Nathalie von Siemens

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Nathalie von Siemens (* 14. Juli 1971 in München) ist eine deutsche Industriemanagerin. Seit 2013 ist sie Vorstandssprecherin der Siemens Stiftung und seit 2015 Mitglied des Aufsichtsrats der Siemens AG.

Werdegang[Bearbeiten]

Nach ihrer Promotion in Philosophie über den Begriff der Freundschaft in der Nikomachischen Ethik des Aristoteles[1] trat Nathalie von Siemens 2005 über ein Traineeprogramm in die von ihrem Ururgroßvater Werner von Siemens 1847 gegründete und von ihrem Großvater Hermann von Siemens[2] bis 1956 geleitete Siemens AG ein. Nach Abschluss Siemens-Graduiertenprogramms war sie bei Investor Relations und in der Unternehmenskommunikation tätig und wechselte 2008 in die Konzernstrategie-Abteilung der Firmenzentrale. Von 2011 bis 2013 war sie im Bereich Corporate Development für die Entwicklung der Top-Talente auf Konzernebene verantwortlich. Zugleich war sie von 2009 bis 2012 Aufsichtsratsmitglied der NSN Management GmbH und von 2011 bis 2016 der Unify Software & Solutions GmbH & Co. KG.

Seit 1. Januar 2013 ist Nathalie von Siemens geschäftsführender Vorstand und Sprecherin der vom Konzern 2008 gegründeten Siemens Stiftung[3], die das gesellschaftliche Engagement der Siemens AG durch Projektarbeit in Europa, Lateinamerika und Subsahara-Afrika nachhaltig ausbauen soll. Am 27. Januar 2015 wählte die Hauptversammlung der Siemens AG Nathalie von Siemens in den Aufsichtsrat des Unternehmens, als Nachfolgerin für Gerd von Brandenstein, den Geschäftsführer der Vermögensverwaltung der Gründerfamilie von Siemens, die bis heute größter Einzelaktionär ist.[4] Im Aufsichtsrat ist sie im Innovations- und Finanzausschuss tätig. Seit 2015 ist sie auch Mitglied des Aufsichtsrats der Siemens Healthcare GmbH und seit 2018 der Siemens Healthineers AG.[5]

2012 gehörte sie zu den Preisträgerinnen der Initiative Generation CEO, die sich für die Verbesserung der Situation von weiblichen Führungskräften auf dem Weg ins Top-Management einsetzt.[6] Sie ist ferner Schatzmeisterin des Helmholtz-Fonds e.V., der den Helmholtz-Preis für wissenschaftliche und technologische Forschungsarbeiten in der Metrologie vergibt[7] sowie Mitglied im Kuratorium der Haniel-Stiftung[8]. Unter Hinweis auf ihre Erfahrung in der Personalentwicklung bestellte sie der Industriegasespezialist Messer Group am 14. Januar 2013 zum Mitglied des Aufsichtsrats.[9]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Nathalie von Siemens: Aristoteles über Freundschaft, Freiburg/München 2007
  2. Nathalie von Siemens ist eine Tochter von Hermann von Siemens' zweitem Sohn Dr. Henning von Siemens (1921-2014), der als Physiker Assistent von Werner Heisenberg war.
  3. handelsblatt.com: Siemens-Ururenkelin führt Stiftung, abgerufen am 3. Februar 2015
  4. Siemens-Pressemitteilung zur Aufsichtsratswahl vom 27. Januar 2015, abgerufen am 3. Februar 2015
  5. Aufsichtsrat von Siemens Healthineers
  6. Generation CEO – Initiative zur Förderung weiblicher Managementtalente, Preisträgerinnen 2012
  7. Website Helmholtz Fonds e.V., abgerufen am 3. Januar 2016
  8. Kuratorium der Haniel Stiftung, abgerufen am 3. Januar 2016
  9. Messer Group, Aufsichtsrat, abgerufen am 3. Januar 2016
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