Präsidialkonvent

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Der Präsidialkonvent (PK) wurde am 9. Mai 1955 in Frankfurt am Main als Dachverband ohne feste Rechtsform von zehn Alten Herren der folgenden Studentenverbindungen gegründet:

  • Baarmann-Gesellschaft (gegr. 1882 in Leipzig)
  • Canitz-Gesellschaft (gegr. 1875 in Leipzig)
  • Göttinger-Gesellschaft (gegr. 1920 in Göttingen)
  • Münchener-Gesellschaft (gegr. 1905 in München)

Wesentlicher Zweck war es, das studentische Leben und die Traditionen der Gesellschaften fortzuführen, die durch die politischen Verhältnisse 1935/36 unterbrochen worden waren, und diese auch bei der akademischen Jugend wieder zu erwecken und zu fördern. Die vier Gesellschaften rekrutierten sich aus im wesentlichen gleichen Kreisen wie die sog. weißen Corps, verwirklichten jedoch das Bedürfnis nach studentischen Freundeskreisen ohne äußere Abzeichen (Band und Mütze) und ohne Bestimmungsmensuren, das in den letzten Jahrzehnten des 19. Jahrhunderts aufgekommen war. Ziele waren: „Wahrung sauberer menschlicher Haltung, Pflege der Kameradschaft und der gesellschaftlichen Formen sowie Bewahrung der Romantik des deutschen Studentenlebens durch die Beibehaltung der überkommenen studentischen Sitten“. (Zitiert aus dem Aufruf des PK "Zum Beginn einer neuen Activitas")

In Jahre 1955 wurde in München eine Aktivitas wieder und ebenfalls 1955 (am 2. Dezember) in Bonn eine neue unter dem Namen "Bonner Kreis" gegründet. Göttingen folgte 1956. Die Canitz-Gesellschaft faßte zu Beginn des Wintersemesters 1957/58 in Berlin Fuß, und als letzte erstand die Baarmann-Gesellschaft 1960 in Hamburg wieder. Ferner beschloss der Präsidialkonvent, den "Heidelberger Kreis" (1955)und die "Bremer-Gesellschaft zu Freiburg im Breisgau" (1965) aufzunehmen. Die Göttinger-Gesellschaft hat sich 1956 mit dem "Freundeskreis Max Eyth" verbunden und führt seit dem den Namen "Göttinger-Gesellschaft-Max-Eyth".

Als die Canitz-Gesellschaft (1971), die Bremer-Gesellschaft (1972) und der Heidelberger Kreis (1974) Studentinnen in die bis dahin ausschließlich männliche Aktivitas aufgenommen hatte, verließen die Göttinger und Münchener den PK 1974. Die Baarmann-Gesellschaft folgte 1979.

An der Gründung eines Präsidialconvents (PC) als gemeinnütziger, eingetragener Verein im Jahr 2005 war keine der alten Gesellschaften beteiligt. Dieser Verein ist weder mit dem PK identisch, noch Rechtsnachfolger, auch wenn versucht wird, diesen Anschein zu erwecken.

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