Milena Rampoldi

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Milena Rampoldi

Milena Rampoldi Uzunlar (* 21. Mai 1973 in Bozen) ist eine italienische Sprachwissenschaftlerin und Buchautorin. Sie wurde 1973 in Bozen, Südtirol, in eine zweisprachige Familie geboren. 2003 promovierte sie an der Universität Wien zum Thema der arabischen, interkulturellen Korandidaktik im deutschen Sprachraum.[1]

Leben[Bearbeiten]

Rampoldi besuchte das humanistische Gymnasium Walther von der Vogelweide in Bozen, verließ die Schule aber nach dem dritten Jahr, um in Brixen das letzte Jahr der Lehrerbildungsanstalt zu absolvieren. Nach ihrer Ausbildung als Grundschullehrerin arbeitete sie über Jahre als Sozialarbeiterin, Sprachlehrerin und Übersetzerin. Sie studierte katholische Theologie, Pädagogik, Philosophie und Arabistik in Italien. Nach verschiedenen Reisen in muslimische Länder, in denen sie als Lehrerin und Übersetzerin tätig war, konvertierte sie 2000 zum Islam.[2] 2003 gründete sie zusammen mit Sabine Amina Richter und andern Boznerinnen den Verein Südwelt - Mondo Sud, der sich bis 2014 um Bildungsprojekte in vier Kontinenten (mehrmals in Tschetschenien, in Kolumbien, in Afghanistan und in Sambia) kümmerte.[3][4] Seit Jahren schreibt sie Bücher über philosophische, politische, menschenrechtliche und historisch-feministische Themen. 2013 nahm sie auch an einem Fortbildungsjahr zum Thema Islampädagogik in Kanada teil. 2014 gründete sie in Deutschland den Verein ProMosaik e.V. für den interkulturellen und interreligiösen Dialog.

Sie kritisiert in ihren Büchern die misogyne Interpretation des Islam, die Verletzung der Menschenrechte, die Sklaverei und jegliche Art von Unterdrückung der Menschen durch andere Menschen. Ein weiteres Thema ist die Auseinandersetzung mit der Islamophobie in Europa als einer besonderen Form der Stigmatisierung und Ausgrenzung der muslimischen Frau.[5] Sie lebt mit ihrer Familie in der Türkei als freie Autorin und leitet den Verein ProMosaik e.V.[6]

Publikationen (Auswahl)[Bearbeiten]

  • Versuch zu einer interkulturellen arabischen Korandidaktik für den deutschen Sprachraum. AVM-Edition, München 2014, ISBN 978-3-95477-019-9.
  • Vergleich zwischen der Anschauung des Paradieses in Abu l-'Ala al-Ma'arri und Dante Alighieri. epubli GmbH, Berlin 2014, ISBN 978-3-8442-8142-2.
  • Das Beispiel von Shajarat ad-Durr, Philosophische Betrachtungen zu Frau und Politik im Islam auf der Grundlage der Werke von Bahriye Üçok und Jamal Badawi. epubli GmbH, Berlin 2014, ISBN 978-3-8442-8233-7.
  • Islam gegen Sklaverei, Für eine definitive Befreiung der Sklaven im Namen des Islam und die Bekämpfung der antiabolitionistischen Haltungen in den muslimischen Gesellschaften. epubli GmbH, Berlin 2014, ISBN 978-3-8442-8232-0.
  • Der Menschenrechtler Louis Hunkanrin und sein Kampf gegen die Sklaverei. epubli GmbH, Berlin 2014, ISBN 978-3-8442-9195-7.
  • Zahlreiche weitere Publikationen in Deutsch, Italienisch und Englisch bei epubli und im GRIN Verlag.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

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