Petrus (Künstler)

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Werk Cafe Wahnsinn, Friedberg

Petrus, eigentlich Peter Scholz (* 27. Juni 1951 in Bad Mergentheim) ist ein deutscher Künstler, Holzbildhauer und Maler.

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Leben und Wirken[Bearbeiten]

Scholz studierte Soziologie in Augsburg und vollendete dies mit dem Magister. Sehr früh in seinem Leben entdeckte er seine Leidenschaft für die Kunst. Er fing an selbst Aquarelle, Figuren, Installationen und Bildhauerarbeiten zu schaffen. Er verbrachte außerdem mehrere Studienaufenthalte in europäischen Ländern, Südamerika und Asien. Seit 1988 arbeitet er als freischaffender Künstler. Sein Atelier befindet sich heute in Friedberg (Bayern).

Mit seinem Projekt „KunstKoffer“, welches im Mai 2009 startete, erzielte er nationale Erfolge. 50 kleine Holzskulpturen, alle nicht größer als 12,5 cm, die in einem Koffer Platz haben, wurden von Petrus, den Betrachtern an den unterschiedlichsten Orten der Welt erklärt und vorgeführt.[1]

Ein Höhepunkt war sein Werk „Cafe Wahnsinn“. Das Surreale der Installation „Cafe Wahnsinn“ ist ein in luftiger Höhe über der Schlossbrücke schwebender Raum, der die Grenzen zwischen Innen und Außen aufhebt. Dies wird durch die durchsichtigen Plexiglasmöbel ebenso unterstrichen, wie durch den nachts im Freien leuchtenden Kronleuchter. Letzterer repräsentiert als typisches Ausstattungsstück eines Schlosses die einstige Pracht des Friedberger Baus. Jeweils einen weiteren schwebenden Raum hat Petrus an dem Fluss Paar (Griesbachmühle) auf zwei Meter hohen Stelzen und am Friedberger Kreisverkehr an der Bahnbrücke installiert. Der Vergleich der Arbeiten führt vor Augen, auf welch unterschiedliche Weise sich ein Kunstwerk im öffentlichen Raum entfalten kann.

An der Grundschule Friedberg Süd beteiligte er sich an dem Projekt „Kunst am Bau“.

Petrus betreibt zusätzlich die Buchkunst. Mit seinem Werk „Mein Antikampf“ legte er eine kritische umfassende künstlerische Auseinandersetzung mit dem gesamten Werk Hitlers dar.[2]

Ausstellungen[Bearbeiten]

In Freiburg fand 1969 seine erste Einzelausstellung statt. Weitere fanden unter anderem in Berlin, München, Lucca, Wien, Düsseldorf, Augsburg, Friedberg (Bayern), Bad Aussee und Kleinkitzighofen statt. Weiterhin stellt Petrus unter dem Motto „PetrusKunst“ regional im Raum Aichach-Friedberg, Großraum Augsburg und überregional in Deutschland seine Werke und freien Kunstarbeiten aus.

Weiterhin beteiligte er sich in verschiedenen Jahrgängen an den Skulpturenpfaden der Stadt Friedberg (Bayern).

Auszeichnungen[Bearbeiten]

  • 2006 erhielt Petrus den Kunstpreis der Stadt Günzburg.
  • 2008 den Arno-Buchegger-Preis, den die Künstlervereinigung "Die Ecke" in Augsburg auslobt.

Literatur[Bearbeiten]

  • Brigitte Borchardt-Birbaumer, Claus Jesina: „Petrus: Skulpturen“, Edition Jesina, Wien 2007, ISBN 3-902216-13-1.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Kunst aus dem Koffer. In: Augsburger Allgemeine. 20. August 2009, abgerufen am 25. Mai 2017.
  2. Pressebericht N24 von 2013
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