Otto Teischel

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Otto Teischel (* 3. September 1953 in Duderstadt) ist ein deutscher Philosoph, Psychotherapeut und Autor.

Leben[Bearbeiten]

Ausbildung[Bearbeiten]

Teischel studierte Philosophie und Literaturwissenschaft an der Universität Regensburg und der Universität Hannover: Magister Artium (1980): „Der Begriff der Angst bei Heidegger und Jaspers“; Promotion (1986): „Selbstsein - Notwendigkeit und Paradox einer Philosophie der Existenz“ (bei Gerd-Günther Grau und Heinz Robert Schlette).

Von 1979 bis 1984 war Teischel, gemeinsam mit Elisabeth Miehe, Inhaber des Horizont-Ladens und Horizont-Verlages in Goslar.[1] 1984 - 1986 machte er ein Volontariat und hatte die Abteilungsleitung bei der Universitätsbuchhandlung Bouvier in Bonn. Nach seiner Promotion gründete Teischel 1986 als einer der ersten Philosophen Deutschlands eine eigene „Philosophische Praxis“ in Bonn-Beuel.[2] Von 1988 bis 2005 war er als Abteilungsleiter oder Mitarbeiter in verschiedenen Buchhandlungen in Westerland, Mannheim, München, Potsdam, Berlin und Klagenfurt tätig. In den Jahren entstanden mehrere Bücher und Aufsätze.

Psychotherapeutische Tätigkeit[Bearbeiten]

1998 begann er zudem eine Ausbildung in Existenzanalyse & Logotherapie (nach Viktor E. Frankl) am „Süddeutschen Institut für Logotherapie“ bei Elisabeth Lukas (bis 2002), die zur Grundlage für einen beruflichen Neubeginn als Psychotherapeut in Österreich wurde (ab 2003 „Psychotherapeutisches Propädeutikum“ an der Universität Klagenfurt).

Im Dezember 2005 erfolgte die Eintragung in die Liste der PsychotherapeutInnen beim Bundesministerium für Gesundheit und Frauen.[3] Zusätzlich hat er sich in Palliative Care für psychosoziale Fachkräfte an der Christophorus Akademie der LMU München qualifiziert. Seit 2006 ist Teischel als selbständiger Psychotherapeut in eigener Praxis in Klagenfurt am Wörthersee tätig.[4] Dort war er außerdem als Einzel- und Gruppentherapeut in der „Psychotherapeutischen Ambulanz“ von Pro Mente und in der REHA-Klinik für Seelische Gesundheit angestellt. Hier leitete er sieben Jahre eine eigene Patientengruppe für „Filmtherapie“.[5] Außerdem arbeitet er als Lehrbeauftragter an den Pädagogischen Hochschulen in Kärnten und der Steiermark sowie als Vortragender für verschiedene Institutionen. Von 2011 bis 2017 Ausbildung zum Psychoanalytiker beim Salzburger Arbeitskreis für Psychoanalyse (Listeneintrag 2017).[6]

Veröffentlichungen (Auswahl)[Bearbeiten]

  • Lebensmüde, todestrunken - Suizid, Freitod und Selbstmord in Film und Serie. [Hrsg.] Springer, Heidelberg/Berlin, 2020. ISBN 3-662-60521-9
  • Trauerspiel – Vom therapeutischen Umgang mit berührenden Spielfilmen. Einführung in die existentielle Filmdeutung. Vandenhoeck & Ruprecht, Göttingen, 2016. ISBN 3-525-40277-1
  • Krankheit und Sehnsucht – Zur Psychosomatik der Sucht. Springer, Heidelberg/Berlin, 2014. ISBN 3-642-41770-2
  • Das Maß der Sehnsucht - Versuch über das Wesen des Menschen. BoD, Norderstedt, 2012 (2.Auflage). ISBN 3-8311-3466-3
  • Seelenspiegel Film. When a Man loves a Woman - Eine exemplarische Deutung. BoD, Norderstedt, 2011. ISBN 3-8423-5683-2
  • Die Filmdeutung als Weg zum Selbst - Einführung in die Filmtherapie. BoD, Norderstedt, 2007. ISBN 3-8334-7989-2
  • Selbstsein – Notwendigkeit & Paradox einer Philosophie der Existenz. Peter Lang, Frankfurt, 1986. ISBN 3-8204-9693-9

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

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