Naturwissenschaftlicher Autor

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Verantwortungsvolle naturwissenschaftliche Autoren wirken auf viele Vorgänge des staatlichen und unternehmerischen, gesellschaftlichen Handelns. Durch ihre Arbeiten werden gegenwärtige und zukünftige Gefahren für Gesellschaften erkannt und beschrieben, neue Teilbereiche der Sicherheit und Verbesserungen von Lebensverhältnissen aufgezeigt.

Fachartikel, Doktorarbeiten, Bücher[Bearbeiten]

Ein wissenschaftlicher Artikel oder eine Master- oder Doktorarbeit muss in klar verständlicher Sprache fehlerfrei formuliert werden. Die bisherigen Forschungen auf diesem Gebiet müssen kurz zusammengefasst werden. Das Ziel und die Intention der Arbeit werden daraufhin beschrieben. Die Arbeit enthält dann die wissenschaftlichen Messwerte, eine Auswertung der Messergebnisse und Schlussfolgerungen. Wichtige wissenschaftliche Artikel haben einen sehr bedeutenden Einfluss auf andere Forscher.

Ein naturwissenschaftliches Buch beschreibt einen größeren Teilbereich in der Wissenschaft. Die einzelnen Inhalte müssen sorgfältig ausgewählt und sachlich korrekt behandelt werden. Obgleich die Zahl der Nutzer mitunter sehr begrenzt ist, können die Folgen auf eine naturwissenschaftliche Gesellschaft, die Politik, Wirtschaft sehr grundlegend sein. Der Verlag schützt die Persönlichkeitsrechte eines Autors. Ein schlechtes, unvollständiges, wissenschaftlich oder sprachlich fehlerhaftes Manuskript wird von einem Verlag kaum als Buch veröffentlicht werden, da ein Verlag vermeiden möchte, dass ein Autor dem öffentlichem Spotte ausgesetzt wird (Grundgesetz Artikel 1, Abs. 1). Enthält die Vorlage für ein Buch viele interessante, wichtige Bereiche, so kann ein Lektor oder sonstiger wissenschaftlicher Bearbeiter die Inhalte in eine angemessene Form bringen. In einigen Teilbereichen der Naturwissenschaft können auch unternehmerische oder gar staatlich-militärische Interessen berührt werden. Ein nicht sachkundiger Autor kann daher möglicherweise die Lage von Personen oder Personengruppen auch sehr nachteilig beeinflussen, wenn ihm die Folgen unbekannt sind. Eine naturwissenschaftliche Gesellschaft kann für einen angemessenen Schutz eines Autors sorgen.

Ein Autor eines wissenschaftlichen Artikels, einer Doktorarbeit, eines wissenschaftlichen Buches muss eine Vielzahl von Rechtsverhältnissen beachten. Im wissenschaftlichen Artikel oder in einer Doktorarbeit muss ein Autor in seinem Werk seine Kenntnisse oder wissenschaftliche Entdeckungen darstellen, die bislang von anderen Autoren noch nicht veröffentlicht worden sind. Er muss daher die vorhandene Fachliteratur zunächst genau prüfen, ob nicht ähnliche wissenschaftliche Werke oder Fachartikel vorhanden sind. In seiner Arbeit muss er die älteren wissenschaftlichen Erkenntnisse von anderen Forschern zusammenfassen. Diese Beschreibung dient auch dem Schutz von Persönlichkeitsrechten der anderen Autoren. Verwendet er eine Darstellungsart, die dem Werk eines Erstautors sowohl in der inhaltlichen Darstellung als auch in den verwendeten Abbildungen ähnelt, so sollte er zuvor den Verlag des Erstautors konsultieren, um zu vermeiden, dass rechtliche Bedenken gegen die Form der Darstellung auftreten können. Durch eine Darstellungsart, die der Darstellung von Erstautoren ähnelt, jedoch die ursprünglichen Ideen des Erstautors unrichtig oder sachlich falsch oder sogar vollkommen verzerrt wiedergibt, wird das Persönlichkeitsrecht des Erstautors und das ökonomische Recht des Verlegers verletzt.

In der wissenschaftlichen Forschung verwenden Wissenschaftler mitunter Geräte, Materialien, die von einer öffentlichen oder privaten Gesellschaft hergestellt worden sind. Durch die Nutzung der Geräte, Materialien, Software ist der Forscher den Herstellern zum Dank verpflichtet. Er benennt in seiner wissenschaftlichen Arbeit daher die verwendet Geräte und die Gesellschaften, die diese Geräte angefertigt haben. Gleichzeitig dient die Angabe auch der Nachprüfbarkeit der wissenschaftlichen Ergebnisse eines Forschers. Auch Mitarbeitern an einer Universität oder an einem Forschungsinstitut ist der Autor zum Dank verpflichtet.

Die naturwissenschaftliche Gesellschaft[Bearbeiten]

Eine wissenschaftliche Arbeit kann vom persönlichen Zeitaufwand sehr anspruchsvoll sein. Die ersten Forscher auf naturwissenschaftlichem Gebiet mussten sich ihre Geräte selbst anfertigen und unzählige Experimente machen, bis eine chemische Stoffumsetzung in der gewünschten Form gelang. Der persönliche Zeitaufwand lässt sich für Nichtwissenschaftler nur schwer bewerten. Die persönliche Leistung eines Forschers wird zunächst von der wissenschaftlichen Gesellschaft eines Landes bewertet. In den wissenschaftlichen Gesellschaften Europas gab es von 1800 bis 1900 ein sehr gutes Vertrauensverhältnis, so dass die Hoffnung bestand, das gesammelte naturwissenschaftliche Wissen zum Wohle aller Mitglieder der Gemeinschaft zu verwenden.

Bedeutsame Entdecker und Forscher wie Ampere, Volta, Siemens, Watt, Faraday, Liebig, Bunsen, Berzelius, Poggendorf, Helmholtz haben die Naturwissenschaft im 19. Jahrhundert geprägt. Ohne die Fortschritte im Gesundheitswesen (Bakterien, Viren, Heilmittel), Lebensmittelkonservierung, Schädlingsbekämpfung gäbe es in vielen Staaten Krankheit, Hungersnot, Tod.

Das naturwissenschaftliche, technische Wissen wird nur an Personen, Personengruppen weitergegeben, die nicht gegen die Urheber dieser Gedanken und das Herz der wissenschaftlichen Erkenntnisse verstoßen.

Das naturwissenschaftliche Wissen und der Gebrauch des Wissens darf auch an Unternehmen oder staatliche Organisationen weitergegeben werden, die nicht gegen die wissenschaftliche Gemeinschaft verstoßen. Eigentümer der naturwissenschaftlichen Erkenntnis sind alle Mitglieder einer naturwissenschaftlichen Gesellschaft (z.B. für die Chemie die GDCh). In der Rangfolge Professor, Doktor, Diplom- oder Masterwissenschaftler ist eine Abstufung im Einfluss einer naturwissenschaftlichen Gesellschaft erkennbar, der sich auch auf das Mitspracherecht in einer Gemeinschaft bezieht.

Wie jeder Autor mit seinem Werk, darf auch eine naturwissenschaftliche Gesellschaft Nutzungsrechte des gemeinschaftlichen geistigen Eigentums gegenüber Nichtmitgliedern beschränken.

Naturwissenschaftliche Sachbücher[Bearbeiten]

Naturwissenschaftliche Autoren schreiben auch Sachbücher für ein größeres Publikum von Lesern. Anders als im wissenschaftlichen Buch, bei dem eine ausreichende Sachkenntnis der Leser erwartet wird, stellen die Autoren im Sachbuch die Inhalte der Wissenschaft auch für Nichtexperten in einer verständlichen Sprache dar. Sie wollen damit Verhaltensänderungen in einer Gesellschaft auslösen oder ihr Wissenschaftsgebiet für andere Interessierte in einer Gesellschaft verständlicher machen. Autoren im naturwissenschaftlichen Bereich müssen mitunter gegen eine Mehrheitsgruppe in der eigenen Gesellschaft schreiben, wenn sie glauben, dass ein eingeschlagener Weg verfehlt ist.

Dennis L. Meadows schrieb das Buch Grenzen des Wachstums, Jeremy Rifkin schrieb das Buch Entropie. Beide Autoren sind den Weg des größtmöglichen gesellschaftlichen Widerstandes mit ihren Sachbüchern in ihren Gesellschaften gegangen. In der Breite der Gesellschaft und im tatsächlichen Handeln von Personen, Unternehmen sind die wesentlichen Inhalte wichtiger Bücher leider mitunter kaum wahrnehmbar. Menschen verhalten sich dann anders als erwartet, weil die Hierarchie, die alte Ordnung oder die bisherigen Gewohnheiten geändert werden müssten. Dies ist ein Gebiet der Verhaltensforschung auf den nicht jeder Autor Einfluss hat.

Siehe auch[Bearbeiten]

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