Poahlbürger

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Poahlbürger sind nach dem Sprachgebrauch in der Hellweg-Region und dem Sauerland (regional auch Poalbürger bzw. Paohlbürger) diejenigen, die von Mitbürgern angehoben und mit mehr oder weniger Kraft mit dem Hinterteil auf einen Grenzstein gestoßen werden. Das passiert in der Regel einmal im Jahr beim sogenannten Schnadegang. Dabei werden die Grenzen der Gemeinde abgelaufen. In früheren Jahrhunderten wurde tatsächlich der richtige Standort der Grenzsteine überprüft. Den Vorgang des Stoßens auf den Grenzstein nennt man poahläsen. Manchmal wird auf den Stein ein nasser Schwamm gelegt, um das Erinnerungsvermögen des Poahlbürgers an die richtige Stelle des Grenzsteins zu erhöhen.

Literatur[Bearbeiten]

  • Leo Mauczik: Pimpfe und Poalbürger. Agenda-Verlag, Münster 2009, ISBN 389688400X.
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