Oliver Estavillo

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Oliver Estavillo (* 6. Februar 1964 in Fulda) ist ein deutsch-amerikanischer Maler, der in seinen Arbeiten überwiegend gesellschaftskritische Themen aufgreift.

Leben[Bearbeiten]

Oliver Estavillo wurde 1964 als Sohn eines US-Amerikaners und einer deutschen Mutter in Fulda geboren. Schon früh zeigte sich seine ausgeprägt künstlerische Begabung, die er kontinuierlich ohne Vorbild, Anleitung und Förderung autodidaktisch weiterentwickelte. Seit 1986 lebt und arbeitet Oliver Estavillo in München, seit 2006 ausschließlich als freischaffender Künstler.

Stil[Bearbeiten]

Oliver Estavillo, den die Kritik mittlerweile als den „Pop – Brueghel“ und jüngst auch als „Tarantino der Malerei“ bezeichnet, zeigt in seinen meist großformatigen, in technisch sehr aufwändiger, detailreicher Ölmalerei gestalteten Tableaus die Stumpfheit, Gemeinheit und grenzenlose Gier seiner zügellosen Zeitgenossen. Seine Arbeiten zeichnen sich aus durch eine Verbindung von Realistik, Phantastik, Zeit– und Gesellschaftskritik und auch satirischen und comicartigen Elementen. Bildtitel wie etwa „Bankerverbrennung“, „Hai - Society“ oder auch „Die vergessenen Heiligen“ sprechen hier eine deutliche Sprache.

Estavillos Einzelausstellungen der Jahre 2009–2013 fanden große Beachtung und Interesse bei Publikum und Kritik, die u. a. schrieb:

Diese Bilder wollen nicht nur extrem sein, sondern auch perfekt: kühl trotz ihrer Aggression, sensibel hinter ihrer Grellheit, penibel in ihrem Fanatismus … Oliver Estavillo geht einen sehr eigenen Weg.

Michael Grill, in: Kulturvollzug. Das digitale Feuilleton für München, 30. Oktober 2011

Zahlreiche Ausstellungen in seiner neuen Heimatstadt haben ihn als unerschrockenen, oft hemmungslosen Chronisten menschlicher Infamie und gesellschaftlicher Heuchelei einem hingerissenen Publikum präsentiert.

Ruprecht Volz, in: Und – Das Münchner Kunstjournal, Nr. 52, 2013, S. 49

Im Katalog Hai-Society war über ihn zu lesen:

Der Stil Oliver Estavillos ist unverwechselbar, eigenständig und individuell. So gelingt es ihm, ein originäres, kohärentes Werk zu schaffen, das er unbeirrt, konsequent und stetig erweitert zu einer umfassenden Comédie humaine unserer Zeit.

Hans-Heinrich Hellmuth, in Hai-Society, Fulda 2013, S. 22

Er ist ein großartiger Erzähler, und seine Gemälde sind Geschichten.

Gregor K. Stasch, in: Hai-Society, Fulda 2013, S. 5

Literatur[Bearbeiten]

  • Oliver Estavillo, Fallbeilzeit – ein Bilderbuch. art-manufaktur, Kassel 2005
  • artist 2010, Vonderau Museum Fulda 2010, Kataloge, Bd.23, Imhof Verlag, S. 29 – 37: Oliver Estavillo
  • Oliver Estavillo, Hai-Society. mit einer Einleitung von Hans-Heinrich Hellmuth und Textbeiträgen von Fidel Rädle, herausgegeben von Gregor K. Stasch, Vonderau Museum Fulda 2013, Kataloge, Bd. 31, Imhof Verlag

Ausstellungen[Bearbeiten]

Einzelausstellungen
  • 2013 Vonderau-Museum, Fulda: Hai-Society mit Katalog
  • 2011 Galerie Kunstbehandlung, München: Director’s Cut
  • 2011 Galerie Von Maltzahn Fine Arts, München: Opera
  • 2009 Galerie Von Maltzahn Fine Arts, München: Ego-Shooter
  • 2008 Galerie Kunstbehandlung, München: Es ist hingerichtet!
  • 2005 Galerie Exit Art, Köln: Bildersturm
  • 2003 Galerie Kunstbehandlung, München: Estavillo – Werkschau
  • 2003 Galerie Goldfish, Berlin: Estavillo goes Berlin
  • 2000 Galerie Kunstbehandlung, München: Serial Killer
  • 1999 Galerie Kunstbehandlung, München: Gefährliche Blumen
  • 1998 Galerie PC-Print, München: Schöne Bilder
  • 1996 Galerie Car, München: Estavillo’s Bilder [sic!]
  • 1986 Galerie Uhlenspiegel, Fulda: Estavillo
Gruppenausstellungen
  • 2012 Galerie Kunstbehandlung, München: Am laufenden Band
  • 2012 Galerie Kunstbehandlung, München: The Male Figure Nr. 3
  • 2011 Galerie Kunstbehandlung, München: 30 x 30 Nr. 9
  • 2010 Vonderau-Museum, Fulda: Artist 2010 mit Katalog
  • 2007 Galerie Carmen de la Guerra, Madrid: La Miranda Gay mit Katalog
  • 2007 Schwules Museum, Berlin: Mein schwules Auge Nr. 3 mit Katalog
  • 2006 Galerie Kunstbehandlung, München: 30 x 30 Nr. 2
  • 2004 Galerie Kunstbehandlung, München: 30 x 30 Nr. 1
  • 2002 Galerie Kunstbehandlung, München: Komm Schatz…

Weblinks[Bearbeiten]