soll der Einsatz von Gummigeschossen genehmigt werden, um die Wölfe zu erziehen, Herden und bewohnte Gebiete zu meiden. [120]
  • Junge Wölfe beobachten ihre Artgenossen genau und können erfolgreiche Verhaltensweisen nachahmen.[121] Um tradiertes Verhalten auszulöschen ist die Entnahme des Rudels am wirksamsten. Aus populationsgenetischen Gründen wird jedoch in der Leitlinie des Bundesamtes für Naturschutz, BfN-Skript 201, empfohlen nur Einzeltiere zu entfernen. Die Entnahme einzelner Wölfe kann auch in streng geschützten noch kleinen Populationen eine notwendige Managementoption sein, um in Fällen lokal gehäufter Nutztierschäden den sozialen Frieden zu wahren.[122] In Deutschland besteht in unterschiedlichen politischen Parteien Konsens über die Notwendigkeit einer lethalen Entnahme in Einzelfällen.
  • Der Zoologe Luigi Boitani, der Initiator der Wiederbesiedlung Mittel- und Westeuropas mit Wölfen, hat die Managementpläne für Wölfe in Nationalparks und den „Handlungsplan für den Schutz der Wölfe in Europa“ erstellt. [123] Dem entsprechend schrieben Ilka Reinhardt und Gesa Kluth (2007): „Mit steigendender Populationsgröße kann die Anwendung der letalen Kontrolle großzügiger erfolgen.“[124] Boitani betont, dass der Erhaltungszustand der Population und die Rudelstruktur berücksichtigt werden müssen. Die Entnahme eines Rudelmitglieds, das beim gemeinsamen Jagen von Beutetieren eine wichtige Funktion hat, kann den Erfolg des gesamten Rudels beim Beutemachen beeinträchtigen. Diese Effekte sollten beim Management kleiner Populationen berücksichtigt werden. [125] "In manchen Fällen ... kommt die Entnahme einiger weniger Individuen der Tierart mehr zugute als der Versuch alle Individuen zu schützen" (Zit. Luigi Boitani)[126]

Entlaufene Gehegewölfe[Bearbeiten]

 
Polarwolf im Papanak-Zoo in Ontario

Das Verhalten zahmer oder halbzahmer Wölfe unterscheidet sich von dem habituierter wildgeborener Wölfe. Gehegewölfe können durch Handaufzucht im Welpenalter eine Frühsozialisation erfahren, sodass sie eine Vertrauensbeziehung zum Menschen entwickeln und auch noch im Erwachsenenalter als relativ zahme Tiere mit vertrauten Menschen und Hunden zusammenleben können.[127] Bei wildgeborenen Wölfen, die keine solche Prägung erfahren haben, wirkt sich Gewöhnung anders aus, da sie Menschen nicht als Rudelmitglied betrachten.[128]

Doch kann es auch bei entlaufenen Gehegewölfen, wenn sie fremden Menschen oder Hunden begegnen, zu gefährlichen Nahbegegnungen kommen.[129] So wurde im August 1977 bei Delmenhorst ein siebenjähriger Junge von einem bei einem Transport entlaufenen Gehegewolf totgebissen. Um die öffentliche Sicherheit zu gewährleisten, werden aus Gehegen ausgebrochene Tiere, sofern sie nicht eingefangen werden können, mit einem Betäubungsgewehr narkotisiert. Falls Narkotisierung nicht möglich ist oder die bis zur Wirkung des Narkotikums versteichende Zeit zu lang wäre, um eine Gefahr abzuwenden, müssen sie erschossen werden.[130][131][132][133]

Wolfshybriden[Bearbeiten]

Geteilte Meinungen gibt es zu der Frage, ob sich wildgeborene Wolfshybriden anders verhalten als reinerbige Wölfe.[134] Hier mangelt es noch an eindeutigen Ergebnissen aus dem Wolfsmonitoring.[135][136][137] Carsten Nowak vom Senckenberg Institut in der Außenstelle Gelnhausen stellt fest, dass eine relativ geringe Fluchtdistanz auch bei reinerbigen Wölfen vorkommen kann.[138] Die Fluchtdistanz hängt u.a. davon ab, wo die Tiere als Welpen aufgewachsen sind, ob eine Gewöhnung an die Nähe von Menschen stattgefunden hat oder nicht. Nach Angabe des Kontaktbüros Wölfe in Sachsen (2017) soll von Hybriden, die in freier Wildbahn von einer Wolfsmutter aufgezogen wurden, kein höheres Gefährdungspotenzial ausgehen.[139] Andere Experten halten eine geringere Scheu wegen der Einkreuzung von Haushundgenen für wahrscheinlich. [140] Im Zusammenhang mit dem auffälligen Rüden MT6 wurde diskutiert, ob sich unter den niedersächsischen Wölfen Hybriden befinden. [141]

Fehlende Kriterien[Bearbeiten]

 
Wolf mit erbeuteter Hauskatze

Aus der Definition geht nicht hervor, ob Eindringen in ein Stallgebäude, in dem sich zu dem Zeitpunkt keine Menschen befinden, zu den Kriterien gehört.[142][143] Angriffe auf Tiere auf dem Weg von der Stallung zur Weide stehen nicht bei den aufgelisteten Kriterien.[144]

Dass habituierte Wölfe auch bei Tage durch Ortschaften laufen, fehlt im BfN Skript 201 in der Liste der relevanten Verhaltensweisen.[145] Das Erbeuten von Haustieren und Heimtieren auf bewohnten Grundstücken findet keine Erwähnung.[146][147] In Brockhimbergen sind die regelmäßigen Sichtungen wenig scheuer Wölfe für Besucher eine Attraktion, für die ansässige Landbevölkerung eine psychische Belastung.[148] In Winsen wurde eine Bürgerinitiative "Wolfsfreie Dörfer" gegründet.[149][150] Unerwähnt bleiben Wölfe, die in Rudelaufstellung um landwirtschaftliche Fahrzeuge herum gehen.[151]

Kritik am Konzept des Problemwolfs[Bearbeiten]

Bei Übergriffen auf Weidetiere kann die Einstufung als Wolf mit auffälligem Verhalten nur beantragt werden, wenn erhebliche Schäden entstehen. Die Wiederholung des Verhaltens gilt in der Definition als Bedingung. Aus der Sicht von Weidetierhaltern ist jedoch schon ein erster Angriff ein Problem, da eine Verhaltensbelohnung durch Nahrung eine Konditionierung bewirkt, nach der mit einer Wiederholung des Verhaltens gerechnet werden kann.[152][153]

Nach dem Leitfaden BfN-Skript 201 bleibt ein Abschuss verboten, wenn

  • Wölfe am Tag oder nachts durch Orte laufen
  • sie sich längere Zeit in der Nähe von Orten aufhalten
  • sie beim Anblick von Menschen nicht davonlaufen, sondern beobachten
  • sie Nutztiere töten, die nicht ausreichend geschützt sind.

Diese Verhaltensweisen sollten nach Meinung von Christian Apprecht, Bauernverband Sachsen-Anhalt, ebenfalls zur Definition gehören.[154][155] Der Geschäftsführer des Schafzuchtverbandes Hans-Jörg Rösler bemängelt, dass das Landesverwaltungsamt Sachsen-Anhalt erst nach Abstimmung mit dem Wolfskompetenzzentrum und mit dem Umweltministerium über eine Einstufung als Problemwolf befinden kann, dadurch würde zu viel Zeit verstreichen. Der Kreisbauernverband Potsdam-Mittelmark bemängelt die fehlende Klarheit in den Regelungen der Brandenburger Wolfsverordnung und befürwortet den Einstieg in die Regulierung des Wolfsbestandes nach dem schwedischen Modell.[156]

Der Wildbiologe Hans-Dieter Pfannenstiel lehnt das Konzept des Problemwolfs ab, da es schwierig sei, ein Individuum zu identifizieren und wiederzuerkennen. Aus seiner Sicht wird angesichts der raschen Vermehrung der Wölfe eine Bestandsregulierung unter Berücksichtigung des Erhaltungszustands für diese zu den Spitzenprädatoren gehörende Tierart in absehbarer Zeit unumgänglich werden.[157] Aufgrund des Schutzstatus des Wolfs im Anhang IV der FFH-Richtlinie als streng geschützte Art ist das in Deutschland gegenwärtig nicht möglich. Voraussetzung wäre die Übertragung in den Anhang V als geschützte Art, bei der die Festlegung von Entnahmequoten unter Berücksichtigung des Erhaltungszustands möglich würde so wie in einigen anderen Ländern der EU. Eine Aufnahme ins Jagdrecht hätte allein keine praktische Auswirkung, denn die im Anhang IV geführte Tierart würde dann einer ganzjährigen Schonung unterliegen. [158][159]

In Brandenburg und im Alpenraum wurde in Ergänzung zum Problemwolf-Konzept die Ausweisung wolfsfreier Zonen vorgeschlagen.[160] Eine Zonierung ist im Handlungsplan für die Wiederbesiedlung Europas mit Wölfen vorgesehen. Voraussetzung ist der günstige Erhaltungszustand und eine von den Umweltministern gemeinsam bei der EU-Kommission beantragte und ausgeführte Übertragung des Wolfs in den Anhang V der FFH-Richtlinie.

Unerwünschtes Verhalten bei Erreichen der Kapazitätsgrenze[Bearbeiten]

Wölfe sind an das kontinentale Klima Sibiriens mit langen sehr kalten Wintern angepasst. Sie können sich so vermehren, dass es in manchen Jahren zu einer Verknappung der wildlebenden Beutearten kommt. Nach Regierungsangaben der Republik Jakutien hat dessen Landesfläche eine Tragfähigkeit für 500 Wölfe. Nach einem Anwachsen des Wolfsbestands auf 3500 gezählte Tiere wurden Masseneinwanderungen in besiedelte Gebiete beobachtet, bei denen sie 312 Pferde und circa 16.000 Rentiere töteten. Im Januar 2012 belagerte ein Superrudel von 400 Wölfen Werchojansk. Der Bestand wurde in einem Notfallplan der Regierung auf 500 reduziert.[161][162] Da Wölfe in Russland legal bejagt werden, erfolgt keine Einstufung in eine Kategorie. Die Wölfe werden vor Erreichen der Kapazitätsgrenze des Lebensraumes so weit reduziert, dass für die verbleibenden Wölfe die wildlebenden Beutetiere wieder ausreichen (Räuber-Beute-Beziehung) und auch keine opportunistischen Übergriffe auf Weidetiere mehr stattfinden.

Beispiele für Wölfe mit unerwünschtem Verhalten[Bearbeiten]

Deutschland[Bearbeiten]

 
Von den Truppenübungsplätzen Bergen und Munster aus haben sich die Wölfe in Niedersachsen ausgebreitet.
 
Deichbeweidung an der Nordsee
  • Der Jährlingsrüde „Pumpak“ drang im Raum Rietschen mehrfach auf Nahrungssuche in den Siedlungsbereich ein. Nach Auskunft des Kontaktbüros Wölfe in Sachsen stammte er aus dem polnischen Ruszow Rudel, wo er als Welpe von Menschen gefüttert wurde.[167][168] Die geplante Entnahme von „Pumpak“ war umstritten.[169][170][171][172]
  • Im Ortsgebiet von Rathenow wurde ein Wolf auf einem Kita-Gelände gesichtet, wo er unter einem Baum Äpfel fraß. Danach näherte er sich einer Schülerin.[173][174] Später wurde er beim Durchqueren einer Auto-Waschanlage fotografiert und von der Überwachungskamera aufgenommen.[175][176] Ob die geplante Entnahme stattgefunden hat, ist nicht öffentlich bekannt, denn als der Abschuss beschlossen wurde, war er verschwunden.
  • Der Goldenstedter Fähe wurden zahlreiche Übergriffe auf Weidetiere nachgewiesen. Sie hat gelernt hohe Zäune zu überspringen.[177] Eine Karte des Wildtiermanagements Niedersachsen zeigt die gemeldeten Risse im Raum Vechta.[178] Die angedachte Entnahme wurde nicht beschlossen.[179] Im Frühsommer 2017 wurde Nachwuchs bestätigt.[180][181]
  • Das Rosenthaler Rudel hat gelernt, die vom Kontaktbüro Lausitz empfohlenen 90 – 120 cm hohen Zäune zu überspringen. Auch 140 cm und ein 160 cm hoher Zaun wurden überwunden. Die Entnahmegenehmigung für eines der Tiere löste eine Kontroverse aus.[182][183][184]
  • Das Cuxhavener Rudel hat mehrfach Milchrinder gehetzt und angegriffen.[185][186] Das Rudel hat sich auf das Reißen von Kälbern spezialisiert. Wolfsberater Hermann Kück bezeichnete das Cuxland-Rudel als verhaltensauffällig, da die Jungwölfe nicht gelernt hätten Wild zu jagen. [187] In ihrer Antwort auf eine mündliche Anfrage teilte die Landesregierung mit, dass es bei den betroffenen Fällen keine Sicherungen, wie zum Beispiel wolfabweisende Zäune, gegeben habe. Die Abgeordneten gingen nicht von einer Verhaltensauffälligkeit dieses Rudels aus.[188] Die niedersächsische Landesregierung verwies im Rahmen eines Konfliktes um die Frage, ob dieses Rudel entnommen werden solle, auf niedersächsische Regionen mit einer höheren Populationsdichte, in denen dennoch weniger Nutztiere gerissen würden. [189] In der Wesermarsch und an der Nordseeküste gefährdet das Cuxland-Rudel die Pflege der Deiche durch Beweidung mit Schafen. Deiche können weder mit Elektrozäunen noch mit Herdenschutzhunden ausgestattet werden.[190][191][192][193] Nach Ansicht des Landvolks Niedersachsen seien wolfabweisende Zäune auch für die Rinderhalter keine Option, da die Wölfe solche übersprungen hätten und in Panik geratende Rinder einen Zaun umreißen können. [194]
  • Im Raum Hannover ist 2017 am zweiten Weihnachtsfeiertag ein Wolf in einen Stall eingedrungen und hat darin Schafe gerissen.[195]
  • In Bannetze knurrte ein zuvor schon auffälliger Wolf zwei Kinder im Alter von zwei und sieben Jahren an.[196][197]
  • In Görlitz wurde am 2. Februar 2018 ein auffälliger Wolf, der zwei Hunde getötet hatte, nach Erteilung einer Abschussgenehmigung geschossen.[198] Aus der Sicht des NABU war diese Entscheidung in Ordnung, zumal das Tier an Räude erkrankt war und so von seinen Qualen erlöst wurde.[199][200][201]
  • Am 18. März 2018 wurde in Hohendubrau ein ebenfalls an Räude erkrankter Wolf in einem Stallgebäude gefunden, in dem er verendet war. Der durch Räude bedingte Haarausfall führt im Winter zu Unterkühlung. Da niemand in den Stall kam, als der Wolf noch lebte, kam es zu keiner Begegnung. [202][203]
  • In Hülsen am 19. Februar 2018 nachmittags näherte sich ein Wolf einem neunjährigen Jungen mit seinem Chihuahua nach Angabe einer Zeugin bis auf zweieinhalb Meter und fletschte die Zähne. Es wird angenommen, dass der Wolf den Hund erbeuten wollte. Durch heftiges Schreien wurde der Wolf vertrieben. Wolfsberater Frank Faß versicherte, wenn es auch künftig zu vermehrtem aufälligem Verhalten käme, sollten Maßnahmen eingeleitet werden. Um festzustellen, ob es sich um auffälliges Verhalten handelt, sei es wichtig, dass die Bürger Wolfssichtungen melden.[204]
  • Bei einem Rinderzüchter in Brandenburg kam es zu wiederholten Übergriffen von Wölfen auf seine Rinder, weil eine weitere Aufrüstung der Zäune wegen der Größe seiner Weideflächen für ihn nicht finanzierbar wäre.[205]
  • Seit Oktober 2018 wird in Nordrhein-Westfahlen diskutiert, ob die Fähe GW 954 f "Gloria" als Problemwolf geschossen werden soll. Sie stammt aus einem Rudel im der Nähe von Schneverdingen in Niedersachsen, das dafür bekannt ist, hohe Zäune zu überwinden.[209][210] Ob es sich bei der Sichtung eines durch die Gärten streifenden Wolfs in Grafenwald um dasselbe Tier handelte, ist nicht nachgewiesen.[211]

Schweiz[Bearbeiten]

2017 drang ein Wolf mit der Kennzeichnung M75 nach wiederholten Weidetierrissen mit Überspringen von Elektrozäunen auch in Ställe ein. M75 wurde zum Abschuss freigegeben. [212][213][214] Im September 2018 wurde im Wallis nach einer Häufung von Schafsrissen auf geschützten Weiden für zwei Wölfe eine Abschussgenehmigung erteilt.[215]

Schweden[Bearbeiten]

Im Großraum Stockholm wurden mehrfach Hunde erbeutet. Eine Frau mit einem Kinderwagen sah zwei Wölfe kommen, von denen einer ihren Hund erbeutete, während der andere seine Aufmerksamkeit auf das Kind richtete.[216] Im September 2017 näherte sich ein Wolf einem dreijährigen Kind bis auf 7 Meter. Die Abschussgenehmigungen wurden zügig erteilt.[217][218][219]

Finnland[Bearbeiten]

In Finnland ist der Wolf in den Zonen mit Rentierzucht nicht in Anhang IV als streng geschützte Art, sondern in Anhang V als geschützte Art, bei der unter Berücksichtigung des Erhaltungszustands der Wolfspopulation eine kontrollierte Bejagung möglich ist. Dort wurde die von Boitani vorgeschlagene Zonierung umgesetzt mit Listung im Anhang V 2. Im Zeitraum 2007 bis 2008 wurden dennoch 63 Wölfe gemäß den Ausnahmeregelungen entnommen.[220]

Frankreich[Bearbeiten]

Im Département Alpes-de-Haute-Provence wurde am 22. September 2015 ein Wolf geschossen, der sich gegen den Wind angeschlichen hatte und deshalb von den Herdenschutzhunden nicht bemerkt wurde. Als er sich Schäfern bis auf 10 Meter näherte und die Zähne fletschte, wurde er erlegt.[221]

Kanada[Bearbeiten]

In Saskatchewan wurde 2005 der Geologiestudent Kenton Carnegie von habituierten Wölfen getötet.[222][223] In den vergangenen Jahren kam es dort mehrfach zu Beißattacken auf Menschen. Im Banff-Nationalpark und Jasper-Nationalpark suchen Wölfe manchmal auf unbewachten Camp-Sites nach Essenresten.[224][225] Dort wird das Personal über einen Sender informiert, wenn Wölfe zu nah kommen und es erfolgt eine sofortige Vergrämung durch Beschuss mit Kreidekugeln. Wölfe, die dieses Signal nicht verstehen, werden betäubt und in ein anderes Gebiet gebracht. Falls sie zurückkommen, werden sie erschossen.[43] Im Banff-Nationalpark wurde 2016 eine Alpha-Wölfin erschossen, die bei Campern Futter suchte und sich nicht vertreiben ließ.[226] Der Naturschutzmanager des Nationalparks Bill Hunt bewertete dies als sehr aggressives Verhalten.[227] Im selben Jahr wurde ein zweiter Wolf geschossen, der sich erst zurück zog, dann aber wieder kam.[228] Ebenfalls eine Alpha-Wölfin versuchte ihr Rudel ins Stadtgebiet von Banff zu führen und musste erschossen werden.[43][229]

USA[Bearbeiten]

In Point Pilot, Alaska, kamen Wölfe in den Ort und erbeuteten Hunde. In den Tagen bevor Candice Berner 2010 beim Joggen von Wölfen erbeutet wurde[230] meldeten Dorfbewohner im Gebiet von Chignik Nahbegegnungen. Nachdem Fund der sterblichen Überreste am Lake Chignik gab der US Fish and Wildlife Service eine Genehmigung für staatlich geprüfte Jäger auch innerhalb der Grenzen des Schutzgebietes diese Wölfe zu Fuß und aus der Luft zu töten. Der Tod von Candice Berner löste eine Debatte darüber aus, ob das staatliche Prädatorenkontrollprogramm die Bürger ausreichend schützt. Naturschützer argumentierten, Bejagung in der Wildnis könne dazu führen, dass die Wölfe erst recht Siedlungen aufsuchen und an häufig begangene Wanderwege kommen.[231]

2012 wurden im Bundesstaat Montana im Rahmen der lethalen Kontrolle 108 Wölfe entnommen. 2013 wurden 75 Wölfe entnommen, davon wurden 8 von Privatpersonen mit Abschussgenehmigung geschossen oder gemäß dem in Montana geltenden Recht auf Verteidigung des Eigentums.[232] Nach der Reduzierung des Wolfsbestandes wurden auftauchende auffällige Wölfe nicht mehr geschossen, sondern in andere Gebiete verbracht[233] 2017 erteilte der Fish and Wildlife Service im Bundesstaat Washington eine Abschussgenehmigung für Wölfe des problematischen Smackout-Rudels.[234]

Rumänien[Bearbeiten]

 
Verbreitungsgebiete der Unterarten des Canis lupus

Rumänien gehört zu den EU-Ländern, in denen der Wolf im Anhang V der FFH-Richtlinie als geschützte Art geführt wird, bei der unter Berücksichtigung des Erhaltungszustands eine kontrollierte Bejagung möglich ist. Von 2007 bis 2008 wurden dort dennoch 312 Wölfe gemäß den Ausnahmen in der Habitatsdirektive getötet. Die kontrollierte Bejagung als im Anhang V gelistete Art erfolgte in dem Zeitraum nicht, da solche Entnahmen vom Wolfsmonitoring verrechnet werden.[235][236] Die Regierung in Bukarest erließ im September 2017 eine Verordnung, nach der Problembären und Problemwölfe bis zum Ende des Jahres geschossen werden können.[237]

Polen[Bearbeiten]

Bei Podkarpacie hat ein Wolf zwei Kinder gebissen. Ein 8-jähriges Mädchen wurde in Strzebowiska angegriffen. Im Dorf Przysłup, ein paar hundert Meter entfernt, biss das Tier einen zehnjährigen Jungen. Unmittelbar nach dem Vorfall erschienen ein Bezirkspolizist und ein Jäger auf dem Gelände, der vom Umweltministerium die Erlaubnis hatte, Wölfe zu schießen. Das Tier wurde vom Jäger erschossen. Die verletzten Kinder sind in einem Krankenhaus in Lesko; ihr Leben ist nicht in Gefahr. Die lokale Forstaufsicht sorgte für die Übergabe des erlegten Wolfs an einen Tierarzt, der eine Sektion durchführt zur Feststellung des Gesundheitszustands.[238][239]

In Südwestpolen wurden Bewohner der Gemeinde Drezdenko von Wölfen angegriffen. Die Behörde genehmigte den Abschuss.[240]

Dänemark[Bearbeiten]

Laut Bekanntgabe des dänischen Landwirtschaftsministers Jakob Ellemann-Jensen wurde in Dänemark die Definition von „Problemwölfen“ erweitert. Künftig soll die dänische Umweltschutzbehörde die Erlaubnis zur Entnahme bereits dann erteilen, wenn sich das Raubtier über mehrere Tage bewohnten Gebäuden oder Menschen bis auf weniger als 50 Meter nähert. Dies soll auch gelten, wenn Wölfe sich auf Haustiere als bevorzugte Beute spezialisieren und sich von den vorgeschriebenen Schutzmaßnahmen nicht abhalten lassen. [241]

Israel[Bearbeiten]

Aus Israel wird von Wolfsangriffen auf Kinder berichtet, bei denen Wölfe Kleinkinder anfielen und versuchten sie wegzutragen. Die Naturschutzbeauftragten vermuten, dass die Wölfe zuvor in Menschennähe Futter gefunden hatten.[242][243] Israel gehört zu den Verbreitungsgebieten des Arabischen Wolfs, für den wegen der vielorts sehr kargen Vegetation und entsprechend wenigen pflanzenfressenden Wildtieren Abfälle zum Speiseplan gehören.

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Luigi Boitani: Action Plan for the Conservation of Wolves in Europe Kapitel 4.7. Wolf damage to livestock: Problem wolves in protected populations. Seite 31-34.
  2. Ilka Reinhardt, Gesa Kluth: Leben mit Wölfen – Leitfaden für den Umgang mit einer konfliktträchtigen Tierart in Deutschland, BfN-Skripten 201, 2007, Bundesamt für Naturschutz, (PDF-Datei; 3,3 MB) Dokument Seite 109–116, PDF Seite 110–117.
  3. NINA Norsk institutt for naturforskning: The fear of wolves: A review of wolfs attacks on humans
  4. Günther Bloch, Elli H. Radinger: Der Wolf kehrt zurück. Mensch und Wolf in Koexistenz? Kosmos Verlag 2017
  5. Luigi Boitani: Wolves: Behavior, Ecology, and Conservation Seite 302
  6. Freundeskreis freilebender Wölfe: Verbreitungskarte Deutschland 2017
  7. NABU Wölfe in Deutschland
  8. Jan Sternberg,Rasmus Buchsteiner: Der Wolf bleibt ein Politikum
  9. Luigi Boitani: Action Plan for the conservation of the wolves (Canis lupus) in Europe Seite 31, 34 und 35
  10. Wildbiologisches Büro Lupus
  11. NABU Einschätzung und Bewertung von Wolfsverhalten
  12. Ministerium für ländliche Entwicklung, Umwelt und Landwirtschaft des Landes Brandenburg:Wolfsverordnung für Brandenburg
  13. NDR: Auch der Wolf gehört zu Deutschland – oder?
  14. Ilka Reinhardt, Gesa Kluth: Leben mit Wölfen – Leitfaden für den Umgang mit einer konfliktträchtigen Tierart in Deutschland, BfN-Skripten 201, 2007, Bundesamt für Naturschutz, (PDF-Datei; 3,3 MB) Dokument Seite 115–116, PDF Seite 116–117
  15. Jan Sternberg, Rasmus Buchsteiner: Der Wolf bleibt ein Politikum
  16. Leitlinie Wolf – Handlungsempfehlungen zum Umgang mit Wölfen, Ministerium für Umwelt, Landwirtschaft und Energie Sachse, Magdeburg, 6. Juli, S. 13–14 2017 (PDF-Datei; 461 kB).
  17. Märkische Allgemeine: Wolf in Kamerafalle – Hündin Angie nach Angriff eingeschläfert
  18. Ilka Reinhardt, Gesa Kluth: Leben mit Wölfen – Leitfaden für den Umgang mit einer konfliktträchtigen Tierart in Deutschland, BfN-Skripten 201, 2007, Bundesamt für Naturschutz, (PDF-Datei; 3,3 MB) Dokument Seite 102, PDF Seite 103
  19. Vadim E. Sidorovich et al.: Wolf Canis lupus numbers, diet and damage to livestock in relation to hunting and ungulate abundance in northeastern Belarus during 1990–2000 Wildlife Biology 2003, Seite 1
  20. Zoology by Vadim Sidorovich: Visits of wolves in human settlements in Belarus with implication for wolf attacks of dogs
  21. Ilka Reinhardt, Gesa Kluth: Leben mit Wölfen – Leitfaden für den Umgang mit einer konfliktträchtigen Tierart in Deutschland, BfN-Skripten 201, 2007, Bundesamt für Naturschutz, (PDF-Datei; 3,3 MB) Dokument Seite 115–116, PDF Seite 116–117
  22. Deutscher Bundestag: Antrag des Bündnis90/DIE GRÜNEN Drucksache 19/589 (2018)
  23. NABU Einschätzung und Bewertung von Wolfsverhalten Seite 1
  24. Mark E. McNay: Wolf-Human interactions in Alaska and Canada: a review of the case history
  25. Ministerium für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz Baden-Württemberg: Die Rückkehr des Wolfs nach Baden-Württemberg Seite 26
  26. Jäger:Jäger entkommt Wolfsattacke
  27. CBC News: Wolf attack in northern Saskatchewan 3rd in 12 years
  28. Dorit Feddersen-Petersen: Hundepsychologie. Sozialverhalten und Wesen – Emotionen und Individualität Kosmos, 2014, ISBN 3-440-14275-2, S. 111–115.
  29. Valerius Geist: Circumstances leading to wolf attacks on people.
  30. Annette Mertens und Helga Schneider: HSH-Artikel Rumänien, Carnivore Damage Prevention News 2005. Seite 11–13.
  31. Ilka Reinhardt, Gesa Kluth: Leben mit Wölfen – Leitfaden für den Umgang mit einer konfliktträchtigen Tierart in Deutschland, BfN-Skripten 201, 2007, Bundesamt für Naturschutz, S. 110 (PDF-Datei; 3,3 MB).
  32. Himalayan Wolf attack of a Twelve-Year-Old JAMM International Journal of Archives in Military Medicine 2017
  33. Valerius Geist: Wolfeducation international.
  34. Mavadelo’s mindscape.
  35. Ilka Reinhardt, Gesa Kluth: Leben mit Wölfen – Leitfaden für den Umgang mit einer konfliktträchtigen Tierart in Deutschland, BfN-Skripten 201, 2007, Bundesamt für Naturschutz, S. 85 u. 102 (PDF-Datei; 3,3 MB).
  36. Wolf beißt Hund einer Radfahrerin, Hannoversche Allgemeine.
  37. Wölfe sollen Radfahrer bei Soltau verfolgt haben, Osnabrücker Zeitung.
  38. Wehdelerin in Angst, Nord 24.
  39. Jörg Hillmer: Wie will Landesregierung künftig Kinder schützen?
  40. Vincenzo Penteriani, María del Mar Delgado et al.: Human behaviour can trigger large carnivore attacks in developed countries Nature.com Scientific Reports 2016
  41. Luigi Boitani, L. David Mech: Wolves: Behavior, Ecology and Conservation Seite 336
  42. Kontaktbüro Wölfe in Sachsen: Wolfswelpen im Milkeler Rudel werden vergrämt
  43. 43,0 43,1 43,2 Wolves attack in Northern Saskatchewan as animals lose fear of humans, National Post.
  44. Valerius Geist: Wolf Education International
  45. JAMM International Journal of Archives in Military Medicine 2017
  46. It’s a wolves eat wolves world.
  47. Prävention eines Verteidigungsangriffs im Revier eines Wolfsrudels.
  48. Berner Konvention, Bundesamt für Naturschutz
  49. Freundeskreis freilebender Wölfe
  50. The problematic wolf Juha Hiedanpää, Daniel W. Bromley: Springer 2016
  51. A frame-analytical perspective on conflict between people and an expanding wolf Canis lupus population in central Italy Chiara Vitali, Cambridge University Press 2014
  52. Targeted removal of wolves: analysis of the motives for controlled hunting Annelie Sjölander-Lindqvist, Wildlife Biology 2015
  53. Abatido un lobo problemático Villalba de la Lampreana 2011
  54. Mark E. McNay: Dennis Murray Canada Research Chair in Terrestrial Ecology Wolf-Human Interactions in Alaska and Canada: A Review of the Case History
  55. Deutscher Bundestag 2015: Bericht des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit zur Lebensweise, zum Status und zum Management des Wolfes (Canis lupus) in Deutschland, Ausschussdrucksache 18(16)313 Seite 65, PDF Seite 66
  56. NABU: Die NINA Studie 2002
  57. Katherine V. Wolley: A Policy Analysis of Large Carnivore Responses to Habitat Fragmentation and Human – Carnivore Conflicts in the High Divide University of Colorado, Boulder CU Scholar 2016, Seite 17, PDF Seite 18
  58. NDR.de: Auffälliges Rudel in Munster
  59. Wolfsparadies Truppenübungsplatz, NABU.
  60. Ministerium bestätigt Fotos.
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  63. Qutfox World: Neues Wolfsmanagement vorgestellt
  64. NABU: Experimente mit Wölfen sind unzulässig
  65. Leitlinie Wolf, Ministerium für Umwelt, Landwirtschaft und Energie Sachsen-Anhalt.
  66. NABU Einschätzung und Bewertung von Wolfsverhalten
  67. The fear of wolves – a review on wolf attacks on humans John D. C. Linnell, Reida Andersen et al. NINA Norsk institutt for naturforskning 2002
  68. Wolf vor einer zweiten Domestikation? Natur 2017
  69. Thomas M. Newsome, Peter J. S. Fleming et al.:Making a new dog. BioScience 2017
  70. Are wolves dangerous to humans? International Wolf Center.
  71. WWF NINA – Norsk institutt for naturforskning: A review on wolf attacks on humans Seite 4–6
  72. Valerius Geist: Circumstances leading to wolf attacks on people
  73. Beiträge zur Jagd und Wildforschung Band 39, Seite 5
  74. Boris Fuchs, Barbara Zimmermann et al.: Sarcoptic Mange in the Scandinavian Canis lupus population, BMC Veterinary Research 2016.
  75. Das harte Leben der Wölfe, Outfox World,
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  77. Welche Krankheiten können Wölfe bekommen? Kontaktbüro Wölfe in Sachsen.
  78. Eurovir – Antivirale Validierung und Rabies.
  79. Tollwut-Diagnose.
  80. Tollwut-Prävalenz, -Verlauf, -Diagnose.
  81. Jan Wätzold: Wölfe haben mich beim Joggen verfolgt
  82. Large Carnivore Initiative for Europe.
  83. 83,0 83,1 Luigi Boitani: Action Plan for the conservation of the wolves (Canis lupus) in Europe.
  84. Draft Supplement to the Environmental Impact Statement – Chequamegon-Nicolet National Forest and Oconto Counties Wisconsin
  85. Neda Behdarvand, Mohammad Kaboli: Characteristics of Gray Wolf Attacks on Humans in an Altered Landscape in the West of Iran Human Dimensions of Wildlife 2015
  86. Katherine V. Wolley: A Policy Analysis of Large Carnivore Responses to Habitat Fragmentation and Human – Carnivore Conflicts in the High Divide University of Colorado, Boulder CU Scholar 2016. Seite 10–19 PDF Seite 11–20 „The majority of these kills were legal public harvests via hunting and trapping or lethal control kills, which is the management removal of a problematic animal. While it is rare for a wolf to attack a human, when they do so it is largely because they have been food conditioned and used to human presence.“
  87. Natura 2000: Liste der in Deutschland vorkommenden Arten des Anhangs IV und V der Fauna Flora Habitatrichtlinie
  88. Dokumentations- und Beratungsstelle des Bundes zum Thema Wolf (DBBW): Herdenschutz
  89. Deutscher Bundestag: Wolfsmanagementpläne der Bundesländer
  90. Ernst-Friedrich Kiel: Fachliche Auslegung der artenschutzrechtlichen Verbote § 44 (1) BNatSchG
  91. Leitfaden Baden-Württemberg: Die Rückkehr des Wolfs nach Baden-Württemberg Handlungsleitfaden für das Auftauchen einzelner Wölfe Seite 27
  92. Natura 2000 Liste der in Deutschland vorkommenden Arten des Anhangs IV und V der Fauna Flora Habitatrichtlinie
  93. Bußgeldkatalog Artenschutz 2017
  94. Berner Artenschutzabkommen 1979, Artikel 9 Absatz 1.
  95. Bundesnaturschutzgesetz § 45
  96. Habitats Direktive Artikel 16 (Tabelle 1 Dokument Seite 39 PDF Seite 41).
  97. Ilka Reinhardt, Gesa Kluth: Leben mit Wölfen – Leitfaden für den Umgang mit einer konfliktträchtigen Tierart in Deutschland, BfN-Skripten 201, 2007, Bundesamt für Naturschutz (PDF-Datei; 3,3 MB).
  98. Managementplan für den Wolf in Brandenburg 2013–2017, Kapitel 4.3, Ministerium für Umwelt, Gesundheit und Verbraucherschutz, Land Brandenburg.
  99. Managementplan für den Umgang mit Wölfen in Rheinland-Pfalz:Demographisches MonitoringSeite 11
  100. Rechtfertigender Notstand.
  101. Notwehr
  102. Heiko Granzin: Eine rechtliche Betrachtung zu Wolfstötungen
  103. Forstpraxis: Dr. Meyer Ravenstein.
  104. Meyer-Ravenstein, Katharina Krenn: Wolfsangriff: Wann darf ich einen Wolf abschießen?
  105. NABU: Der Wolf – eine Gefahr für den Hund?
  106. Jawina: Wolfsangriff auf Bracke: Chronik eines Hundetodes
  107. Wolf Song of Alaska: It's a Wolf-Eat-Wolf World in the Wilds of Alaska
  108. Jagen weltweit: Skandinavien: Trauer um Wolfsopfer
  109. Frank Bürstenbinder: Hündin bei Wolfsangriff verletzt
  110. Nachrichten und Meinungen aus Halle: Polizisten in Sachsen-Anhalt dürfen Wölfe abschießen
  111. Hans-Dieter Pfannenstiel: Der Wolf (Canis lupus L. 1758) - Stellungnahme zum Umgang mit dieser Tierart in der Kulturlandschaft Deutschlands Seite 26
  112. NDR.de: 20 Sender für Niedersachsens Wölfe
  113. MLR:Die Rückkehr des Wolfs nach Baden-Württemberg Seite 28
  114. Ilka Reinhardt, Gesa Kluth: Leben mit Wölfen – Leitfaden für den Umgang mit einer konfliktträchtigen Tierart in Deutschland, BfN-Skripten 201, 2007, Bundesamt für Naturschutz, S. 115 (PDF-Datei; 3,3 MB)
  115. Zum Umgang mit wenig scheuen Wölfen, NABU.
  116. Tierschutzgesetz § 17 Satz 2b.
  117. Ethia: Bettina Jung
  118. Ethia: „Schäfchen to go“ für das Rosenthaler Rudel
  119. Kontaktbüro Wölfe in Sachsen: Wolfswelpen im Milkeler Rudel werden vergrämt
  120. Südtirol News: Rom plant Einsatz von Gummigeschossen
  121. Friederice Range, Zsófia Virányi: Wolves Are Better Imitators of Conspecifics than Dogs PLOS 2014
  122. Ilka Reinhardt, Gesa Kluth: Leben mit Wölfen – Leitfaden für den Umgang mit einer konfliktträchtigen Tierart in Deutschland, BfN-Skripten 201, 2007, Bundesamt für Naturschutz, Seite 83–84 (PDF-Datei; 3,3 MB).
  123. Luigi Boitani: Action Plan for the conservation of the wolves (Canis lupus) in Europe, Group of Experts on Conservation of Large Carnivores, Oslo 2000.
  124. BfN-Skript 201 Leitfaden Seite 114
  125. Luigi Boitani: Action Plan for the conservation of the wolves (Canis lupus) in Europe Seite 36
  126. Luigi Boitani: Action Plan for the conservation of the wolves (Canis lupus) in Europe Seite 34
  127. Wolf Science Center: Welpenaufzucht
  128. Bettina Mutschler, Rainer Wohlfarth: Du bist mir wichtig – Bindung in den Mensch-Hund-Beziehung. Kosmos Verlag 2014
  129. Süddeutsche Zeitung: „Ein Gehege-Wolf gehört nicht in die Natur“
  130. Ilka Reinhardt, Gesa Kluth: Leben mit Wölfen – Leitfaden für den Umgang mit einer konfliktträchtigen Tierart in Deutschland, BfN-Skripten 201, 2007, Bundesamt für Naturschutz, Seite 120 (PDF-Datei; 3,3 MB)
  131. Justus Randt: Vor 40 fast Jahren Wolf beißt siebenjährigen Junge zu Tode Weser-Kurier 2017
  132. RP online: Wölfin wurde erschossen um weitere Flucht zu verhindern
  133. Sandra Kaiser: Zoo trauert um erschossenen Orang Utan
  134. Deutschlandfunk: Wölfe in Brandenburg – Furcht vor Wolfshybriden wohl unbegründet
  135. SVZ: Streit um Gentest an Wildtieren: Hund oder Wolf oder Hybrid?
  136. Alfons Deter: Sind verhaltensauffällige Wölfe in Wahrheit Mischlinge?
  137. Thüringer Allgemeine: Wolfshundzüchter: Mischlinge sind nicht gefährlich
  138. Kerstin Viering: Wölfin, ledig, sucht … Spektrum.de März 2017
  139. Kontaktbüro Wölfe in Sachsen: Besondere Vorkommnisse
  140. Alfons Deter: Sind verhaltensauffällige Wölfe in Wahrheit Mischlinge?
  141. Heiko Randermann: War Kurti ein Wolf, ein Hund – oder beides?
  142. Mittelmark: Wolf reißt Kälbchen im Stall, Märkische Allgemeine, 4. Mai 2016.
  143. Katharina Lütke Holz: Brandenburg: Wolf reißt Kalb im Stall 2018
  144. Südtirol News: Fassatal: Qualvoller Tod eines Jungpferds
  145. Ausbreitung bis in die Stadt – Welche Gefahr geht wirklich von Wölfen in Deutschland aus?
  146. SZ-Online: Wolf hat zwei Hunde angefallen
  147. LR-Online: Kranker Wolf tappt in Krauschwitz in die „Fotofalle“
  148. Ines Bräutigam: Belagerungszustand in Brockhimbergen: Und abends sind die Wölfe wieder da
  149. Cellesche Zeitung: Bürgerinitiative für "wolfsfreie Dörfer" im Landkreis Celle gegründet
  150. Hier spaziert ein Wolf am Kindergarten vorbei
  151. Agnieszka Pospiszyl: Wilki pod Strzelcami Opolskimi? "Szukają dla siebie terenów"
  152. Making a new dog? Bioscience.
  153. Wolf vor einer zweiten Domestikation?, Natur.
  154. Alexander Walter: Graue Räuber – Ärger über die „Leidlinie“ Wolf, Volksstimme, 19. Juli 2017.
  155. Rudi-Michael Wienecke: Der Wolf ist nicht willkommen, Volksstimme, 5. Mai 2017.
  156. Alfons Deter: Brandenburg: Bauernverband hält Wolfsverordnung für praxisfern
  157. Hans-Dieter Pfannenstiel: Der Wolf (Canis lupus L. 1758) Stellungnahme zum Umgang mit dieser Tierart in der Kulturlandschaft Deutschlands Seite 66 und 71 f.
  158. Bundesamt für Naturschutz: Artenschutzbestimmungen der Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie
  159. NABU Wolfskonferenz 2015. jagdverband.de, 1. Oktober 2015, „Es gibt ständig die Diskussion, ob der Wolf in Anhang IV oder V der FFH-Richtlinie gelistet werden soll. Gründungsländer der EU haben ihn in IV eingeordnet. Das war auch einfach, denn diese Länder waren nahezu wolfsfrei. Länder, die später zur EU kamen, haben eine Eingliederung in Anhang V ausgehandelt, eben weil dort bereits Wölfe vorhanden waren. In Anhang V sind Tiere geschützt, aber unter bestimmten Voraussetzungen kann eine legale Bejagung durchgeführt werden.“ (Ilka Reinhardt).
  160. Sandra Tjong: Streit um Raubtier - Wir züchten uns Problemwölfe heran
  161. The Telegraph – Science: Wolf attacks lead to state of emergency in Russia's Siberia region
  162. Schwarzwälder Bote: Wolfsplage in Sibirien
  163. Ministerium bestätigt Fotos
  164. Auffälliges Rudel in Munster
  165. Celle heute:Wolf soll Hund verletzt haben
  166. Michael Berger: Nach Hundeangriff: Wolf "Kurti" wird eingesperrt
  167. Sabine Ohlenbusch, Bernhard Donke: Wolf kommt in die Siedlung
  168. Alles Lausitz Rietschener Problemwolf darf geschossen werden
  169. Sandra Dassler: Der Problemwolf. Postsdamer neueste Nachrichten 1. 2017
  170. Problemwolf im Landkreis Görlitz, Forstpraxis.
  171. Der Kuchen und der Wolf, NABU.
  172. Fall Pumpak – oder wie kreiren wir einen Problemwolf.
  173. Wolf auf Kita-Gelände, Zeit-Online
  174. Problemwolf testet seine Opfer, Agrar heute.
  175. Brandenburg: Wölfe streifen durch Rathenow, Jawina.
  176. Wolfsmonitor Dezember 2016: Rathenower Waschanlagenwolf
  177. Fähe von Goldenstedt, Focus.
  178. Wildtiermanagement Niedersachsen
  179. Ulrich Wotschikowsky: Fakten zur Goldenstedter Wölfin
  180. Ulrich Wotschikowski: Nachwuchs in Goldenstedt, 23. Juni 2017
  181. Wolfsreproduktionen: Goldstedter Problemwölfin hat Nachwuchs, Agrar heute
  182. Märkische Allgemeine: Ist das Rosenthaler Rudel zu stoppen?
  183. Kontaktbüro Wölfe in Sachsen: Herdenschutz im Bereich des Rosenthaler Wolfsrudels Auffälliger Wolf im Landkreis Görlitz geschossen
  184. Outfox World: Herdenschutz wird teurer
  185. Nord24 Cuxland: Wolf reißt tragendes Rind in Armstorf
  186. Nord24 Cuxland:Wolf reißt Rund bei Meckelstedt
  187. Christian Doescher: Forscher überlastet - Bericht über Cuxland-Wölfe verzögert sich weiter
  188. Antwort auf die Mündliche Anfrage: Entnahme der Wolfsrudel in Barnstorf-Goldenstedt und Cuxhaven Auf: umwelt.niedersachsen.de vom 14. Dezember 2017, abgerufen am 15. März 2018
  189. Klaus Wieschemeyer: EU-Kritik am Schutzstatus für Wölfe
  190. Schafzuchtverbände Niedersachsen: Cuxhavener Rudel – Deichschäferei
  191. Osnabrücker Zeitung: Wölfe töteten in Deutschland mehr als 3500 Nutztiere
  192. Gunars Reichenbachs: Wolfsberater empfiehlt Abschuss von fünf Jungtieren
  193. HNA: Herdenschutz nun landesweit gefördert: Ganze Regionen wolfsfrei?
  194. Celler Presse: Herdenschutzzäune sind keine Lösung
  195. Nordwest Zeitung: Wolf dringt in Stall ein und tötet Schafe
  196. Cellesche Zeitung: Wolf knurrt in Bannetze zwei kleine Kinder an
  197. Cellesche Zeitung: Nach Vorfall in Bannetze: Wie weit geht der Wolf noch?
  198. Focus: Auffälliger Wolf im Landkreis Görlitz geschossen
  199. NABU: Erkrankter Wolf tötet zwei Hunde in Sachsen
  200. MDR Sachsen: Kranker Wolf im Landkreis Görlitz ist tot
  201. Gutachten nach Wolfsabschuss eingetroffen
  202. Mitteldeutsche Zeitung: Landkreis Görlitz - Toter Wolf in Stall gefunden
  203. MDR Sachsen: Toter Wolf in Pferdestall entdeckt
  204. MK Kreiszeitung: Hülsenerin und ihr neunjähriger Enkel begegnen Wolf
  205. Kristina Koormann: [1] Märkische Allgemeine August 2018
  206. Kontaktbüro Wölfe in Sachsen: Wolfswelpen im Milkeler Rudel werden vergrämt
  207. Outfox World: Mit Geschrei und Steinen: Scheulose Wölfe werden vergrämt
  208. Herde der Naturschutzstation dezimiert - 40 tote Schafe nach Wolfsangriff bei Niesky
  209. Rainer Striewski: Wolfsgebiet in NRW: Wolf ist sesshaft geworden
  210. Problemwölfin Gloria - Abschießen oder nicht?
  211. Kai Süselbeck: Der Wolf streift durch Grafenwälder Gärten - Bürger beunruhigt
  212. Julia Eder: Wolf dringt in Schafstall ein, Agrar heute, 2. März 2017.
  213. Alfons Deter: Schweiz: Wolf dringt in Ställe ein, Top Agrar online, 23. April 2017.
  214. 1815.CH: Auf der Suche nach Wolf M75
  215. Solothurner Zeitung: Wallis lässt zwei Wölfe abschießen
  216. Süddeutsche Zeitung: Wölfe greifen Mutter mit Baby an
  217. Outfox World: Kurzer Prozess mit Problemwolf in Schweden
  218. Hela Stockholm: Varg nära treåring – skyddsjakt inledd
  219. Proplanta: Wölfe greifen Schwedin mit Baby und Hund an
  220. European Commission: Status, management and distribution of large carnivores – bear, lynx, wolf & wolverine – in Europe December 2012 Seite 50
  221. Sciences et Avenir: Un loup abattu dans les Alpes-de-Haute-Provence
  222. Kenton Karnegie, Wolfscenter.
  223. CBC News: Wolf attack in northern Saskatchewan 3rd in 12 years
  224. Calgary Herald: Aggressive wolf warning issued for Banff National Park
  225. Calgary Herald: Two wolves from the Bow Valley wolf pack at Tunnel Mountain campground in June 2016
  226. Calgary Herald:Female wolf killed in Banff National Park after aggressive behaviour
  227. Calgary Herald:'Things are looking bleak' for the Bow Valley wolf pack in Banff National Park
  228. CBC News:Another problem wolf sought at campgrounds around Banff
  229. JAMM International Journal of Archives in Military Medicine 2017
  230. Candice Berner, Wolfcenter.
  231. The Telegraph:Wolf attack jogger – hunt planned by plane and on foot for deadly pack
  232. L. Bradley, J. Gude, N. Lance et al.: Montana Gray Wolf Conservation and Management 2013 Annual Report Seite 20, PDF Seite 22: „There were fewer lethal control removals in 2013 (75) than in 2012 (108). Of the 75 wolves removed in 2013 for livestock depredations, 8 were killed by private citizens under kill permits or under the Montana state law known as the Defense of Property statute.“
  233. Paul Schullery: The Yellowstone Wolf Seite 277
  234. Nicholas K. Geranios: State to kill members of problem wolf pack in Eastern Wash.
  235. European Commission: Environment Conservation status of large carnivores
  236. European Commission: Status, management and distribution of large carnivores – bear, lynx, wolf & wolverine – in Europe December 2012 Seite 50
  237. Proplanta: Rumänien erlaubt wieder Abschüsse von Wölfen und Bären
  238. Onet Rzeszów: Podkarpacie: Wolf hat zwei Kinder gebissen
  239. Wolf attack in Bieszczady confirmed by scientists
  240. Three ravenous wolves in crosshairs following attacks
  241. [2]
  242. Haarez Israel News: Ten Attacks in Four Months: Brazen Wolves Preying on Children in Israel's South read more: https://www.haaretz.com/israel-news/1.813362
  243. Jawina: Wölfe attackieren Kinder

Kategorie:Naturschutz Kategorie:Wolf in der Kultur Kategorie:Wildtier Kategorie:Umweltpolitik Kategorie:Artenschutz Kategorie:Renaturierungsökologie