Non Plus Ultra

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Patent

NON PLUS ULTRA ist ein patentrechtlich geschütztes Markenzeichen und wurde 1990 bis 1996 als Geschäftsbezeichnung für einen Kölner Triathlon-Fachausstatter- und Sportvermarkter genutzt. Seitdem ruht die Nutzung der Marke.

Profil[Bearbeiten]

Non Plus Ultra war 1990 der erste Triathlon-Fachausstatter in Köln und erster deutscher Gastgeber von Triathlon-Weltmeister Mark Allen/USA mit seiner Ehefrau Julie Moss. Die Marke Non Plus Ultra ist als Patent beim Deutschen Patentamt Berlin (Deutsches Patent- und Markenamt) als Schrift-Bildzeichen gesetzlich geschützt eingetragen.

Prolog und Gründung[Bearbeiten]

NONSTOP ABC
Weihnachtsgrüsse 1991
Titelblatt 1992
Weihnachtsgrüsse 1993
Weihnachtsgrüsse 1996

Non Plus Ultra war ein Triathlon-Fachgeschäft in der Kölner Innenstadt zwischen Rudolfplatz und Aachener Weiher (Kölner Grüngürtel), das vom Triathlon Nonstop Köln-Vorsitzenden Wilfried Hermann Reichel (vierfacher Nizza-Finisher (Ironman France) 1984-1987) im Belgischen Viertel gegründet und von 1990 bis 1996 betrieben wurde. Die ersten 10 Monate wurde der Einzelhandels-Geschäftsbetrieb als OHG zusammen mit Volker Geißler durchgeführt, bevor der Betrieb in ein Einzelunternehmen umgewandelt wurde. Der Namenspatron von Non Plus Ultra war Nonstop–Vize und Rechtsanwalt Dirk Radermacher (Nizza-Finisher 1989). Wilfried Reichel, Urheber des Triathlon-Clubs Nonstop Köln und des 10-KM-Severinslaufes in Köln, entwickelte 1983 aus dem SUB 4-Label von John Walker (Leichtathlet)/Neuseeland) der Nonstop-Trikots das Nonstop-ABC und entwarf daraus 1983 sowohl das Nonstop-Clublogo-Design als auch 1989 das Non Plus Ultra-Label. SUB 4-Deutschland (Repräsentant Falko Will) holt die Genehmigung der Muttergesellschaft SUB 4-USA 1983 ein und fertigt auch die ersten 30 Nonstop-SUB 4-Trikots mit dem Nonstop-Logoaufdruck herstellerseits an. SUB 4 bleibt Trikot-Lieferant bis 1987, dann läuft das NONSTOP-Trikotmodell aus. Danach Eigenfertigung der NONSTOP-Trikots von der Nonstoplerin Hildegard Metternich/Textilingenieurin.

Konzept[Bearbeiten]

Non Plus Ultra wurde als Kölns erstes Triathlon-Fachgeschäft vom Nonstop-Vorsitzenden Wilfried Reichel und seinem Nonstop-Clubkameraden Volker Geißler (Nonstop-Sportwart) am 01. März 1990 eröffnet. Konzipiert war Non Plus Ultra als reiner Ausdauersport-Fachausstatter, der sein Sortiment ausschließlich auf die Sportarten Schwimmen, Radfahren, Laufen, Triathlon und Duathlon in spezifischer Breite und relevanter Tiefe ausgerichtet hatte. Im Segment Radfahren wurde auf das Angebot von Fahrradrahmen und Service verzichtet, da Köln als Radsport-Hochburg bereits ein Überangebot an Zweiradspezialisten zu dieser Zeit aufzuweisen hatte. Auf Grund dessen war eine enge Zusammenarbeit mit dem bekannten Kölner Radspezialisten RADSPORT KUNDE (Karl-Heinz Kunde) in Geschäftsnähe vereinbart. Die Durchführung von Ausdauersport-Wettkämpfen zusammen mit dem Club Nonstop, deren überregionale Promotion und flankierende Imagewerbung durch kreative Team-Clubportraits in bundesweiten Printmedien Printmedium sollten den Bekanntheitsgrad der Sportart Triathlon auch als Breitensport und das positive Image des Clubs Nonstop weiter steigern.

Entwicklung[Bearbeiten]

Die Gründungsphase (Existenzgründung) war begleitet von erheblichen Beschaffungsproblemen, da die Repräsentanten der führenden Sportartikelhersteller Adidas (Wolfgang Overath), Nike (Dirk Paulus), Asics (Wolfgang Schweim), Reebok (Michael Mral) und AVIA International (Matthias Alois Gärtner) dem Geschäftskonzept Non Plus Ultra keine Nachhaltigkeit zutrauten. Trotz testierter (Testat) Seriosität der Bonität von Seiten der Bank verfügte Non Plus Ultra das erste Vierteljahr nach Eröffnung nur über ein Rumpfangebot im Segment Lauf von New Balance und Karhu Sports, die das Non Plus Ultra-Konzept als zukunftsweisend erkannten hatten. Ein Telefongespräch mit Adidas-CEO René C. Jäggi von Seiten Wilfried Reichel konnte die Blockade von Adidas und Nike beseitigen. 1992 wird die weiterhin bestehende Sortimentslücke durch die Sportartikler Saucony und Mizuno nur teilweise ausgeglichen. Non Plus Ultra war damit erster Geschäftspartner der Marke Mizuno International in Deutschland.

Sponsoring[Bearbeiten]

Non Plus Ultra war seit Eröffnung der Basis-Sponsor des Triathlon-Clubs Nonstop Köln e.V. und sponserte dem Club 75 m2 Geschäftsstelle im Hofbereich des Geschäftslokals - die ersten drei Jahre zusammen mit dem weiteren NONSTOP-Sponsor Selkirk-Edelstahlschornsteine - und den täglichen Geschäftsbetrieb der Nonstop-Geschäftsstelle. Außerdem finanzierte Non Plus Ultra dem Club Nonstop die Vereinskleidung vor und garantierte die lagermäßige, tägliche Verfügbarkeit für ca. 120 Clubmitglieder. Non Plus Ultra sponserte dem Club Nonstop das jeweils komplette logistische Logistik Veranstaltungs-Management, das Event-Equipement, das entsprechende Know-How und die überregionalen Werbemaßnahmen. Die jeweils von Non Plus Ultra designten Veranstaltungs-Motive- und Plakate wurden jährlich von MultiCopy Bedrich im Belgischen Viertel als Reinzeichnung druckfertig umgesetzt.

Charity[Bearbeiten]

Non Plus Ultra war vier Monate nach Eröffnung im Juli 1990 erster deutscher Gastgeber von Triathlon-Weltmeister und Nike-Athlet Mark Allen und EhefrauJulie Moss im Rahmen einer Aktion Sorgenkind (Aktion Mensch) in der Nonstop-Geschäftsstelle. Beide waren seit 1989 Ehrenmitglieder des Nonstop. Zum umfangreichen Rahmenprogramm dieses Besuches gehörte auch ein Empfang von Seiten des Kölner Bürgermeisters im Historischen Kölner Rathaus, wo sich Mark Allen und Julie Moss in das Goldene Buch der Stadt Köln eintrugen.

Veranstaltungen[Bearbeiten]

10-km-Lauf 1993

Non Plus Ultra (als Veranstalter) und Nonstop Köln (als Ausrichter) führten von 1992-1995 insgesamt 11 überregional-beworbene Ausdauersport-Wettkämpfe in Köln durch: 4-mal den 10-km-Lauf um den Aachener Weiher/Museum für Ostasiatische Kunst, 4-mal die DUATHLON-Stadtmeisterschaften am Fühlinger See und 3-mal die Triathlon-Stadtmeisterschaften über die olympische Distanz am Fühlinger See. Die Sponsoren dieser Wettkämpfe waren: Coca-Cola/Sports Aquarius (Aquarius (Sports drink), Reissdorf Kölsch, Teppich Profi, Foto Gregor, Kampa-Gerüstbau, S & L-Möbelland und Titelsponsor Non Plus Ultra. Non Plus Ultra fungierte für den Nonstop als sogenannte Vorschaltgesellschaft, welche die steuerlichen Vorgaben der Gemeinnützigkeit für den Club fiskalisch (Fiskus) regelte und clubintern die Maßgaben zwischen ideelem Zweckbetrieb und wirtschaftlichem Nutzbetrieb optimierte.

Marketing[Bearbeiten]

„Fair geht Vor“-Kampagne

Non Plus Ultra konzipierte, finanzierte und realisierte zusammen mit dem Nonstop zwischen 1990 und 1996 vielfältige, überregional platzierte Werbemaßnahmen in Fachjournalen, Kalender-Centerfolds und als Großdisplay-Marketing als Werbung für die Sportart Triathlon. Non Plus Ultra setzte mit diesen jährlichen, innovativ-inszenierten Clubportraits kreative Standards als investigative Vereinswerbung und förderte somit als Trendsetter das Imagemarketing für die Sportart Triathlon überregional. Elf der Großdisplays wurden 1996 dem Historischen Archiv der Stadt Köln gestiftet, neun weitere Großdisplays wurden 2008 dem Verein für Kölner Sportgeschichte gestiftet.

1991 konzipiert Non Plus Ultra eine Crossover-„Fair geht vor“ (Fair Play)-Aktion mit der DOG (Deutsche Olympische Gesellschaft). Heike Henkel (Hochsprung-Olympiasiegerin (1992)- und Weltmeisterin (1991)), ihr Ehemann Rainer Henkel (Schwimmweltmeister 400 m und 1500 m Freistil 1986 und Nonstop-Novize 1991), Jürgen Zäck (Deutscher Ironman-Rekordhalter) und Sonja Krolik (Sonja Oberem, Triathlon-Junioren-Europameisterin 1993 und 1994) stellen sich für diese „Fair geht Vor“-Aktion als Gruppe zur Verfügung. Das Motiv wird bundesweit in Fachjournalen gestreut. Vier der aussagekräftigsten DIN A 0 (Papierformat)-Motive als Display gehören zum Non Plus Ultra-Display-Konvolut für den Verein für Kölner Sportgeschichte.

„Kunst-auf-Kunst“-Marketing[Bearbeiten]

Plastik "Ruhender Verkehr", bedeckt mit Plane, die von Thomas Baumgärtel mit Bananen besprüht wurde anlässlich des Radrennens "Rund um Köln"

Anlässlich des internationalen Radrennklassikers Rund um Köln pedallierten 1991-1995 jeweils 22 Nonstop-Triathleten überregional-werbewirksam auf 4 Radrollen auf der Plastik "Ruhender Verkehr (Plastik)" von Wolf Vostell im Start-Zielbereich des Radrennens am Kölner Rudolfplatz. Die Zusammenfassung dieses deutschen Radklassikers wurde in allen deutschen TV-Sendern als Zusammenfassung tagesgleich übertragen. Diese von Non Plus Ultra konzipierte, alljährliche Werbeaktion für die Sportart Triathlon wurde 1993 durch die Zusammenarbeit mit dem Bananensprayer Thomas Baumgärtel künstlerisch bereichert, indem Thomas Baumgärtel eine gelbe, 60 m2 große Plane mit 3.333 Graffiti-Bananen besprühte, welche während des Rennens als Schutz über die Plastik drapiert wurde. Diese Installation „Kunst auf Kunst“ diente während des gesamten Radrennens im Start-Zielbereich als Podium für die Triathleten des „Triathlon Nonstop Köln e.V.“, die dort auf der Plastik „nonstop auf der Stelle“ pedallierten und somit dem Titel der Plastik „Ruhender Verkehr“ eine weitere dialektisch-ambivalente Definition zuordneten. Diese Aktion wurde in den Jahren 1994 und 1995 an gleicher Stelle anlässlich der Folgeveranstaltungen Rund um Köln wiederholt. Danach wurden Plane (Werksverzeichnis-Nr. 93-34138) und Fotodokumente 1996 dem Historischen Archiv der Stadt Köln zusammen mit den Groß-Displays unter der Bestandsnummer 1545 gestiftet.

Epilog[Bearbeiten]

Am 31. März 1996 beendete der 1. Kölner Triathlon-Spezialist Non plus ultra nach sechs Jahren wegen der Spätfolgen der Gründungsschwierigkeiten seine Geschäftstätigkeit. Seitdem besitzt der Verein Nonstop Köln keinen Basissponsor und keine laufende Geschäftsstelle mehr. Seit 1996 ist Nonstop Köln verstärkt breitensportlich aktiv und nimmt mit einer Männermannschaft am Wettkampfgeschehen der NRW-Oberliga teil. Seit 1996 richtet der Nonstop Köln auch keine eigenen Veranstaltungen mehr aus. Das patentrechtlich geschützte Markenzeichen Non Plus Ultra ist weiterhin beim Deutschen Patentamt Berlin unter der Marken-Nummer 396 14 038 gegen Plagiat-Mißbrauch und Trittbrettfahrertum abgesichert.

Siehe auch[Bearbeiten]

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