Otto Zeller

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Otto Zeller (* 1. Mai 1905 in Freiburg im Breisgau; † 20. August 1972 in Saarlouis) war als SS-Hauptsturmführer (SS-Nr. 307991) Angehöriger des Sicherheitsdienstes der SS (SD).

Werdegang[Bearbeiten]

Er besuchte für vier Jahre die Volksschule und danach das Gymnasium, das er mit dem Abitur abschloss. Es folgte eine Ausbildung zum technischen Kaufmann. Von 1925 bis 1927 leistete er seinen Wehrdienst bei der Reichswehr ab.[1] Mitglied der SA wurde er am 1. November 1933 bis zum 9. November 1938. Am 1. Mai 1937 trat er in die NSDAP ein, am 9. November 1938 1938 wurde er Mitglied der SS.

Es folgte eine SD-Dienstzeit bei verschiedenen Dienststellen, u.a. in Düsseldorf, wo er im Referat religiöses Leben tätig war. Ab 9. November 1938 in Berlin eingesetzt, wurde er 12. Juli 1941 im Reichssicherheitshauptamt (RSHA) der Abteilung I A 4 zum Verbindungsoffizier des SD zur Gauleitung in Karlsruhe ernannt. In einem Verzeichnis des Reichsministers der Justiz vom 15. September 1942 wurde Lenz als Bearbeiter von Rechtsfragen bei SD-Dienststellen im SD-Abschnitt Karlsruhe aufgeführt.

Zellers letzte Dienststelle des SD befand sich im Gebäude der NSDAP in der Ritterstraße 28/30 in Karlsruhe. Zellers Rolle im SD in Karlsruhe ist von mehreren Gesichtspunkten aus nicht klar erkennbar. So wurde gegen ihn am 1. Februar 1943 ein Disziplinarverfahren wegen Häftlingsbegünstigung eingeleitet. Der erteilte und kurz danach wieder aufgehobene Verweis blieb offenbar ohne größere Folgen gegen ihn. Zeller blieb bis 1945 in Karlsruhe beim SD tätig.

Nachkriegszeit[Bearbeiten]

Zeller wurde seit dem 1. Dezember 1945 inhaftiert. Eine Spruchkammer beurteilte ihn in einem Entnazifizierungsverfahren am 29. April 1948 als minderbelastet.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Karl-Heinz Pieper: Geschichte der Villa Reiss 1886–1997. Badenia-Verlag, Karlsruhe 1997, ISBN 978-3-7617-0345-8 (79 S.).
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