Milada Zahnhausen

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Arbeit an einer Säule

Milada Zahnhausen (* 3. November 1948 in Uherské Hradiště) ist eine österreichische Bildhauerin, Keramikerin und Restauratorin mit mährischen Wurzeln. Sie gilt als eine der bedeutendsten Wiener Restauratorinnen.

Leben[Bearbeiten]

Nach der Niederschlagung des Prager Frühlings 1968 flüchtete Milada Zahnhausen nach Wien, wo sie von 1971 bis 1976 Kunst mit dem Schwerpunkt Bildhauerei und Kunstkeramik in der Wiener Kunstschule bei Eduard Robitschko mit Diplom-Abschluss studierte, sowie ein Magisterstudium in Sprach- und Literaturwissenschaft absolvierte.[1] Ab 1978 hatte sie ein eigenes Atelier in Wien. Von 1979 - 1989 war sie Lehrbeauftragte an der Wiener Kunstschule und leitete die Meisterklasse für Keramik. Seit 2008 lebt und arbeitet sie in Wullersdorf im niederösterreichischen Weinviertel. Ihre Werkstoffe sind Ton, Asche und Meersand. Sie bevorzugt griffige Oberflächen, will so der Keramik die Erde zurückgegeben.[2]

Als Restauratorin arbeitet sie mit Stein, Keramik, Stuck, Mosaik, Vergoldung, Putz, Beton und restaurariert historische Kachelöfen.

Milada Zahnhausen war Beraterin des Bundesdenkmalamtes in Wien und hatte denkmalpflegerische Aufträge für Objekte aus der Renaissance bis zur Wiener Moderne in Wien, Niederösterreich und im Burgenland. [3] Sie restaurierte Fassaden, Statuen und Interieurs der wichtigsten historischen Bauten in Wien, darunter das Palais Todesco, die Marmorfiguren an der Albertinarampe, die Otto-Wagner-Kirche am "Steinhof", Otto Wagner-Bauten in der Wienzeile, Amt der Niederösterreichischen Landesregierung Wien-Herrengasse/ Minoritenplatz, Stift Melk NÖ (Prälatenhof), Stiftskaserne (Wien), die Münze Österreich, das Piaristenkollegium, mehrere Villen des Architekten Adolf Loos, die Wiener Oper, die Wiener Hofburg sowie das Palais Epstein, Palais Kinsky, Palais Porcia, die Konditorei Demel.[4]

 
M. Zahnhausen beim Restaurieren der Marmorfiguren der Albertinarampe in den Staatsateliers in der Krieau)

Mitgliedschaften[Bearbeiten]

  • Berufsvereinigung der bildenden Künstler in Österreich - Schönbrunn
  • IG Bildende Kunst – Österreich
  • St.Lukas Gilde – Wien
  • GrenzArt – Galerie Hollabrunn
  • Kulturvernetzung NÖ

Ausstellungen (Auswahl)[Bearbeiten]

  • 1984: I. World triennal exhibition of small ceramics /Zagreb Yugoslavia
  • 1984: I maestri della ceramica moderna / Faenza editrice 1984
  • 1986: I maestri della ceramica moderna / Faenza editrice 1986
  • 2007: Zeitgenössische Kunst in Österreich, Schloss Körmend, Ungarn
  • 2008: „Integration in der Emigration", gleichzeitig Kuratorin dieser Ausstellung. Galerie Time Wien (Veranstaltet vom Kulturklub der Tschechen und Slowaken in Österreich)
  • 2008: Zweiundzweiundzweiistfünf, Galerie Time[5]
  • 2010: Tschechische Kunst im Exil, Wien und Olmütz-Tschechien (Veranstaltet von der Philosophischen Fakultät der Palacký-Universität Olmütz)
  • 2011: Chateau Seigneurial de Villemomble, Paris
  • 2012: Kunst in Bewegung, 100 Jahre Berufsvereinigung der bild. Künstler Österreichs /Schloß Schönbrunn Wien
  • 2013: Galerie im Haus der Begegnung in Znaim
  • 2013: „Kunstschaffende im Land“, Barockschlössl Mistelbach
  • 2013: Internationales Bildhauersymposium Moritzburg, Deutschland, Schloss Moritzburg[6]
  • 2013: Internationale Ausstellung der zeitgenössischen bildenden Kunst, Schloss Bzenec

Kunst im öffentlichen Raum[Bearbeiten]

  • Drei Säulen am Hauptplatz in Rudice „Přesličky" ("Schachtelhalme"), ein Geschenk an ihre Heimatstadt[7]
  • Gestaltung des keramischen Schmuckbandes für das Maria Bijan-Bilger-Museum von Friedrich Kurrent in Sommerein am Leithagebirge (Niederösterreich)[8]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]