OneTaste

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OneTaste ist ein Unternehmen zur Erforschung und Lehre der Praxis von orgasmischer Meditation und sogenanntem Slow Sex. Obwohl es gewisse Grundsätze der fernöstlichen Philosophie umfasst, stehen bei OneTaste der weibliche Orgasmus und die weibliche Sexualität im Mittelpunkt.[1][2]

OneTaste wurde in San Francisco von Nicole Daedone im Jahr 2001 begründet. Daedone studierte Semantik[3] bevor sie sich mit Lehren, wie Yoga, Kabbala, und buddhistischer Meditation auseinandersetzte.[2] In diesem Zusammenhang traf sie Ray Vetterlein, der wiederum von Morehouse (More University) inspiriert war. OneTaste wurde ursprünglich durch zwei Gemeinschaften im Stil des "urbanen Rückzuges" betrieben. Eine befand sich im Bezirk Soma von San Francisco und die andere in der Lower East Side von Manhattan. Im Jahr 2011 zog die Organisation in die Nachbarschaft des Union Square von San Francisco[4], wo Mitarbeiter Medien, Workshops, Wochenendseminare und Trainingsprogramme erstellen. Die Organisation hat sich zum Ziel gesetzt „einen sauberen, gut beleuchteten Platz zu schaffen, an dem Sexualität, Beziehung und Intimität offen und ehrlich miteinander diskutiert werden können." [5]

Inhaltsverzeichnis

Orgasmische Meditation[Bearbeiten]

Orgasmische Meditation oder "OMing" ist ein Begriff, der von Nicole Daedone geprägt wurde, um eine achtsamkeitbasierte Methode zu beschreiben, wobei der Finger als Meditationsobjekt im Genitalkontakt steht.[2] "OMing" wird in Paaren durchgeführt. Dabei streichelt der Praktizierende die Genitalien des anderen und beide richten ihre Aufmerksamkeit auf die Empfindung mit dem Ziel der Entwicklung einer verbindenden Erregung zwischen ihnen. Obwohl die Praktizierenden beiderlei Geschlechts sein können, scheint der Schwerpunkt der Orgasmischen Meditation auf dem weiblichen Orgasmus durch subtile und bewusste Stimulation der Klitoris zu liegen.[2] Beide Partner können dabei jedoch die Empfindung und Erfüllung durch das geschaffene Einheitsgefühl teilen."[3] Befürworter erklären, dass Orgasmische Meditation mehr als nur einen Orgasmus umfasst und dass sie anregend auf das größere emotionale Bewusstsein und auf das Gefühl der Erfüllung in Beziehungen wirkt.[6] Andere beschreiben das Gefühl, als "ein berauschendes Treiben gemischt mit gleichen Teilen aus Benommenheit und Intensität der Konzentration."[7]

In der Presse ist die Orgasmische Meditation mit Tantra-Praktiken verglichen worden. "Die Idee, ähnlich wie beim buddhistischen, tantrischen Sex, ist es, den sensorischen Höhepunkt zu erweitern."[2] Daedone hat in Interviews erklärt, dass „OMing“ auch Elemente aus anderen Traditionen wie Yoga und weiteren Formen der Meditation enthält. .[8] Sie beschreibt es als ein zentrales Element dessen, was sie als "Slow Sex Movement" bezeichnet".[3][9] Sie meint, dass OMing Bewusstsein in der gleichen Art und Weise in die Sexualität bringt, wie Sitzmeditation Bewusstsein auf Ruhe und Yoga Bewusstsein auf Bewegungen lenkt.[8] Befürworter behaupten, dass die Praxis zum Erleben intensiver und tiefer Orgasmen führt,[6] eine Erweiterung von Lust und anderen Sinneseindrücken mit sich bringt und ein stärkeres persönliches Bewusstsein, sowie die zwischenmenschliche Verbindung fördert. .[2] Andere beschreiben eine eher begrenzte Wirkung und führen Effekte einfach darauf zurück, dass man sich „mit dem eigenen Körper auseinandersetze“ [10] oder berichten ein Gefühl von Unbehagen und Unangemessenheit während der Sitzung.[11]

Slow Sex[Bearbeiten]

Die New York Times porträtiert Daedone als führend in der von ihr genannten "slow sex“-Bewegung, eine, die fast ausschließlich das Vergnügen von Frauen betont, wobei Liebe, Romantik und Flirts nicht erforderlich sind." [2] Daedone zieht Parallelen zwischen Slow Sex und der Slow Food-Bewegung.[3] Wie mit Sex als auch mit Essen, sagt sie, können es Menschen maßlos übertreiben oder gehen sogar von einem Extrem des besinnungslosen Konsums zum anderen der Verleugnung der Bedürfnisse über..[8]

In einem Interview mit dem 7x7 Magazine in San Francisco, sagt Daedone, dass Slow Sex in der Regel Orgasmische Meditation und achtsame Sexualität umfaßt..[12] Sie sagt, dass Slow Sex nicht durch die Geschwindigkeit oder Dauer definiert ist, sondern durch folgende drei Komponenten: 1) Eher Entwicklung von Aufmerksamkeit auf das, was vorhanden ist als auf ein Ziel festgelegt zu sein, 2) Einfachheit, ein Ablegen belangloser Elementen bis auf die Ebene der reinen Empfindung 3) Lustbildung durch das Lernen diese zu erkennen und zu artikulieren.

Im Jahr 2011 veröffentlichte Daedone „Slow Sex: Die Kunst des weiblichen Orgasmus.“[13] Das Buch ist eine Mischung aus praktischen Übungen, Anekdoten und detaillierten Erklärungen der Eigenschaften von Slow Sex. Neben einer erweiterten Beschreibung der bereits oben erwähnten Drei-Punkt-Definition werden einige der besonderen Merkmale von Slow Sex dargestellt. So wird beispielsweise das gute Gefühl beim Slow Sex, über Gedanken gut auszusehen gestellt, Lust über Pflicht gewertet, die Wichtigkeit der Aufmerksamkeit auf die Empfindung, statt Phantasien hervorgehoben und die Sinneswahrnehmung durch Aufmerksamkeit, statt durch Druck oder Geschwindigkeit erhöht.[14]

Das Buch beginnt mit dem Vorschlag, dass "jede Frau orgasmisch ist.“ Erweitert man die männlich orientierte Definition des Orgasmus als "Moment des Höhepunktes" um "die Fähigkeit Lust zu empfangen und zu beantworten" und sogar als "eine Quelle der Kraft“ , aus dem die Energie, die man braucht, um sich selbst zu finden und zu leben, so trifft die Definition auf alle Frauen zu. Während viele Mainstream-Ratgeber zur sexuellen Selbstbestimmung den Gebrauch von Vibratoren und Rollenspielen empfehlen, spielen diese beim Slow-Sex keine Rolle.

Slow Sex zeigt eine 10-tägige Reihe von Übungen auf. Diese bestehen hauptsächlich aus 15-minütigen-OM-Sitzungen, die jeweils mit einem anderen Thema oder Schwerpunkt die gemeinsamen Erlebnisse und Empfindungen der Partner aufbauen.[13] Außerdem betont Daedone, dass die Praxis von Slow Sex nicht die Lösung für ein Problem oder ein Heilmittel für die Pathologien der geringen Libido oder der Unfähigkeit zum Orgasmus zu erleben anbietet. "Sex ist kein Problem ... Das ganze Paradigman von falsch, ist falsch." [14]

Weblinks[Bearbeiten]

Referenzen[Bearbeiten]

  1. Tracy Clark-Flory: All hail the female orgasm. Salon.com. Abgerufen am 20. März 2009.
  2. 2,0 2,1 2,2 2,3 2,4 2,5 2,6 Patricia Leigh Brown, Carol Pogash: The Pleasure Principle. March 15, 2009. Abgerufen am 5. Mai 2009.
  3. 3,0 3,1 3,2 Mary Spicuzza: Sex and Sensuality. San Francisco Weekly. April 4, 2007. Abgerufen am April 14, 2009.>
  4. Pelling, Rowan: The orgasm that lasts FOUR months. July 18 2011. Abgerufen am 4. September 2011.
  5. The OneTaste.us website. OneTaste. Abgerufen am 4. Februar 2011.
  6. 6,0 6,1 Daphne Gordon: More to sex than intercourse. 6 May 2008. Abgerufen am 21. September 2009.
  7. Justin Silverman: ORGASMIC MEDITATION COMES TO NYC. Abgerufen am 14. April 2009.
  8. 8,0 8,1 8,2 Fehler beim Aufruf der Vorlage:cite web: Die Parameter url und title müssen vorhanden sein.Maria Teresa Cometto: S. 93–94. April 20, 2008. Abgerufen am 21. September 2009.
  9. Ashley Harrell: Slow-Sex Movement Picking up Speed. "The San Francisco Weekly". April 14, 2009. Abgerufen am September 21, 2009.
  10. Justin Berton: Mara Altman turns quest for Big O into a book. In: San Francisco Chronicle. Hearst Communications Inc.. Kuly 30, 2009. Abgerufen am 16. Mai 2011.
  11. Maura O’Connor: Their Stroke of Insight. In: EnlightenNext. March–May 2009. Abgerufen am 16. Mai 2011.
  12. Ladoceour, Lauren: The Big O. 2011. Abgerufen am 15. Februar 2011.
  13. 13,0 13,1 Tracy Clark-Flory: The worship of female pleasure. Salon.com. 21 May 2011. Abgerufen am 28 June 2011.
  14. 14,0 14,1 Nicole Daedone: Slow Sex: The Art and Craft of the Female Orgasm. Hachette Digital, Inc.. 25 May 2011. Abgerufen am 28 June 2011.
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