Mladen Schwartz

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Mladen Schwartz (* 17. April 1947 in Zagreb, Kroatien; † 14. September 2017 in Zagreb) war ein kroatischer Philosoph, antisemitischer Politiker, Gründer und Führer der Neuen Kroatischen Rechten und nationaler Schriftsteller.

Leben[Bearbeiten]

Schwartz ist war radikaler Antisemit in Kroatien bekannt geworden. Nach dem Abschluss des Philosophiestudiums im serbischen Belgrad bei dortigen Vertretern der neomarxistischen Praxis-Schule ging Schwartz nach Deutschland, wo er mit Vertretern der kroatischen Exil-Politik zusammenarbeitete, insbesondere jedoch mit Bruno Bušić, dem später durch den jugoslawischen Geheimdienst Udba in Paris ermordeten Führer des radikalen Kroatenflügels im Ausland. Schwartz war Mitarbeiter einer großen Anzahl von kroatischen Exilzeitungen und -Zeitschriften, schrieb aber zugleich in mehreren nichtkroatischen Publikationen, vor allem im rechtskonservativen zweitmonatlichen Münchener Criticon. Unter anderem war Schwartz Redakteur der Monatsschrift Hrvatski list (Kroatisches Blatt), Mitgründer und Vorstandsmitglied der Partei „Kroatischen Staatsbildenden Bewegung“ (Hrvatski državotvorni pokret - HDP).

Nach seiner Rückkehr in Kroatien im Jahr 1990 bricht er mit dem nunmehr reformierten HDP und beginnt seine kurzlebige Zusammenarbeit mit der erneut gegründeten Kroatischen Rechtspartei (Hrvatska stranka prava - HSP), vor allem als Chefredakteur des traditionsreiches Parteiorgans Hrvatsko pravo (Kroatisches Recht). Nach dem Bruch mit dem seines Erachtens allzu demokratiebesessenen HSP gründer Schwartz 1994 seine eigene rechtsradikale bis rechtsextreme Neue Kroatische Rechte (Nova hrvatska desnica). Er wirkt seit 1999 als Chefredakteur der von ihm gegründeten Zeitschrift Ultimatum!. Außerdem war er im nationalkroatischen Rundfunk in Chicago sowie, 1999, als Mitmoderator der Fernsehsendung Zemlja-Zrak (Erde-Luft) tätig, die nach 21 Sendungen eingestellt wurde.

Politischer Standort[Bearbeiten]

Mladen Schwartz vertritt eine der Konservativen Revolution sowie der Neuen Rechten und dem Neofaschismus nahestehenden Position. Im Endeffekt setzt er sich für eine Nationale Revolution und Nationale Diktatur ein. Dabei betont er Werte wie Hierarchie, Autorität, Aristokratie und Elitismus, wobei als Hauptfeinde die kommunistische Tyrannei und liberal-demokratische parlamentaristische Dekadenz hervortreten. Schwartz lehnt den Multikulturalismus im Rahmen eines einzelnen Staates ab, befürwortet ihn allerdings auf globaler ebene. Dem Judentum wirft er dreierlei vor, indem er antisemitische Klischees bedient: Es habe aufgrund der angeblichen Pseudoreligion des Holocaust eine Weltherrschaft in politischer sowie moralischer, juristischer und wirtschaftlicher Hinsicht etabliert. Es wirke als Staat auf fremdem Boden (Israel) und als Staat im Staate, was sich auf privilegierte jüdische Minderheiten in den Staaten der goyim bezieht.

Philosophische Ansichten[Bearbeiten]

Schwartz ist Anhänger einer traditionell und zeitlos verstandenen Metaphysik, ohne die er auch die Möglichkeit der Philosophie überhaupt als eines von den positiven Wissenschaften verschiedenen Wissenszweiges nicht sieht. In einer einzigartigen Kombination von Pantheismus, Monismusund Dualismus, erörtert er die Weltals Bereich, in dem die beiden Grundprinzipien, das All und das Nichts, in verschiedenem Maße die einzelnen Dinge bestimmen. Während im Metaphysischen die Idee der Transzendenz zum Ausdruck kommt, so im Diesseitigen die komplementäre Idee der Hierarchie. Im Unterschied zum Egalitarismus hat Schwartz den Terminus „Diversismus“ geprägt, auf dem er sowohl seine Anthropologie, als auch seine aristokratische praktische Philosophie (Ethik, Ästhetik, Politik) gründet.

Werk[Bearbeiten]

Mladen Schwartz ist Verfasser mehrerer Tausenden von Aufsätzen, Abhandlungen und Essays. Darüber hinaus ist er Author bzw. Koauthor folgender Bücher:

  • Menschenrechte und Religionsfreiheit in Jugoslawien (mit Rudolf Grulich und Hans-Peter Rullmann, 1986)
  • Das kroatische Trauma - Kulturpsychologisches über ein Volk am Rande der Vernichtung (mit Hrvoje Lorković und Antin Pinterović, Koblenz 1991)
  • Protokoli, Židovi i Adolf Hitler (Zagreb 1997)
  • Hrvatska nakon Tuđmana - Studija o nacionalnom usudu (Zagreb 2000)
  • Što je to - Desnica? O jednoj mrcvarenoj kategoriji (Zagreb 2001)
  • Laž, zločin i smrt demokracije - 101 razlog protiv pukovlađa (Zagreb 2003)
  • Novi Protokoli sionskih mudraca ili Kako uništiti svijet (Zagreb 2004)
  • Članci i pripovijesti (Rijeka 2004)
  • Schwartz o Starčeviću - Nepoznato i neobično o Staromu (Zagreb 2007)
  • Bleiburg i Haag - Kako propadaju hrvatske države (2008)

Weblinks[Bearbeiten]

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